Aus der Praxis Ich wende die Klopftechnik hauptsächlich im Rahmen der Psychokinesiologischen Therapie an. Für mich ist sie auch eine Technik, die Patienten als „Hausaufgabe“ selbständig zu Hause anwenden können – man braucht nicht immer einen Therapeuten dazu. — Gudrun Faller, Heilpraktikerin · Lörrach

Klopftechnik (EFT/TFT) Lörrach – dein Weg zu mehr emotionaler Freiheit

Von Gudrun Faller, Heilpraktikerin, Praxis für ganzheitliche Medizin Lörrach

Kurzantwort Die Klopftechnik – bekannt als EFT (Emotional Freedom Techniques), TFT (Thought Field Therapy) oder TTT (Trauma Tapping Technique) – kombiniert Elemente der traditionellen chinesischen Medizin mit modernen psychotherapeutischen Ansätzen. Durch sanftes Klopfen auf Meridianpunkte während der gedanklichen Auseinandersetzung mit einem belastenden Thema werden Angstreaktionen im Gehirn nachweislich reduziert. Über 100 wissenschaftliche Studien haben die Wirksamkeit untersucht. In meiner Praxis in Lörrach setze ich die Technik vor allem bei Ängsten, Phobien, Traumata und Stressbelastungen ein.
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EFT, TFT, TTT, MFT – was steckt hinter den Kürzeln?

Die Klopftechnik hat sich über Jahrzehnte aus einem einzigen Zufallsbefund heraus entwickelt – zu einem gut erforschten Spektrum verwandter Methoden:

TFT – Thought Field Therapy

Entwickelt von Dr. Roger Callahan in den 1970er Jahren. Ausgangspunkt: eine Patientin mit extremer Wasserphobie verbesserte sich spontan, nachdem Callahan bestimmte Akupunkturpunkte unter ihren Augen beklopfte. TFT verwendet spezifische Klopfsequenzen je nach Problem.

EFT – Emotional Freedom Techniques

In den 1990er Jahren vereinfachte Gary Craig das TFT-System: immer dieselbe Abfolge von Klopfpunkten, unabhängig vom Problem. Seine Haltung: „Probiere es an allem aus.“ EFT ist heute die weltweit bekannteste und am besten erforschte Form.

TTT – Trauma Tapping Technique

Speziell für Krisengebiete und Katastropheneinsätze entwickelt. Vereinfachte Version, die ohne das laute Aussprechen von Themen auskommt – besonders wertvoll für stark traumatisierte Menschen und für die Selbsthilfe.

MFT – Mentalfeldtechnik

Deutsche Weiterentwicklung mit zusätzlichem Fokus auf mentale Felder und Kinesio-logie. In meiner Praxis kombiniere ich die Methoden je nach individueller Situation und im Rahmen der Psychokinesiologischen Therapie.

Was sagt die Forschung? – Wissenschaftliche Wirksamkeit der Klopftechnik

Als Heilpraktikerin ist es mir wichtig, Methoden einzusetzen, deren Wirksamkeit untersucht wurde. Die Klopftechnik hat in den letzten 20 Jahren zunehmend wissenschaftliche Anerkennung gefunden – über 100 wissenschaftliche Studien liegen vor.

  • Angststörungen & Phobien: Mehrere randomisierte kontrollierte Studien zeigen signifikante Verbesserungen. Eine Meta-Analyse von 2016 im Journal of Nervous and Mental Disease bestätigte die Wirksamkeit.
  • PTBS: Studien mit Kriegsveteranen zeigten, dass eine Behandlung mit der Klopftechnik die Symptome deutlich reduzieren konnte – in manchen Fällen wurden die diagnostischen Kriterien für PTBS danach nicht mehr erfüllt.
  • Depression: Positive Effekte nachgewiesen, sowohl als alleinige Intervention als auch in Kombination.
  • Chronische Schmerzen: Studien zeigen Wirksamkeit – vermutlich über die Reduktion der emotionalen Komponente des Schmerzerlebens.
  • Cortisol-Reduktion: Eine Studie fand eine durchschnittliche Reduktion des Cortisolspiegels um 24 % nach nur einer einstündigen Sitzung.
Wie erklärt die Wissenschaft die Wirkung? Vier gut belegte Wirkmechanismen: Beruhigung der Amygdala (fMRI-Studien zeigen reduzierte Aktivität des Angstzentrums) · Abbau von Stresshormonen (Cortisol sinkt messbar) · Gedächtnisrekonsolidierung (belastende Erinnerungen werden mit weniger emotionaler Ladung neu abgespeichert) · Aktivierung des Parasympathikus (beruhigender Teil des autonomen Nervensystems).
Die American Psychological Association (APA) hat die Klopftechnik als „evidenzbasierte Therapie mit starker Forschungsunterstützung“ für bestimmte Anwendungsbereiche eingestuft.

