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Persönliche Erfahrung „Ich begleite Frauen in den Wechseljahren seit über 20 Jahren – und nutze selbst bioidentische Hormone. Was ich empfehle, kenne ich aus der täglichen Praxisarbeit und aus eigenem Erleben. Die Wechseljahre sind kein Leiden – sie sind ein Übergang, den man aktiv gestalten kann.“ — Gudrun Faller, Heilpraktikerin · Lörrach

Wechseljahre Lörrach – ganzheitliche Begleitung in Perimenopause & Menopause

Von Gudrun Faller, Heilpraktikerin, Praxis für ganzheitliche Medizin Lörrach

Kurzantwort Die Wechseljahre sind keine Krankheit – aber sie sind auch keine Phase, die man einfach „durchstehen“ muss. Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme und Erschöpfung sind reale Symptome mit realen biochemischen Ursachen. Und sie sind behandelbar – mit bioidentischen Hormonen, Phytotherapie, Mikronährstoffen und einer ganzheitlichen Betrachtung des gesamten Hormonsystems. In meiner Praxis in Lörrach begleite ich Frauen seit über 20 Jahren durch diese Phase – individuell, fundiert und auf Augenhöhe.
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Perimenopause, Menopause, Postmenopause – was genau passiert wann

Die meisten Frauen denken bei „Wechseljahren“ an die letzte Blutung. Tatsächlich beginnt der Prozess oft schon 8–10 Jahre früher – und die Phase danach dauert den Rest des Lebens. Ein klares Verständnis der drei Phasen ist der erste Schritt zu einer sinnvollen Therapie:

🌿 Perimenopause Ab Mitte/Ende 30 bis zur letzten Blutung. Progesteron sinkt zuerst, Östrogen schwankt stark. Zyklusveränderungen, PMS, Schlafstörungen, Stimmungstiefs. Häufig unerkannt.
Menopause Die letzte Blutung – rückwirkend definiert nach 12 Monaten ohne Blutung. Durchschnittsalter: 51 Jahre. Östrogen sinkt jetzt deutlich.
🌟 Postmenopause Die Zeit nach der letzten Blutung – lebenslang. Knochen-, Herz-, Hirn- und Schleimhautgesundheit hängen langfristig vom Östrogenstatus ab.
Die Perimenopause beginnt häufig schon Mitte 30 – manchmal früher. Viele Frauen kämpfen jahrelang mit Schlafproblemen, Stimmungsschwankungen und unerklärlicher Erschöpfung, ohne zu wissen, dass ihre Hormone bereits im Wandel sind. Ein Blick auf den Hormonstatus zu diesem Zeitpunkt kann enorm viel erklären.

Wechseljahresbeschwerden – mehr als nur Hitzewallungen

Die klassischen Symptome kennt jeder – aber das vollständige Bild überrascht viele Frauen. Es sind nicht nur Hitzewallungen:

🌡 Hitzewallungen & Nachtschwiße
🌙 Schlafstörungen, nicht erholsamer Schlaf
💭 Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Weinerlichkeit
⚖ Gewichtszunahme – besonders am Bauch
🧠 Brain Fog, Konzentrations- & Gedächtnisstörungen
😮 Erschöpfung & Energiemangel
💆 Libidoverlust & Scheidentrockenheit
✨ Haarausfall, Hautveränderungen, Juckreiz
🦴 Gelenk- & Muskelschmerzen
💓 Herzrasen & Herzstolpern
🔌 Blasenschwäche, häufiger Harndrang
🦋 Schilddrüsenveränderungen
„Das ist normal für dein Alter – da musst du durch.“ Das ist einer der Sätze, den Frauen am häufigsten hören. Er stimmt nicht. Diese Symptome haben biochemische Ursachen – und sie sind behandelbar.

