Zwei Verfahren, eine Praxis In meiner Praxis biete ich sowohl den ALCAT-Test als auch den subklassenspezifischen IgG-Test (Imupro) an. Beide haben ihre Berechtigung – welches Verfahren im Einzelfall sinnvoller ist, besprechen wir gemeinsam im Vorgespräch. — Gudrun Faller, Heilpraktikerin · Lörrach

ALCAT-Test & IgG-Diagnostik (Imupro) bei Lebensmittelunverträglichkeit – zwei Wege, ein Ziel

Von Gudrun Faller, Heilpraktikerin, Praxis für ganzheitliche Medizin Lörrach

Kurzantwort Viele chronische Erkrankungen – Hautprobleme, Rheuma, Darmerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht – haben eine wichtige ernährungsbedingte Komponente. In meiner Praxis in Lörrach biete ich zwei Testverfahren an, um individuelle Lebensmittelreaktionen aufzudecken: den ALCAT-Test, der Reaktionen des angeborenen Immunsystems (weiße Blutkörperchen) misst, und den subklassenspezifischen IgG-Test von Imupro, der gezielt zwischen den entzündungsrelevanten Subklassen IgG1–3 und dem eher tolerogenen IgG4 unterscheidet. Beide Verfahren haben unterschiedliche Stärken – welches für dich passt, klären wir im persönlichen Gespräch.
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Warum Ernährung bei chronischen Erkrankungen so zentral ist

Leidest du unter chronischen Hauterkrankungen, rheumatischen Erkrankungen, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck oder Übergewicht? Dann ist Ernährung ein Faktor, den du nicht außer Acht lassen solltest.

Man weiß heute, dass viele Menschen individuelle, oft verzögert auftretende Lebensmittelreaktionen entwickeln – keine klassischen Allergien, aber Reaktionen, die das Immunsystem dauerhaft aktivieren und stille Entzündungen unterhalten. Diese Entzündungen sind häufig der eigentliche Motor chronischer Erkrankungen. In meiner Praxis in Lörrach nutze ich zwei sich ergänzende diagnostische Wege, um dieser Frage individuell nachzugehen.

Wissenschaftliche Daten zeigen, dass entzündungsauslösende Lebensmittelreaktionen häufig direkt über das zelluläre, unspezifische Immunsystem vermittelt werden – unabhängig von klassischen Allergie-Antikörpern.

Zwei diagnostische Wege – gleichwertig, aber unterschiedlich

Beide Testverfahren beleuchten Lebensmittelreaktionen aus unterschiedlichen immunologischen Blickwinkeln. Keines ist grundsätzlich "besser" – sie beantworten unterschiedliche Fragen und passen je nach Beschwerdebild unterschiedlich gut:

🌿 ALCAT-Test

Misst direkte Reaktionen weißer Blutzellen (Leukozyten) auf Lebensmittel – die Erstabwehr des angeborenen Immunsystems. Erfasst entzündungsfördernde Reaktivität unabhängig von Antikörpern.

  • Breites Test-Panel (ab 100 Lebensmittel)
  • Analyse im spezialisierten US-Labor
  • Besonders geeignet bei komplexen, multiplen Beschwerdebildern
🔮 IgG-Subklassentest (Imupro)

Misst spezifisch die IgG-Subklassen 1–3 und grenzt sie von IgG4 ab – und liefert damit eine präzisere Aussage als klassische Gesamt-IgG-Tests, wie sie häufig angeboten werden.

  • Subklassenspezifische Auswertung
  • Gute Ergänzung bei gezielten Fragestellungen
  • Etablierte Labormethodik in Deutschland

IgG-Subklassen im Detail – der entscheidende Unterschied zwischen IgG1–3 und IgG4

Ein Punkt, der in der Aufklärung häufig zu kurz kommt: IgG ist nicht gleich IgG. Es gibt vier Subklassen – IgG1, IgG2, IgG3 und IgG4 – und sie unterscheiden sich immunologisch grundlegend in ihrer Fähigkeit, Entzündungsreaktionen auszulösen. Genau das ist der Grund, warum ich bei IgG-Diagnostik ausschließlich subklassenspezifische Verfahren wie Imupro einsetze.