Wie eine Klopf-Sitzung in meiner Praxis abläuft

  1. Vorgespräch & Problemdefinition Wir sprechen über dein Anliegen – konkrete Angst, belastende Erinnerung oder emotionales Thema. Du bewertest die Belastung auf einer Skala von 0–10 (SUD-Skala), damit wir später den Fortschritt messen können.
  2. Einstimmungsphrase Anerkennung des Problems + Selbstakzeptanz: „Auch wenn ich diese Angst vor [xyz] habe, akzeptiere ich mich vollständig.“ Dreimal wiederholen während des Klopfens auf den Handkantenpunkt. Oder: direkt mit dem Fühlen einer Emotion einsteigen.
  3. Klopfsequenz Nacheinander auf die Meridianpunkte klopfen, während du dich auf dein Thema konzentrierst. Etwa 5–15 Mal pro Punkt, sanft mit den Fingerspitzen.
  4. Neubewertung Nach jeder Runde: Wie stark ist die Belastung noch? Oft sinkt sie überraschend schnell. Manchmal tauchen neue Aspekte auf – diese werden in weiteren Runden bearbeitet.
  5. Installation positiver Ressourcen Wenn die negative Emotion deutlich reduziert ist, werden positive Ressourcen „eingeklopft“ – erwünschte Gefühle, neue Perspektiven, die perfekte Situation.

Die wichtigsten Klopfpunkte – deine Landkarte zur emotionalen Freiheit

Die Klopftechnik verwendet Punkte aus der Akupunktur (Meridianpunkte). Du musst diese Punkte nicht exakt treffen – ungefähres Beklopfen des Bereichs reicht völlig aus.

  • Handkantenpunkt (Karatepunkt) – Außenseite der Hand zwischen Handgelenk und Kleinfingergrundgelenk. Wird für die Einstimmungsphrase verwendet.
  • Augenbrauenpunkt – Inneres Ende der Augenbraue, direkt über dem Nasenrücken.
  • Seitlicher Augenpunkt – Knochen am äußeren Rand der Augenhöhle, in Höhe der Pupille.
  • Punkt unter dem Auge – ca. 1 cm unter der Mitte des Auges, auf dem Wangenknochen.
  • Punkt unter der Nase – in der Vertiefung zwischen Nase und Oberlippe.
  • Kinnpunkt – in der Vertiefung zwischen Unterlippe und Kinn.
  • Schlüsselbeinpunkt – ca. 2–3 cm unter dem Schlüsselbein, neben dem Brustbein.
  • Punkt unter dem Arm – an der Körperseite, ca. eine Handbreite unter der Achselhöhle (bei Frauen: am BH-Band).
  • Scheitelpunkt – auf dem höchsten Punkt des Kopfes, in der Mitte.
Viele beginnen beim Klopfen zu gähnen oder werden sehr müde – das ist ein gutes Zeichen: Es zeigt die vollständige Entspannung des vegetativen Nervensystems. Die Fingerpunkte (Daumenbasis, Zeige-, Mittel-, kleiner Finger) lasse ich persönlich meist weg – die oben genannten reichen völlig aus. 😊

Klopftechnik bei Trauma – sanfte Hilfe bei schweren Belastungen

Die Behandlung von Traumata gehört zu den eindrucksvollsten Anwendungsbereichen. Wenn du ein belastendes Ereignis erlebt hast – Unfall, Verlust, Übergriff oder eine andere überwältigende Erfahrung – kann dein Nervensystem in einem dauerhaften Alarmzustand verbleiben. Traumatische Erinnerungen sind oft im Körper „eingefroren“.

Die Klopftechnik hilft, diese Erinnerungen zu verarbeiten, ohne dich zu retraumatisieren. Du musst die Details nicht laut aussprechen – du kannst die Geschichte in Gedanken durchgehen (sogenannte „Film-Technik“ oder „Story-Technik“), während du klopfst.

Man arbeitet in kleinen Schritten, Aspekt für Aspekt – wie die Schichten einer Zwiebel. Jeder Aspekt (visuell, akustisch, körperlich, emotional) kann separat bearbeitet werden, bis die Gesamterfahrung ihre emotionale Ladung verliert.