Warum diese Symptome entstehen – die Hormonachse im Wandel

In den Wechseljahren verändern sich nicht nur Östrogen und Progesteron. Das gesamte Hormonsystem reorganisiert sich:

  • Progesteron sinkt zuerst – bereits ab Mitte 30, durch nachlassende Gelbkörperfunktion und Stress („Pregnenolon-Steal“). Folge: relative Östrogendominanz, PMS, Schlafprobleme, Angst.
  • Östrogen schwankt, dann sinkt es – in der Perimenopause extreme Schwankungen, dann dauerhafter Abfall. Folge: Hitzewallungen, Schleimhauttrockenheit, Knochenabbau, kardiovaskuläres Risiko.
  • Testosteron sinkt – Libido, Muskelkraft, Energie, kognitive Klarheit nehmen ab.
  • DHEA nimmt ab – Immunfunktion, Energiereserven, Stressresilienz sinken.
  • Cortisol steigt relativ – Stress wird schlechter reguliert, Schlaf fragiler, Bauchfett nimmt zu.
  • Schilddrüse verändert sich – Hypothyreose und Wechseljahre imitieren sich gegenseitig. Immer mitabklären.
Wechseljahre & Schilddrüse – häufig verwechselt Erschöpfung, Gewichtszunahme, Haarausfall, Kälteempfindlichkeit, Stimmungstiefs – das sind Symptome beider Zustände. In meiner Praxis gehört die Schilddrüsendiagnostik (TSH, fT3, fT4, Antikörper) deshalb immer zur Wechseljahres-Abklärung dazu. Besonders Hashimoto-Thyreoiditis tritt häufig in dieser Lebensphase auf oder verstärkt sich.

Hashimoto ganzheitlich betrachtet

Frühe Menopause – Wechseljahre unter 45

Eine frühe Menopause (vor dem 45. Lebensjahr) trifft etwa 5–10 % der Frauen. Eine vorzeitige Ovarialinsuffizienz (POI) vor dem 40. Lebensjahr etwa 1 %. Die Ursachen sind vielfältig: genetisch, autoimmun (Antikörper gegen Ovarialgewebe), durch Stress, nach Chemotherapie oder Operation.

Besonders wichtig bei früher Menopause: Das langfristige Risiko für Osteoporose, Herzerkrankungen und kognitivem Abbau ist erhöht. Eine frühzeitige, individuelle Hormontherapie ist hier besonders relevant – und schützend.

Bioidentische Hormone in den Wechseljahren – was sie leisten

Bioidentische Hormone haben dieselbe Molekülstruktur wie die körpereigenen Hormone. Das unterscheidet sie grundlegend von synthetischen Gestagenen (z. B. Levonorgestrel, Norethisteronacetat), die ein anderes Wirkprofil haben und mit einem anderen Risikoprofil verbunden sind.

🌿 Progesteron (bioidentisch) Schlaffördernd, beruhigend, angstlösend. Schützt Gebärmutterschleimhaut. Ergänzt Östrogen – kein synthetisches Gestagen. Häufig das erste, was fehlt.
🌿 Estradiol (E2) Knochen, Haut, Schleimhäute, Herz-Kreislauf, Gehirn. Hitzewallungen sistieren. Als Gel, Pflaster oder Creme – transdermal oft besser verträglich als oral.
🌿 Östriol (E3) Schwaches Östrogen, vor allem lokal an Schleimhäuten. Bei Scheidentrockenheit, Blasenbeschwerden, rezidivierenden Infekten – auch für östrogenempfindliche Frauen oft geeignet.
🌿 Testosteron Libido, Muskelkraft, Energie, kognitive Klarheit. Auch für Frauen relevant – in niedrigen physiologischen Dosen.
🌿 DHEA Vorstufe für Östrogen und Testosteron. Energie, Immunfunktion, Stressresilienz. Sinkt ab dem 30. Lebensjahr kontinuierlich.
🌿 Melatonin Schlafrhythmus, Antioxidans, zirkadianer Rhythmus. In den Wechseljahren häufig gestört – oft der erste und einfachste Ansatzpunkt bei Schlafproblemen.
Bioidentisch vs. synthetisch – warum der Unterschied entscheidend ist Synthetisches Progesteron (Gestagen) ist in seiner Molekülstruktur verändert – es hat deshalb ein anderes Wirkprofil: es schläft nicht, es beruhigt nicht, und manche Studien zeigen ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko spezifisch für synthetische Gestagene. Bioidentisches Progesteron zeigt diesen Zusammenhang nicht – und hat zusätzlich schützende Wirkungen auf Hirn, Schlaf und Stimmung, die synthetische Gestagene nicht haben.

