HPU/KPU (Kryptopyrrolurie): Ursachen, Symptome & Diagnostik der stillen Stoffwechselstörung

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HPU/KPU (Kryptopyrrolurie): Ursachen, Symptome & Diagnostik der stillen Stoffwechselstörung

Kaum ein Thema wird mir in meiner Praxis in Lörrach so oft in die Sprechstunde mitgebracht wie HPU beziehungsweise KPU – meist von Frauen, die seit Jahren unter chronischer Erschöpfung, ausgeprägter Stressintoleranz und wiederkehrenden Mikronährstoffmängeln leiden, ohne dass sich dafür bislang eine klare Erklärung gefunden hätte. HPU (Hämopyrrollaktamurie) beziehungsweise KPU (Kryptopyrrolurie) beschreibt eine Stoffwechselbesonderheit, bei der der Körper vermehrt bestimmte Pyrrol-Verbindungen über den Urin ausscheidet – und dabei wichtige Mikronährstoffe wie Vitamin B6 und Zink gewissermaßen mit sich reißt. Ich arbeite in meiner Praxis bereits seit vielen Jahren eng mit dem KEAC-Institut zusammen, das sich intensiv der Erforschung dieser Problematik widmet. In diesem Beitrag erkläre ich dir, was hinter HPU/KPU steckt, welche Symptome typisch sind, und wie ich das Thema in meiner Praxis diagnostisch und therapeutisch einordne.

Kurzantwort: Bei HPU/KPU werden vermehrt Pyrrol-Verbindungen, insbesondere Hydroxyhemopyrrolin-2-on (HPL), über den Urin ausgeschieden. Diese Pyrrole binden dabei Vitamin B6 und Zink und schleusen beide unwiederbringlich aus dem Körper – mit der Folge eines funktionellen Mangels, obwohl über die Nahrung eigentlich ausreichend zugeführt wird. Typische Symptome sind chronische Erschöpfung, eine geringe Stresstoleranz, brüchige Nägel, Dehnungsstreifen ohne Gewichtsveränderung, häufige Infekte und PMS-artige Beschwerden. HPU/KPU ist ein Konzept aus der komplementärmedizinischen und orthomolekularen Praxis und nicht Teil der schulmedizinischen Standarddiagnostik – die Einordnung erfolgt bei mir auf Basis langjähriger klinischer Erfahrung und in Zusammenarbeit mit spezialisierten Laboren.

Was ist HPU/KPU?

HPU und KPU bezeichnen im Kern dasselbe Phänomen und werden je nach Quelle unterschiedlich benannt. Beschrieben wird eine erhöhte Ausscheidung von Pyrrol-Verbindungen über den Urin, vor allem von Hydroxyhemopyrrolin-2-on (HPL). Diese Pyrrole gehen im Körper eine feste Bindung mit Vitamin B6 und Zink ein, wodurch beide Mikronährstoffe über den Urin verloren gehen, statt dem Stoffwechsel zur Verfügung zu stehen. Das Ergebnis ist ein funktioneller Mangel an B6 und Zink – funktionell deshalb, weil er trotz an sich ausreichender Zufuhr über die Ernährung entsteht.

Vitamin B6 & Zink (Nahrung) Bindung an Pyrrole (HPL) Ausscheidung über den Urin Ergebnis: funktioneller B6- und Zinkmangel trotz ausreichender Zufuhr

Schematische Darstellung (eigene Grafik): Pyrrole binden Vitamin B6 und Zink und führen zu deren Verlust über den Urin.

Meine langjährige Zusammenarbeit mit dem KEAC-Institut

Da HPU/KPU ein Thema ist, das in der Schulmedizin bislang kaum erforscht wird, arbeite ich bereits seit vielen Jahren eng mit dem KEAC-Institut zusammen, das sich auf die Erforschung und Labordiagnostik dieser Stoffwechselbesonderheit spezialisiert hat. Diese langjährige Zusammenarbeit fließt direkt in meine Diagnostik und Therapieempfehlungen mit ein.

Symptome, die auf HPU/KPU hindeuten können

Die Symptomatik ist breit gefächert und oft unspezifisch, was die Einordnung erschwert: chronische Erschöpfung, eine auffallend geringe Stresstoleranz mit schneller Überforderung im Alltag, Konzentrationsstörungen, brüchige Nägel, Dehnungsstreifen ohne vorherige Gewichtsveränderung, verzögerte Wundheilung, Morgenübelkeit, Lichtempfindlichkeit, häufige Infekte sowie ausgeprägtes PMS und depressive Verstimmungen. Da sich viele dieser Symptome mit anderen Themen wie Nebennierenschwäche, Eisenmangel oder Schilddrüsenunterfunktion überschneiden, betrachte ich HPU/KPU nie isoliert. Mehr zu diesen möglichen Überschneidungen in meinen Beiträgen Cortisol & Stressachse, Ferritin Normwerte und Schilddrüsenwerte richtig verstehen.