Wichtig bei der Trauma-Arbeit Du arbeitest in deinem eigenen Tempo und behältst jederzeit die Kontrolle. Du entscheidest, wie tief du gehen möchtest und wann du eine Pause brauchst. Die Klopftechnik ersetzt keine traumatherapeutische Behandlung durch ausgebildete Fachkräfte – kann aber eine wertvolle Ergänzung sein oder bei weniger komplexen Erlebnissen auch allein ausreichend wirksam sein.

Klopftechnik bei Ängsten und Phobien – vom ersten Klopfen zur Freiheit

Ängste und Phobien gehören zu den häufigsten Anliegen, mit denen Menschen die Klopftechnik anwenden – und gerade hier zeigt sie oft schnelle und beeindruckende Ergebnisse. Der Grund: Die Angstreaktion ist im limbischen System gespeichert, einem älteren Gehirnbereich, der schneller reagiert als der rationale Verstand. Das Klopfen spricht genau diese Ebene an.

Bei der Behandlung von Ängsten arbeiten wir systematisch durch verschiedene Schichten:

  • Die allgemeine Angst – „Auch wenn ich Angst vor [xyz] habe...“
  • Spezifische auslösende Erinnerungen – oft liegt hier der Ursprung der Phobie
  • Verschiedene Aspekte der Angst (visuell, körperlich, emotional, Zukunftsängste)
  • Realitätstest und schrittweise Annäherung in sicherem Rahmen
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Warum die Klopftechnik in meiner Praxis – die wichtigsten Vorteile

Schnelle Wirkung

Häufig bereits nach wenigen Sitzungen spürbare Erfolge – besonders wichtig, wenn du akut leidest und schnell Erleichterung brauchst.

🌿 Sanfte Verarbeitung

Du musst deine Geschichte nicht im Detail erzählen, um Fortschritte zu machen. Besonders schonend, auch bei schweren Traumata.

🏠 Selbsthilfe als Hausaufgabe

Ich zeige dir die Technik so, dass du sie selbständig anwenden kannst – zu Hause, im Alltag, wann immer du sie brauchst.

🔬 Wissenschaftlich untersucht

Über 100 Studien, APA-Anerkennung, neurobiologisch plausible Wirkmechanismen – kein reines Placebo.

🤝 Vielseitig einsetzbar

Von akuter Panik bis chronischer Angst, von Prüfungsstress bis alten Traumata – die Klopftechnik lässt sich bei sehr unterschiedlichen Themen einsetzen.

Ideal kombinierbar

Ergänzt herkömmliche Therapieverfahren wunderbar – in meiner Praxis vor allem im Rahmen der Psychokinesiologischen Therapie.

Für wen ist die Klopftechnik geeignet?

Ängste & Phobien Panikattacken Traumata & PTBS Prüfungsangst Schlafstörungen Bettnasen bei Kindern Stressbedingte Beschwerden Trauer & Verlust Selbstwertprobleme Blockaden & Glaubenssätze Chronische Schmerzen Soziale Ängste
Für allgemeine Nervosität, Schlafstörungen oder Stress ist die Methode leicht selbst anzuwenden – probiere es einfach aus! Bei tiefer gehenden Themen, Traumata oder starken Ängsten empfehle ich professionelle Begleitung, damit du dich sicher fühlst und optimal unterstützt wirst.
Bereit, einen neuen Weg auszuprobieren?

In meiner Praxis in Lörrach biete ich dir einen geschützten Raum, in dem du die Klopftechnik kennenlernen und ihre Wirkung erfahren kannst. Vielleicht bist du noch skeptisch – das ist verständlich. In beiden Fällen lade ich dich ein, die Klopftechnik selbst zu erleben.

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Häufige Fragen zur Klopftechnik

Tut das Klopfen weh?

Nein, überhaupt nicht. Du klopfst sanft mit den Fingerspitzen auf die verschiedenen Punkte. Es sollte spürbar sein, aber niemals schmerzhaft. Viele empfinden das Klopfen als beruhigend und erdend.

Wie viele Sitzungen brauche ich?

Das ist sehr individuell. Einfache Phobien können manchmal schon nach 1–3 Sitzungen deutlich verbessert werden. Komplexere Themen wie Traumata oder langjährige Angststörungen benötigen mehr Zeit und Tiefe.

Wirkt das wirklich oder ist es Placebo?