Phytotherapie in den Wechseljahren – wenn Frauen keine Hormone nehmen möchten

Nicht jede Frau möchte oder kann Hormone nehmen. Die Phytotherapie bietet wirksame Alternativen – wenn sie richtig eingesetzt wird:

  • Traubensilberkerze (Cimicifuga) – gut belegt bei Hitzewallungen und Schlafstörungen. Wirkt nicht über Östrogenrezeptoren – auch bei östrogenempfindlichen Erkrankungen oft geeignet.
  • Maca – adaptogen, beeinflusst die Hypothalamus-Hypophysen-Achse ohne Östrogen zu erhöhen. Gut bei Hitzewallungen und Libidoverlust.
  • Isoflavone (Rotklee, Soja) – Phytoöstrogene mit gewebespezifischer Wirkung. Nur bei Equol-Produzenten voll wirksam.
  • Salbei – klassisch bei Schwitzneigung und Hitzewallungen.
  • Ashwagandha – unterstützt die Stressachse, verbessert Schlaf und Stimmung in der Perimenopause.
  • Frauenmantel – progesteronunterstützend, besonders in der frühen Perimenopause sinnvoll.
🔗 Vertiefender Blogbeitrag: PCOS und Low Carb – Hormone und Ernährung Wie Ernährung direkt auf Hormonspiegel wirkt – auch relevant in den Wechseljahren.

Langzeitschutz – warum Wechseljahresbegleitung weit über Symptome hinausgeht

Östrogen ist nicht nur ein „Frauenhormon“ – es schützt Knochen, Herz, Gefäße und Gehirn. Mit dem Östrogenabfall nach der Menopause steigen langfristige Risiken, die viele Frauen nicht mit den Wechseljahren in Verbindung bringen:

  • Osteoporose – Knochenabbau beschleunigt sich nach der Menopause dramatisch. In den ersten 5–10 Jahren nach der Menopause verlieren Frauen bis zu 20 % ihrer Knochendichte.
  • Herz-Kreislauf – nach der Menopause steigt das kardiovaskuläre Risiko der Frau auf das Niveau des Mannes. Östrogen hatte gefäßschützende Wirkung.
  • Gehirn & Demenz – Östrogen ist neuroprotektiv. Aktuelle Forschung zeigt: frühzeitige Hormontherapie könnte das Alzheimerrisiko senken.
  • Genitourektale Atrophie – Schleimhautveränderungen in Vagina und Blase führen zu Trockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und rezidivierenden Harnwegsinfekten.
Die Entscheidung für oder gegen eine Hormontherapie ist immer individuell – sie hängt ab von Symptomen, Familienanamnese, Risikoprofil und persönlicher Präferenz. Meine Aufgabe ist es, diese Entscheidung auf einer fundierten Grundlage zu unterstützen – nicht zu treffen.

Wechseljahresbegleitung in Lörrach – mein Ansatz

  1. Ausführliche Anamnese Wann begannen die ersten Veränderungen? Welche Symptome belasten am meisten? Familienanamnese, Vorerkrankungen, aktuelle Medikamente – alles hat Einfluss auf die Therapieentscheidung.
  2. Individuelle Hormondiagnostik Östradiol, Progesteron, FSH, LH, Testosteron, SHBG, DHEA-S, Cortisol-Tagesprofil, Schilddrüse vollständig. Bei Bedarf Speichelanalyse für freie Hormonfraktionen.
  3. Ergänzende Diagnostik Mikronährstoffstatus (Vitamin D, Magnesium, B12, Omega-3), Entzündungsmarker, Knochen-Stoffwechselmarker, ggf. Darmdiagnostik (Östrobolom).
  4. Individuelles Therapiekonzept Bioidentische Hormone, Phytotherapie, Mikronährstoffe, Ernährungsanpassung, Stressregulation – je nach Befund, Symptomen und Präferenz.
  5. Engmaschige Verlaufskontrolle Hormone verändern sich in dieser Phase schnell. Ich passe das Konzept regelmäßig an – und begleite langfristig.

