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Silent Inflammation: Wenn dein Körper still entzündet ist – Symptome, Tests & echte Lösungen

📅 Mai 2025 ✍️ Gudrun Faller Autoimmun Immunologie Stress Mikrobiom Mikronährstoffe Hormone

Silent Inflammation: Wenn dein Körper still entzündet ist – Symptome, Tests & echte Lösungen

Du bist müde, obwohl du schläfst. Du nimmst zu, obwohl du auf deine Ernährung achtest. Dein Kopf ist träge, deine Gelenke fühlen sich schwer an, deine Stimmung schwankt ohne erkennbaren Grund. Kein Arzt findet etwas „Richtiges" – die Blutwerte sehen „normal" aus. Was hier hinter den Kulissen passieren kann, hat einen Namen: Silent Inflammation, auf Deutsch stille Entzündung oder Low-Grade-Inflammation. Es ist eine der am häufigsten übersehenen Ursachen chronischer Beschwerden – und in meiner Praxis für ganzheitliche Medizin in Lörrach ist sie eines meiner zentralen Diagnostik- und Therapiethemen. Dieser Artikel erklärt, was stille Entzündungen sind, warum klassische Laborwerte sie verpassen, wie wir sie aufspüren – und was wirklich dagegen hilft.

Kurzantwort Silent Inflammation (Low-Grade-Inflammation) ist eine dauerhaft leicht erhöhte Entzündungsaktivität im Körper, die unterhalb der klassischen Entzündungsschwellen bleibt und deshalb in Standardbluttests kaum auffällt. Sie beeinflusst Hormone, Immunsystem, Darm, Gehirn und Stoffwechsel – und gilt als zentraler Treiber von Erschöpfung, Gewichtszunahme, Hormonstörungen und Autoimmunprozessen.

Was ist Silent Inflammation – und warum merkt man sie nicht?

Klassische Entzündungen kennen wir alle: Rötung, Schwellung, Schmerz, Fieber. Das Immunsystem reagiert auf einen Auslöser – und der Körper zeigt es deutlich. Eine stille Entzündung funktioniert anders. Sie ist chronisch, niedrigschwellig und systemisch – das bedeutet, sie betrifft nicht ein einzelnes Gewebe, sondern den gesamten Organismus. Es gibt keine offensichtlichen Symptome, die direkt auf Entzündung hindeuten. Und genau das macht sie so gefährlich.

Der Fachbegriff lautet Low-Grade Chronic Inflammation oder auch subclinische Inflammation. Das Immunsystem befindet sich in einem dauerhaften Aktivierungszustand – nicht so stark wie bei einer Infektion, aber stark genug, um über Monate und Jahre tiefgreifende Schäden im Stoffwechsel, in den Hormonsystemen, im Gehirn und im Darm zu hinterlassen.

Warum klassische Labortests sie verpassen

Standard-CRP (C-reaktives Protein) und BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit) messen akute Entzündungen. Bei einer stillen Entzündung sind diese Werte häufig im Normbereich – oder nur minimal erhöht. Was wirklich Auskunft gibt, sind spezifischere Marker wie hsCRP (hochsensitives CRP), Interleukin-6 (IL-6), TNF-alpha, Homocystein, Ferritin und Zytokinprofile – Tests, die in der Regelversorgung kaum angeboten werden.

Symptome stiller Entzündungen – das steckt oft dahinter

🔍 Typische Signale einer Low-Grade-Inflammation
  • Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung, die sich durch Schlaf nicht bessert
  • Brain Fog – geistige Trägheit, schlechte Konzentration, Wortfindungsstörungen
  • Gewichtszunahme, besonders am Bauch (Viszeralfett), trotz normaler Kalorienzufuhr
  • Gelenk- und Muskelschmerzen ohne klare orthopädische Ursache
  • Verdauungsprobleme, Blähungen, wechselhafte Stuhlgewohnheiten
  • Stimmungsschwankungen, erhöhte Reizbarkeit, depressive Verstimmungen
  • Hormonstörungen: unregelmäßiger Zyklus, PMS, Östrogen-Dominanz, Schilddrüsenprobleme
  • Häufige Infekte oder ein Immunsystem, das überreagiert
  • Schlafstörungen trotz Erschöpfung

Wenn du mehrere dieser Beschwerden kennst – und die bisherigen Untersuchungen keine klare Erklärung lieferten – dann lohnt es sich, den Fokus auf stille Entzündungsprozesse zu richten.

