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Wechseljahre Lörrach – ganzheitliche Begleitung in Perimenopause & Menopause
Von Gudrun Faller, Heilpraktikerin, Praxis für ganzheitliche Medizin Lörrach
Perimenopause, Menopause, Postmenopause – was genau passiert wann
Die meisten Frauen denken bei „Wechseljahren“ an die letzte Blutung. Tatsächlich beginnt der Prozess oft schon 8–10 Jahre früher – und die Phase danach dauert den Rest des Lebens. Ein klares Verständnis der drei Phasen ist der erste Schritt zu einer sinnvollen Therapie:
Wechseljahresbeschwerden – mehr als nur Hitzewallungen
Die klassischen Symptome kennt jeder – aber das vollständige Bild überrascht viele Frauen. Es sind nicht nur Hitzewallungen:
Warum diese Symptome entstehen – die Hormonachse im Wandel
In den Wechseljahren verändern sich nicht nur Östrogen und Progesteron. Das gesamte Hormonsystem reorganisiert sich:
- Progesteron sinkt zuerst – bereits ab Mitte 30, durch nachlassende Gelbkörperfunktion und Stress („Pregnenolon-Steal“). Folge: relative Östrogendominanz, PMS, Schlafprobleme, Angst.
- Östrogen schwankt, dann sinkt es – in der Perimenopause extreme Schwankungen, dann dauerhafter Abfall. Folge: Hitzewallungen, Schleimhauttrockenheit, Knochenabbau, kardiovaskuläres Risiko.
- Testosteron sinkt – Libido, Muskelkraft, Energie, kognitive Klarheit nehmen ab.
- DHEA nimmt ab – Immunfunktion, Energiereserven, Stressresilienz sinken.
- Cortisol steigt relativ – Stress wird schlechter reguliert, Schlaf fragiler, Bauchfett nimmt zu.
- Schilddrüse verändert sich – Hypothyreose und Wechseljahre imitieren sich gegenseitig. Immer mitabklären.
→ Hashimoto ganzheitlich betrachtet
Frühe Menopause – Wechseljahre unter 45
Eine frühe Menopause (vor dem 45. Lebensjahr) trifft etwa 5–10 % der Frauen. Eine vorzeitige Ovarialinsuffizienz (POI) vor dem 40. Lebensjahr etwa 1 %. Die Ursachen sind vielfältig: genetisch, autoimmun (Antikörper gegen Ovarialgewebe), durch Stress, nach Chemotherapie oder Operation.
Besonders wichtig bei früher Menopause: Das langfristige Risiko für Osteoporose, Herzerkrankungen und kognitivem Abbau ist erhöht. Eine frühzeitige, individuelle Hormontherapie ist hier besonders relevant – und schützend.
Bioidentische Hormone in den Wechseljahren – was sie leisten
Bioidentische Hormone haben dieselbe Molekülstruktur wie die körpereigenen Hormone. Das unterscheidet sie grundlegend von synthetischen Gestagenen (z. B. Levonorgestrel, Norethisteronacetat), die ein anderes Wirkprofil haben und mit einem anderen Risikoprofil verbunden sind.
Phytotherapie in den Wechseljahren – wenn Frauen keine Hormone nehmen möchten
Nicht jede Frau möchte oder kann Hormone nehmen. Die Phytotherapie bietet wirksame Alternativen – wenn sie richtig eingesetzt wird:
- Traubensilberkerze (Cimicifuga) – gut belegt bei Hitzewallungen und Schlafstörungen. Wirkt nicht über Östrogenrezeptoren – auch bei östrogenempfindlichen Erkrankungen oft geeignet.
- Maca – adaptogen, beeinflusst die Hypothalamus-Hypophysen-Achse ohne Östrogen zu erhöhen. Gut bei Hitzewallungen und Libidoverlust.
- Isoflavone (Rotklee, Soja) – Phytoöstrogene mit gewebespezifischer Wirkung. Nur bei Equol-Produzenten voll wirksam.
- Salbei – klassisch bei Schwitzneigung und Hitzewallungen.
- Ashwagandha – unterstützt die Stressachse, verbessert Schlaf und Stimmung in der Perimenopause.
- Frauenmantel – progesteronunterstützend, besonders in der frühen Perimenopause sinnvoll.
Langzeitschutz – warum Wechseljahresbegleitung weit über Symptome hinausgeht
Östrogen ist nicht nur ein „Frauenhormon“ – es schützt Knochen, Herz, Gefäße und Gehirn. Mit dem Östrogenabfall nach der Menopause steigen langfristige Risiken, die viele Frauen nicht mit den Wechseljahren in Verbindung bringen:
- Osteoporose – Knochenabbau beschleunigt sich nach der Menopause dramatisch. In den ersten 5–10 Jahren nach der Menopause verlieren Frauen bis zu 20 % ihrer Knochendichte.