Wechseljahres-Diagnostik in Lörrach – was ich untersuche

Östradiol (E2), Östriol (E3) Progesteron (Blut & Speichel) FSH & LH Testosteron, freies Testosteron, SHBG DHEA-S Cortisol-Tagesprofil (Speichel) Schilddrüse: TSH, fT3, fT4, TPO-AK Vitamin D, Magnesium, B12, Omega-3 hsCRP, Ferritin (Entzündung) HbA1c, HOMA-IR (Insulinresistenz) Knochenstoffwechsel (Osteocalcin, CTX)

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Die Wechseljahre aktiv gestalten – nicht erleiden

Vereinbare dein Erstgespräch in meiner Praxis in Lörrach. Ich nehme mir Zeit für deine Beschwerden, deine Geschichte und das, was dir wichtig ist. Seit über 20 Jahren begleite ich Frauen durch diese Phase – mit Erfahrung, Fingerspitzengefühl und echter Individualität.

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Häufige Fragen zu den Wechseljahren

Ab wann beginnen die Wechseljahre?

Die Perimenopause beginnt häufig schon Mitte bis Ende 30 – mit ersten Zyklusveränderungen, PMS, Schlafproblemen und Stimmungsschwankungen. Die meisten Frauen bemerken die Wechseljahre erst später, wenn Hitzewallungen einsetzen. Die letzte Blutung (Menopause) liegt im Durchschnitt bei 51 Jahren.

Sind bioidentische Hormone sicher?

Bioidentische Hormone haben eine andere Datenlage als synthetische Gestagene, die in der WHI-Studie 2002 kritisch bewertet wurden. Bioidentisches Progesteron – im Unterschied zu synthetischen Gestagenen – zeigt in aktuellen Studien kein erhöhtes Brustkrebsrisiko und hat zusätzlich neuroprotektive und schlaffördernde Eigenschaften. Die Entscheidung ist immer individuell – auf Basis deines persönlichen Risikoprofils.

Was, wenn ich keine Hormone nehmen möchte?

Es gibt wirksame pflanzliche Alternativen – Traubensilberkerze, Maca, Isoflavone, Salbei, Frauenmantel – die je nach Beschwerdebild sinnvoll eingesetzt werden können. Mikronährstoffe, Stressregulation und Ernährungsanpassung sind unabhängig davon immer sinnvoll. Ich berate dich ehrlich – auch wenn das Ergebnis ist, dass Hormone für dich gerade nicht das Richtige sind.

Kann ich trotz Hashimoto oder nach Brustkrebs Hormone nehmen?

Das ist eine der häufigsten und wichtigsten Fragen – und die Antwort ist nicht pauschal. Bei Hashimoto: Hormone können die Schilddrüsenfunktion beeinflussen und umgekehrt – eine sorgfältige Abstimmung ist wichtig. Nach Brustkrebs: abhängig von Tumortyp, Therapie und individuellem Risikoprofil – hier arbeite ich eng mit dem behandelnden Arzt zusammen.

Wie lange dauert eine Hormontherapie in den Wechseljahren?

Das ist sehr individuell. Manche Frauen brauchen Unterstützung für 2–3 Jahre, andere begleite ich langfristig – weil die Schutzwirkungen auf Knochen, Herz und Gehirn dauerhaft relevant sind. Es gibt keine Standarddauer. Alle 6–12 Monate wird der Status neu bewertet und angepasst.

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Heilpraktikerleistungen in der Regel nicht. Schweizer Patientinnen: Ich bin bei Visana Services und weiteren Schweizer Kassen sowie der SUVA anerkannt – Abrechnung auch nach Tarif 590 möglich.

Über die Autorin: Gudrun Faller führt seit über 25 Jahren eine Praxis für ganzheitliche Medizin in Lörrach. Ihr Schwerpunkt liegt auf hormonellen Regelkreisen, chronischen Entzündungen, Stress- und Immunregulation sowie Mikronährstofftherapie. Alle Inhalte basieren auf langjähriger Praxiserfahrung und aktueller naturheilkundlicher Diagnostik.

Praxis für ganzheitliche Medizin · Gudrun Faller · Belchenstrasse 19 · 79539 Lörrach · +49 7621 58 91 76 · gudrun-faller@posteo.de

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