Erkennst du dich hier wieder? Komm zur Diagnostik in die Praxis →

Ursachen und Treiber – was stille Entzündungen anfacht

Stille Entzündungen entstehen nicht über Nacht. Sie sind das Ergebnis einer Kombination aus Lebensstil, Ernährung, Darmgesundheit, chronischem Stress und oft genetischer Vorbelastung. Die häufigsten Auslöser:

Ernährung und Lebensstil

  • Stark verarbeitete Lebensmittel mit trans-Fetten, raffiniertem Zucker und Omega-6-lastigem Pflanzenöl
  • Chronisch hoher Blutzucker – auch subklinische Insulinresistenz aktiviert Entzündungspfade
  • Schlafmangel: schon wenige Nächte mit unter 6 Stunden erhöhen IL-6 messbar
  • Bewegungsmangel oder exzessiver Sport ohne Regeneration
  • Rauchen, Alkohol, Umweltgifte (Pestizide, Schwermetalle, Weichmacher)

Darm und Mikrobiom

Ein gestörtes Mikrobiom ist einer der stärksten Treiber systemischer Entzündungen. Bei einem durchlässigen Darm (Leaky Gut) gelangen bakterielle Bestandteile wie Lipopolysaccharide (LPS) in den Blutkreislauf und lösen eine dauerhafte Immunaktivierung aus – ohne dass jemand „krank" wirkt im klassischen Sinne.

Chronischer Stress

Dauerhafter psychischer und körperlicher Stress dysreguliert die HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse). Cortisol wirkt kurzfristig entzündungshemmend – bei chronischer Belastung verliert es jedoch diese Schutzwirkung: Die Rezeptoren werden unempfindlich, die Entzündungsbremse versagt. Das Ergebnis ist eine paradoxe Situation: hoher Stresshormonspiegel und hohe Entzündungsaktivität gleichzeitig.

Autoimmunprozesse und genetische Disposition

Bei Autoimmunerkrankungen oder deren Vorstufen ist Low-Grade-Inflammation oft der früheste messbare Hinweis – manchmal Jahre vor der eigentlichen Diagnose. Bestimmte Genvarianten (z. B. im IL-6-, TNF-alpha- oder NFkB-Pathway) erhöhen die individuelle Entzündungsneigung.

Wie stille Entzündungen deine Hormone sabotieren

Dieser Zusammenhang wird in der konventionellen Medizin noch viel zu selten besprochen – dabei ist er zentral für das Verständnis vieler chronischer Beschwerden, besonders bei Frauen.

Cortisol-Dysregulation

Chronische Entzündung und Cortisolsystem stehen in einer Wechselwirkung: Entzündung erhöht den Cortisolbedarf, gleichzeitig erschöpft sie die Nebennierenfunktion. Das Resultat ist ein gestörter Tages-Cortisol-Rhythmus – morgens zu niedrig (keine Energie), abends zu hoch (kein Schlaf). Erschöpfung, die sich nicht durch Schlaf beseitigen lässt, ist oft ein Zeichen dieses Musters. Mehr dazu findest du auch unter dem Thema Adrenal Fatigue.

Insulinresistenz und Viszeralfett

Entzündungsbotenstoffe wie IL-6 und TNF-alpha stören direkt die Insulinsignalkaskade in den Zellen. Die Folge: Die Zellen reagieren nicht mehr richtig auf Insulin – der Blutzucker bleibt erhöht, die Bauchspeicheldrüse pumpt mehr Insulin, und der Körper lagert vermehrt Fett ein – insbesondere Viszeralfett (Bauchfett um die inneren Organe). Viszeralfett ist dabei kein passives Fettdepot: Es produziert selbst Entzündungsbotenstoffe und verstärkt damit die stille Entzündung – ein sich selbst verstärkender Teufelskreis.

Das erklärt, warum viele Frauen trotz gesunder Ernährung nicht abnehmen: Solange die zugrundeliegende Entzündung nicht behandelt wird, bleibt der Stoffwechsel im „Alarm-Modus" und Gewichtsreduktion ist kaum möglich.

Östrogen-Metabolismus und Hormondominanz

Entzündliche Prozesse beeinflussen den Leberstoffwechsel und damit den Abbau von Östrogenen. Sind Leber und Darm durch Entzündung belastet, werden Östrogene schlechter inaktiviert und wieder in den Kreislauf rückresorbiert – das begünstigt eine relative Östrogen-Dominanz: PMS, starke Menstruation, Zysten, Schlafstörungen in der zweiten Zyklushälfte, Stimmungsschwankungen und auch erschwertes Abnehmen können die Folge sein. Gleichzeitig beeinflusst Entzündung die Schilddrüsenfunktion – oft ohne dass die klassischen TSH-Werte deutlich abweichen. Themen der Frauenheilkunde, die ich in der Praxis immer gemeinsam mit dem Entzündungsstatus betrachte.