- Herz-Kreislauf – nach der Menopause steigt das kardiovaskuläre Risiko der Frau auf das Niveau des Mannes. Östrogen hatte gefäßschützende Wirkung.
- Gehirn & Demenz – Östrogen ist neuroprotektiv. Aktuelle Forschung zeigt: frühzeitige Hormontherapie könnte das Alzheimerrisiko senken.
- Genitourektale Atrophie – Schleimhautveränderungen in Vagina und Blase führen zu Trockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und rezidivierenden Harnwegsinfekten.
Wechseljahresbegleitung in Lörrach – mein Ansatz
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Ausführliche Anamnese Wann begannen die ersten Veränderungen? Welche Symptome belasten am meisten? Familienanamnese, Vorerkrankungen, aktuelle Medikamente – alles hat Einfluss auf die Therapieentscheidung.
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Individuelle Hormondiagnostik Östradiol, Progesteron, FSH, LH, Testosteron, SHBG, DHEA-S, Cortisol-Tagesprofil, Schilddrüse vollständig. Bei Bedarf Speichelanalyse für freie Hormonfraktionen.
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Ergänzende Diagnostik Mikronährstoffstatus (Vitamin D, Magnesium, B12, Omega-3), Entzündungsmarker, Knochen-Stoffwechselmarker, ggf. Darmdiagnostik (Östrobolom).
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Individuelles Therapiekonzept Bioidentische Hormone, Phytotherapie, Mikronährstoffe, Ernährungsanpassung, Stressregulation – je nach Befund, Symptomen und Präferenz.
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Engmaschige Verlaufskontrolle Hormone verändern sich in dieser Phase schnell. Ich passe das Konzept regelmäßig an – und begleite langfristig.
Wechseljahres-Diagnostik in Lörrach – was ich untersuche
Weiterführende Beiträge
Weitere Schwerpunkte: Hormontherapie · Stress & Nebenniere · Darm & Mikrobiom · Mikronährstofftherapie
Vereinbare dein Erstgespräch in meiner Praxis in Lörrach. Ich nehme mir Zeit für deine Beschwerden, deine Geschichte und das, was dir wichtig ist. Seit über 20 Jahren begleite ich Frauen durch diese Phase – mit Erfahrung, Fingerspitzengefühl und echter Individualität.
📅 Termin online buchen – Praxis Gudrun Faller LörrachHäufige Fragen zu den Wechseljahren
Die Perimenopause beginnt häufig schon Mitte bis Ende 30 – mit ersten Zyklusveränderungen, PMS, Schlafproblemen und Stimmungsschwankungen. Die meisten Frauen bemerken die Wechseljahre erst später, wenn Hitzewallungen einsetzen. Die letzte Blutung (Menopause) liegt im Durchschnitt bei 51 Jahren.
Bioidentische Hormone haben eine andere Datenlage als synthetische Gestagene, die in der WHI-Studie 2002 kritisch bewertet wurden. Bioidentisches Progesteron – im Unterschied zu synthetischen Gestagenen – zeigt in aktuellen Studien kein erhöhtes Brustkrebsrisiko und hat zusätzlich neuroprotektive und schlaffördernde Eigenschaften. Die Entscheidung ist immer individuell – auf Basis deines persönlichen Risikoprofils.
Es gibt wirksame pflanzliche Alternativen – Traubensilberkerze, Maca, Isoflavone, Salbei, Frauenmantel – die je nach Beschwerdebild sinnvoll eingesetzt werden können. Mikronährstoffe, Stressregulation und Ernährungsanpassung sind unabhängig davon immer sinnvoll. Ich berate dich ehrlich – auch wenn das Ergebnis ist, dass Hormone für dich gerade nicht das Richtige sind.
Das ist eine der häufigsten und wichtigsten Fragen – und die Antwort ist nicht pauschal. Bei Hashimoto: Hormone können die Schilddrüsenfunktion beeinflussen und umgekehrt – eine sorgfältige Abstimmung ist wichtig. Nach Brustkrebs: abhängig von Tumortyp, Therapie und individuellem Risikoprofil – hier arbeite ich eng mit dem behandelnden Arzt zusammen.
Das ist sehr individuell. Manche Frauen brauchen Unterstützung für 2–3 Jahre, andere begleite ich langfristig – weil die Schutzwirkungen auf Knochen, Herz und Gehirn dauerhaft relevant sind. Es gibt keine Standarddauer. Alle 6–12 Monate wird der Status neu bewertet und angepasst.
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Heilpraktikerleistungen in der Regel nicht. Schweizer Patientinnen: Ich bin bei Visana Services und weiteren Schweizer Kassen sowie der SUVA anerkannt – Abrechnung auch nach Tarif 590 möglich.
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