🔥 IgG1, IgG2, IgG3 – entzündungsrelevant

Diese drei Subklassen können das Komplementsystem aktivieren und über Immunkomplexe echte Entzündungsreaktionen im Gewebe auslösen. Sie sind es, die bei einer klinisch relevanten, entzündungsfördernden Lebensmittelreaktion tatsächlich eine Rolle spielen.

  • Komplementaktivierung möglich
  • Bildung entzündungsfördernder Immunkomplexe
  • Immunologisch aussagekräftig für Unverträglichkeiten
💧 IgG4 – nicht entzündungsauslösend

IgG4 gilt immunologisch als „blockierender“ oder tolerogener Antikörper. Er entsteht typischerweise bei wiederholtem, harmlosem Kontakt mit einem Lebensmittel und aktiviert das Komplementsystem nicht. Ein erhöhter IgG4-Wert zeigt vor allem: Dieses Lebensmittel wurde häufig gegessen – nicht, dass es Beschwerden verursacht.

  • Keine Komplementaktivierung
  • Gilt eher als Toleranzmarker
  • Häufig fälschlich als „Unverträglichkeit“ interpretiert
Warum das in der Praxis so wichtig ist Viele gängige IgG-Tests messen unspezifisch Gesamt-IgG oder schwerpunktmäßig IgG4 – das führt häufig zu Fehlinterpretationen. Ein hoher IgG4-Wert auf ein täglich gegessenes Lebensmittel (z. B. Weizen oder Milch) sagt in erster Linie etwas über die Essgewohnheiten aus – nicht zwingend über eine entzündliche Unverträglichkeit. Deshalb setze ich, wenn IgG-Diagnostik sinnvoll erscheint, ausschließlich auf subklassenspezifische Verfahren wie Imupro.

Welches Verfahren passt zu deiner Fragestellung?

In der Praxis wähle ich gemeinsam mit dir das passende Verfahren – abhängig von Beschwerdebild, Vorbefunden und Fragestellung:

🌿 ALCAT eignet sich gut bei breiten, unklaren Beschwerdebildern mit mehreren betroffenen Körpersystemen
🔮 Imupro (IgG1–3) eignet sich gut bei gezielten Fragestellungen zu bestimmten Lebensmittelgruppen
🔄 Beide Verfahren können sich sinnvoll ergänzen, wenn die Befundlage komplex ist
💬 Die endgültige Wahl treffen wir immer gemeinsam im Vorgespräch

Das gemeinsame Ergebnis beider Verfahren: ein individuell auf deinen Körper abgestimmter Ernährungsplan – keine allgemeine Diät, sondern eine Karte deiner persönlichen Lebensmittelverträglichkeit.

Was eine gezielte Ernährungsumstellung bewirken kann

⚡ Mehr Vitalität – schon nach kurzer Zeit 🌿 Entzündungsreaktionen klingen ab ✨ Neurodermitis, Psoriasis bessern sich 🦴 Rheumatische Beschwerden reduzieren sich 🌡 Bluthochdruck normalisiert sich ⚖ Blutfettwerte verbessern sich 💨 Chron. entzündl. Darmerkrankungen beruhigen sich ⚖ Gewicht reduziert sich 💉 Ödeme werden ausgespült (bis 20 l möglich) 🌿 Hormonsystem wird ausgeglichen ⚡ Leistungssteigerung – ideal auch für Sportler 🌿 Regenerationsfähigkeit des Körpers nimmt zu

Praktisches – Ablauf, Kosten & Termine

Wie die Tests ablaufen Beim ALCAT-Test wird die Blutprobe nach der Entnahme in meiner Praxis in Lörrach per FedEx in ein spezialisiertes Labor in den USA versandt – dort wurde die Methode entwickelt und wird laufend weiterentwickelt. Der Imupro-Test wird in einem deutschen Speziallabor ausgewertet. Bei beiden Verfahren erhältst du im Anschluss ein persönliches Auswertungsgespräch in der Praxis.
💰 Kosten & Leistungen ALCAT-Test ab 100 Nahrungsmittel: 285,– € (verschiedene Varianten verfügbar)
Imupro-Test: Preis je nach gewähltem Panel – Details im Vorgespräch

Im Preis enthalten:
  • Umfangreiche Blutdiagnostik durch das jeweilige Labor
  • Individuelles Ernährungskonzept
  • Handbuch mit Rezeptbeispielen, Tipps & Tricks (bei ALCAT)
  • Medizinische Betreuung
  • Vorgespräch, Blutentnahme & Auswertungsgespräch in der Praxis
📅 Blutentnahme-Termine
Montag bis Mittwoch – bitte rechtzeitig einen Termin vereinbaren.
Vorgespräch ist unbedingt notwendig – hier legen wir gemeinsam fest, welches Verfahren zu dir passt.
Zur Blutentnahme musst du nicht nüchtern kommen.