💡 Aus der Praxis

Eine Patientin, 44, kam mit hartnäckiger Gewichtszunahme am Bauch, Erschöpfung und Zyklusunregelmäßigkeiten. TSH unauffällig, CRP im Normbereich. Im erweiterten Entzündungsprofil: hsCRP deutlich erhöht, IL-6 grenzwertig, Ferritin erhöht, Homocystein hoch – ein klares Bild chronischer Entzündungsaktivität. Nach gezielter anti-inflammatorischer Therapie (Ernährung, Curcumin, Omega-3, Darmaufbau) normalisierten sich Gewicht, Zyklusqualität und Energielevel innerhalb von vier Monaten messbar.

Entzündungsdiagnostik in der Praxis – gezielt und aussagekräftig

Du möchtest wissen, ob stille Entzündungen hinter deinen Beschwerden stecken? In meiner Praxis in Lörrach führe ich eine umfassende Entzündungsdiagnostik durch – inklusive Zytokinprofil, hsCRP, Homocystein, Ferritin, Darmanalyse und Hormonstatus.

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Entzündungsdiagnostik in der Praxis: Was wir messen – und warum

Mein Ansatz beginnt mit einem erweiterten Laborprofil, das über den Standard hinausgeht. Zum Beispiel geben folgende Parameter ein realistisches Bild der Entzündungsaktivität:

🔬 Entzündungsmarker in der Diagnostik
  • hsCRP (hochsensitives CRP): empfindlichster Standardmarker für niedrigschwellige Entzündung; ein Wert über 1 mg/l gilt bereits als erhöhtes Risiko
  • IL-6 (Interleukin-6): zentrales pro-inflammatorisches Zytokin; treibt Insulinresistenz, Cortisol-Dysregulation und Fatigue
  • TNF-alpha: Tumornekrosefaktor; Schlüsselmolekül bei chronischer Entzündung und Autoimmunprozessen
  • Zytokinprofil: gibt einen differenzierten Überblick über das Gleichgewicht zwischen pro- und anti-inflammatorischen Botenstoffen
  • Homocystein: Marker für Methylierungsstörungen und vaskuläre Entzündung; erhöhte Werte stehen im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Risiko, Erschöpfung und Depressionen
  • Ferritin: Akutphasenprotein; erhöhte Werte können auf Entzündung hinweisen (nicht nur auf Eisenspeicher)
  • Oxidativer Stress / 8-OHdG: bei Bedarf als Marker für zellulären Entzündungsschaden
  • Mikrobiom- und Darmpermeabilitätstest: zur Beurteilung des Darms als Entzündungsquelle
  • Hormon- und Schilddrüsenprofil: zur Beurteilung der Wechselwirkungen zwischen Entzündung und Endokrinium

Diese Diagnostik erlaubt es, ein individuelles Bild zu zeichnen – statt Symptome isoliert zu behandeln. Welche Tests sinnvoll sind, entscheide ich gemeinsam mit dir im Erstgespräch. Es gibt auch abgesehen von den oben genannten einige andere mehr.

Jetzt Ersttermin buchen und Entzündungsstatus klären →

Therapie Teil 1: Anti-inflammatorische Ernährung – was wirklich zählt

Ernährung ist das mächtigste Werkzeug gegen stille Entzündungen – und gleichzeitig das, das am häufigsten falsch eingesetzt wird. Es geht nicht um eine Diät, sondern um eine grundlegende Veränderung der Signalwirkung deiner Nahrung auf dein Immunsystem.

Das entzündungsfördernde Muster (was raus muss)

  • Raffinierter Zucker und Weißmehlprodukte (erhöhen IL-6, treiben Insulinresistenz)
  • Industrielle Pflanzenöle reich an Omega-6 (Sonnenblumen-, Maiskeimöl) – fördern Arachidonsäure-Kaskade
  • Transfette aus Fertigprodukten, Fast Food und gehärteten Fetten
  • Alkohol (erhöht Darmdurchlässigkeit und Entzündungsbotenstoffe direkt)
  • Stark verarbeitete Fertigprodukte mit Zusatzstoffen, Emulgatoren und Konservierungsmitteln

Das anti-inflammatorische Muster (was rein kommt)