Die wissenschaftlichen Studien zeigen Wirkungen, die über Placebo-Effekte hinausgehen – besonders bei PTBS, wo objektive Diagnosekriterien verwendet wurden. Gleichzeitig spielt die therapeutische Beziehung natürlich auch eine Rolle – wie bei jeder Therapie.

Muss ich an Meridiane glauben, damit es wirkt?

Nein. Die Klopftechnik wirkt unabhängig davon, ob du an das Energiesystem der chinesischen Medizin glaubst oder nicht. Auch aus rein neurobiologischer Sicht – Amygdala-Beruhigung, Cortisol-Reduktion, Gedächtnisrekonsolidierung – gibt es plausible Erklärungen.

Kann ich die Klopftechnik selbst zu Hause anwenden?

Ja – das ist sogar ausdrücklich erwünscht. Für allgemeine Nervosität, Schlafstörungen oder Stress ist die Methode leicht selbst anzuwenden. Bei schweren Traumata oder starken Ängsten ist professionelle Begleitung wichtig. In meiner Praxis zeige ich dir die Technik als „Hausaufgabe“, die du jederzeit einsetzen kannst.

Ersetzt die Klopftechnik eine Psychotherapie?

Bei manchen Themen kann sie eine vollständige Behandlung sein, bei anderen eine wertvolle Ergänzung. Bei schweren psychischen Erkrankungen sollte sie Teil eines umfassenden Behandlungsplans sein. In meiner Praxis setze ich sie vor allem im Rahmen der Psychokinesiologischen Therapie ein.

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Heilpraktikerleistungen in der Regel nicht. Schweizer Patientinnen: Ich bin bei Visana Services und weiteren Schweizer Kassen sowie der SUVA anerkannt – Abrechnung auch nach Tarif 590 möglich.

Über die Autorin: Gudrun Faller führt seit über 25 Jahren eine Praxis für ganzheitliche Medizin in Lörrach. Ihr Schwerpunkt liegt auf hormonellen Regelkreisen, chronischen Entzündungen, Stress- und Immunregulation sowie Mikronährstofftherapie. Alle Inhalte basieren auf langjähriger Praxiserfahrung und aktueller naturheilkundlicher Diagnostik.

Praxis für ganzheitliche Medizin · Gudrun Faller · Belchenstrasse 19 · 79539 Lörrach · +49 7621 58 91 76 · gudrun-faller@posteo.de


EFT-Tapping-Points-Female-3300x6000-1-768x1396Foto: https://www.thrivingnow.com/free-eft-tapping-point-images/

1. Der Handkantenpunkt (Karatepunkt)
Dieser Punkt befindet sich auf der Außenseite deiner Hand, zwischen Handgelenk und Kleinfingergrundgelenk – genau dort, wo du beim Karateschlag zuschlagen würdest. Du klopfst ihn mit den Fingerspitzen der anderen Hand.
2. Der Augenbrauenpunkt
Am inneren Ende der Augenbraue, direkt über dem Nasenrücken. Du kannst beide Seiten gleichzeitig oder nacheinander klopfen.
3. Der seitliche Augenpunkt
Auf dem Knochen am äußeren Rand der Augenhöhle, in Höhe der Pupille.
4. Der Punkt unter dem Auge
Etwa einen Zentimeter unter der Mitte des Auges, auf dem Wangenknochen.
5. Der Punkt unter der Nase
In der Vertiefung zwischen Nase und Oberlippe.
6. Der Kinnpunkt
In der Vertiefung zwischen Unterlippe und Kinn.
7. Der Schlüsselbeinpunkt
Etwa 2-3 Zentimeter unter dem Schlüsselbein, neben dem Brustbein. Hier treffen Schlüsselbein, erste Rippe und Brustbein aufeinander.
8. Der Punkt unter dem Arm
An der Seite des Körpers, etwa eine Handbreit unter der Achselhöhle, auf Höhe der Brustwarze (bei Frauen am BH-Band).
9. Der Punkt auf dem Kopf
Auf dem höchsten Punkt des Kopfes, in der Mitte.
10. Die Fingerpunkte (optional)
An der Basis der Fingernägel, an der zur Körpermitte zeigenden Seite (Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger, kleiner Finger). Ich persönlich lasse diese Punkte immer aus. :)

Du klopfst jeden Punkt etwa 5-15 Mal sanft mit den Fingerspitzen. Das Klopfen sollte fest genug sein, um es zu spüren, aber nicht schmerzhaft. Viele Anwender beschreiben das Gefühl als beruhigend und erdend. Viele beginnen auch zu gähnen oder werden sehr müde (völlige Entspannung des vegetativen Nervensystems!).

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