Weiterführende Beiträge

Welches Testverfahren passt zu deiner Situation?

ALCAT oder IgG-Subklassentest – im persönlichen Vorgespräch in meiner Praxis in Lörrach klären wir gemeinsam, welcher Weg für dich sinnvoll ist.

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Häufige Fragen zu ALCAT- und IgG-Diagnostik

Was ist der Unterschied zwischen Allergie, Intoleranz und den hier beschriebenen Testverfahren?

Eine klassische Allergie (IgE-vermittelt) tritt sofort auf, ist oft dramatisch und lebensgefährlich. Eine Intoleranz (z. B. Laktose) ist metabolisch bedingt – das Immunsystem ist nicht beteiligt. ALCAT und IgG1–3-Diagnostik erfassen einen dritten, verzögerten Reaktionsweg – ohne die dramatische Sofortsymptomatik einer Allergie, aber mit chronischer Entzündungswirkung.

Sollte ich ALCAT oder den IgG-Test machen – oder beide?

Das hängt von deinem Beschwerdebild ab. Bei breiten, unklaren Symptomen tendiere ich eher zu ALCAT; bei gezielten Fragestellungen kann der subklassenspezifische IgG-Test (Imupro) ausreichen. Bei komplexen Fällen können sich beide Verfahren sinnvoll ergänzen – das besprechen wir im Vorgespräch individuell.

Warum ist nicht jeder IgG-Test aussagekräftig?

Weil viele frei verkäufliche Tests nur Gesamt-IgG oder schwerpunktmäßig IgG4 messen. Nur die Subklassen IgG1–3 können entzündliche Immunkomplexe bilden, während IgG4 als tolerogener, nicht-entzündlicher Marker gilt. Subklassenspezifische Tests wie Imupro liefern daher eine deutlich präzisere Einordnung als einfache Gesamt-IgG-Schnelltests.

Muss ich dann bestimmte Lebensmittel für immer meiden?

Nein – das ist einer der wichtigsten Punkte. Viele Lebensmittelreaktionen sind nicht permanent. Durch eine gezielte Rotationsdiät (gelegentlicher Verzicht auf Auslöser, dann schrittweise Wiedereinführung) kann sich die Toleranz des Immunsystems normalisieren. Ziel ist nicht lebenslanger Verzicht, sondern eine nachhaltige Verbesserung der Immunregulation.

Wie lange dauert es, bis die Ergebnisse vorliegen?

Beim ALCAT-Test dauert es nach Blutentnahme und Versand per FedEx in die USA in der Regel 3–4 Wochen. Beim Imupro-Test, der in einem deutschen Labor ausgewertet wird, geht es meist etwas schneller. Danach vereinbaren wir einen Termin für das ausführliche Auswertungsgespräch in meiner Praxis in Lörrach.

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen beide Testverfahren in der Regel nicht. Manche privaten Krankenkassen erstatten anteilig – bitte vorab bei deiner Kasse anfragen. Schweizer Patientinnen: Ich bin bei Visana Services und weiteren Schweizer Kassen anerkannt.

Themen: Mikrobiom Immunologie Autoimmun
Gudrun Faller, Heilpraktikerin in Lörrach
Über die Autorin: Gudrun Faller führt seit über 25 Jahren eine Praxis für ganzheitliche Medizin in Lörrach. Ihr Schwerpunkt liegt auf hormonellen Regelkreisen, chronischen Entzündungen, Stress- und Immunregulation sowie Mikronährstofftherapie. Mitglied im Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH).

Praxis für ganzheitliche Medizin · Gudrun Faller · Belchenstrasse 19 · 79539 Lörrach · +49 7621 58 91 76 · gudrun-faller@posteo.de

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