  • Fetthaltiger Fisch (Lachs, Makrele, Sardinen): Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA hemmen direkt die Cyclooxygenase-2 (COX-2) – denselben Weg, den auch Ibuprofen geht
  • Buntes Gemüse und Beeren: reich an Polyphenolen, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen
  • Extra-Natives Olivenöl: Oleocanthal wirkt ähnlich wie ein natürliches NSAR
  • Fermentierte Lebensmittel (Sauerkraut, Kefir, Kimchi): unterstützen das Mikrobiom und senken LPS-induzierte Entzündung
  • Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen: Ballaststoffe als Nahrung für anti-inflammatorische Bakterien
  • Intermittierendes Fasten: Fastenphasen aktivieren Autophagie (zelluläre Selbstreinigung) und senken IL-6 nachweislich

Therapie Teil 2: Pflanzenstoffe und Mikronährstoffe mit nachgewiesener Wirkung

Neben der Ernährungsumstellung gibt es eine Reihe gut erforschter Substanzen, die gezielt in entzündliche Signalkaskaden eingreifen. In meiner Praxis setze ich diese individuell – nach Laborbefund und Beschwerdemuster – ein, nicht als Standardpaket.

Substanz Wirkmechanismus Besonders geeignet bei
Curcumin (bioverfügbar) Hemmt NFkB (zentraler Entzündungs-Schalter), senkt IL-6, TNF-alpha und COX-2 Gelenken, Brain Fog, Darm, Autoimmun
Omega-3 (EPA/DHA) Verschiebt Eicosanoid-Gleichgewicht zugunsten anti-inflammatorischer Mediatoren (Resolvine, Protectine) Hormonen, Herz-Kreislauf, Stimmung, Gelenken
Resveratrol SIRT1-Aktivierung, hemmt NFkB, antioxidativ Stoffwechsel, Insulinresistenz, Alterungsprozesse
Quercetin Mastzellstabilisierung, hemmt Histaminausschüttung, anti-inflammatorisch Allergien, Darm, Atemwege, Autoimmun
Boswellia (Weihrauch) Hemmt 5-Lipoxygenase (5-LOX) – ein Entzündungsweg, den Ibuprofen nicht erreicht Gelenken, Darm (CED), Atemwegen
Vitamin D3 + K2 Immunmodulatorisch, reguliert Zytokinausschüttung, reduziert Autoimmunneigung Immunsystem, Knochen, Hormonen, Stimmung
Magnesium Cofaktor in über 300 Enzymen; senkt CRP und IL-6 bei Mangel messbar Stress, Muskel/Nerven, Schlaf, Insulinsensitivität
Zink + Selen Antioxidativer Schutz, Immunregulation, Schilddrüsenstoffwechsel Immunsystem, Schilddrüse, Autoimmun
Alpha-Liponsäure Potentes Antioxidans, verbessert Insulinsensitivität, regeneriert andere Antioxidantien Insulinresistenz, Neuropathie, Stoffwechsel
Probiotika (gezielte Stämme) Stärken Darmbarriere, reduzieren LPS-Translokation und systemische Entzündung Darm, Immunsystem, Allergien, Brain Fog

Wichtig: Nicht jede Substanz ist für jede Person sinnvoll. Curcumin z. B. interagiert mit Blutverdünnern; hochdosiertes Resveratrol kann den Östrogenstoffwechsel beeinflussen. Die Auswahl richtet sich nach deinem Labor, deinen Medikamenten und deiner individuellen Geschichte. Eine professionelle Begleitung ist kein Luxus – sie ist Voraussetzung für echte Wirkung. Das Thema verbindet sich eng mit Mikronährstoffen und orthomolekularer Therapie.

Therapie Teil 3: Lebensstilmedizin – die unterschätzten Hebel

Neben Ernährung und gezielten Substanzen gibt es Lebensstilfaktoren, deren anti-inflammatorische Wirkung wissenschaftlich gut belegt ist – und die in der Praxis dennoch oft unterschätzt werden:

  • Schlaf: 7–9 Stunden tiefer Schlaf senken IL-6 und TNF-alpha messbar; schon eine Nacht mit 4 Stunden Schlaf erhöht Entzündungsmarker signifikant
  • Moderates Ausdauertraining: aktiviert anti-inflammatorische Myokine (IL-10, IL-1ra) – aber Vorsicht: Übertraining erhöht Entzündung
  • Stressreduktion: Achtsamkeit, Yoga, Atemübungen und Nervensystem-Regulation senken Cortisol und damit indirekt die Zytokinproduktion; das Nervensystem ist eng mit dem Immunsystem verbunden (Neuroimmunomodulation)
  • Kälte- und Wärmeanwendungen: Wechseldusche, Sauna – beides moduliert das vegetative Nervensystem und hat messbare Effekte auf Entzündungsmarker
  • Toxinreduktion: Plastik meiden, Bio-Lebensmittel, Wasserfilter – Umweltgifte sind oft unterschätzte Entzündungstreiber

Häufige Fragen zu Silent Inflammation

Wie kann ich herausfinden, ob ich eine stille Entzündung habe?