Warum Vitamin B6 und Zink so entscheidend sind

Aktives Vitamin B6 (P5P) ist Cofaktor für weit über hundert enzymatische Reaktionen, darunter die Bildung der Neurotransmitter Serotonin, GABA und Dopamin sowie den gesamten Aminosäurestoffwechsel. Zink wiederum ist zentral für Immunsystem, Wundheilung, Hormonstoffwechsel und antioxidativen Schutz. Ein kombinierter funktioneller Mangel beider Mikronährstoffe erklärt, warum sich HPU/KPU so vielfältig äußern kann – von Nervensystem über Haut bis zu Immunsystem und Hormonhaushalt.

Mögliche Ursachen und Zusammenhänge

Diskutiert wird unter anderem eine genetische Komponente. In der Praxis beobachte ich HPU/KPU zudem häufig in Kombination mit chronischem Stress, wiederkehrenden Infekten, Darmproblemen oder einer Belastung mit Umweltfaktoren, die den Pyrrol-Stoffwechsel zusätzlich beeinflussen können. Auffällig ist außerdem eine gehäufte Beobachtung bei Frauen mit Autoimmunerkrankungen und ausgeprägter Erschöpfungssymptomatik. Mehr dazu in Nebennierenschwäche & Adrenal Fatigue: Ursachen & Therapie.

Diagnostik: Wie ich HPU/KPU in meiner Praxis abkläre

Die Diagnostik erfolgt über eine Urinuntersuchung auf HPL, die ich über spezialisierte Labore in Zusammenarbeit mit dem KEAC-Institut auswerten lasse. Ergänzend ziehe ich den Zink- und Vitamin-B6/P5P-Status im Blut sowie das klinische Beschwerdebild heran. Wichtig ist mir dabei die transparente Einordnung: HPU/KPU ist bislang kein Bestandteil der schulmedizinischen Standarddiagnostik, sondern ein Konzept aus der komplementärmedizinischen und orthomolekularen Praxis, das auf langjähriger klinischer Erfahrung beruht. Mehr zu meinem gesamten diagnostischen Vorgehen auf Diagnostik in meiner Praxis.

Therapie: Gezielte Mikronährstofftherapie

Im Zentrum der Therapie steht der gezielte Ausgleich von aktivem Vitamin B6 (P5P) und Zink, häufig ergänzt durch Magnesium und Mangan als weitere Cofaktoren. Da die Depots erst wieder aufgefüllt werden müssen, ist meist ein längerer Therapiezeitraum notwendig, und die Dosierung sollte individuell begleitet werden, um weder zu niedrig noch zu hoch zu dosieren. Mehr auf Mikronährstofftherapie in meiner Praxis.

Häufige Fragen zu HPU/KPU

Was bedeutet HPU/KPU genau?
Beide Begriffe beschreiben eine erhöhte Ausscheidung von Pyrrol-Verbindungen über den Urin, die Vitamin B6 und Zink binden und damit dem Körper entziehen.
Ist HPU/KPU wissenschaftlich anerkannt?
HPU/KPU ist bislang kein etablierter Bestandteil der schulmedizinischen Diagnostik, sondern ein Konzept aus der komplementärmedizinischen und orthomolekularen Praxis, das auf klinischer Erfahrung und spezialisierter Forschung, unter anderem am KEAC-Institut, beruht.
Welche Symptome sind typisch?
Chronische Erschöpfung, geringe Stresstoleranz, brüchige Nägel, Dehnungsstreifen ohne Gewichtsveränderung, häufige Infekte und ausgeprägtes PMS gehören zu den häufig beschriebenen Symptomen.
Wie wird HPU/KPU diagnostiziert?
Über eine Urinuntersuchung auf Hydroxyhemopyrrolin-2-on (HPL), ergänzt durch Blutwerte für Zink und Vitamin B6/P5P sowie das klinische Beschwerdebild.
Warum arbeiten Sie mit dem KEAC-Institut zusammen?
Das KEAC-Institut widmet sich seit Jahren intensiv der Erforschung von HPU/KPU. Diese Zusammenarbeit unterstützt mich bei der fundierten Einordnung von Diagnostik und Therapie in meiner Praxis.
Wie lange dauert die Therapie?
Da die Mikronährstoffdepots erst wieder aufgefüllt werden müssen, ist in der Regel eine mehrmonatige, individuell begleitete Therapie notwendig.

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Gudrun Faller, Heilpraktikerin in Lörrach
Über die Autorin: Gudrun Faller führt seit über 25 Jahren eine Praxis für ganzheitliche Medizin in Lörrach. Ihr Schwerpunkt liegt auf hormonellen Regelkreisen, chronischen Entzündungen, Stress- und Immunregulation sowie Mikronährstofftherapie. Mitglied im Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH).

Praxis für ganzheitliche Medizin · Gudrun Faller · Belchenstrasse 19 · 79539 Lörrach · +49 7621 58 91 76 · gudrun-faller@posteo.de

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