Über ein erweitertes Blutbild mit spezifischen Entzündungsmarkern wie hsCRP, IL-6, TNF-alpha, Homocystein und Ferritin. Standard-CRP reicht dafür in der Regel nicht aus. In meiner Praxis in Lörrach biete ich eine gezielte Entzündungsdiagnostik inklusive Zytokinprofil an.

Kann stille Entzündung Gewichtszunahme verursachen?

Ja – über mehrere Wege: Entzündungsbotenstoffe stören die Insulinsignalkaskade und fördern Insulinresistenz. Das begünstigt die Anlagerung von Viszeralfett, das seinerseits weitere Entzündungsbotenstoffe produziert. Gleichzeitig beeinflusst Entzündung den Östrogen- und Schilddrüsenstoffwechsel, was den Energieumsatz senkt.

Was ist der Zusammenhang zwischen Darm und stiller Entzündung?

Ein durchlässiger Darm (Leaky Gut) lässt bakterielle Bestandteile wie LPS in den Blutkreislauf. Das Immunsystem reagiert mit dauerhafter Aktivierung – klassische stille Entzündung. Gleichzeitig produzieren entzündungshemmende Darmbakterien kurzkettige Fettsäuren, die die Entzündung regulieren. Ein gesundes Mikrobiom ist deshalb eine der wichtigsten Grundlagen anti-inflammatorischer Therapie.

Wie lange dauert es, bis anti-inflammatorische Therapie wirkt?

Erste spürbare Verbesserungen (mehr Energie, besserer Schlaf, weniger Gelenksymptome) zeigen sich oft nach 4–8 Wochen. Messbare Veränderungen der Laborwerte sind häufig nach 3 Monaten sichtbar. Eine vollständige Stabilisierung kann 6–12 Monate in Anspruch nehmen – abhängig von der Ausgangslage und der Konsequenz der Umsetzung.

Ist stille Entzündung dasselbe wie eine Autoimmunerkrankung?

Nein, aber es gibt enge Zusammenhänge. Stille Entzündung ist häufig die Vorstufe oder der Begleitprozess von Autoimmunerkrankungen. Wer eine genetische Autoimmunneigung hat, ist durch chronische Low-Grade-Inflammation deutlich stärker gefährdet, eine manifeste Autoimmunerkrankung zu entwickeln.

Hilft Curcumin wirklich gegen Entzündungen?

Curcumin ist einer der am besten erforschten natürlichen Entzündungshemmer. Es greift in den NFkB-Signalweg ein, der als zentraler Schalter vieler Entzündungsprozesse gilt. Entscheidend ist die Bioverfügbarkeit: Herkömmliches Curcumin wird kaum absorbiert. Phytosomale oder liposomale Zubereitungen oder die Kombination mit Piperin (Bioperin) erhöhen die Aufnahmerate um ein Vielfaches.

Kann ich die Entzündungsmarker auch selbst testen lassen?

Einzelne Marker wie hsCRP oder Homocystein sind über einige Labore auch ohne ärztliche Anordnung verfügbar. Sinnvoller ist jedoch ein umfassendes Profil mit fachkundiger Interpretation – denn ein einzelner erhöhter Wert sagt wenig; erst im Zusammenspiel mit Hormonstatus, Mikronährstoffen und Darmbefund ergibt sich ein aussagekräftiges Bild.


Stille Entzündung aufspüren – bevor sie zur Diagnose wird

Du erkennst dich in diesem Artikel wieder? Dann lass uns gemeinsam schauen, was in deinem Körper wirklich passiert. In meiner Praxis für ganzheitliche Medizin in Lörrach biete ich eine umfassende Entzündungsdiagnostik und einen individuellen Therapieplan – mit echten Laborbefunden, klaren Zusammenhängen und einem Weg nach vorn.

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Gudrun Faller – Heilpraktikerin, Praxis für ganzheitliche Medizin, Lörrach

Gudrun Faller führt seit über 25 Jahren eine Praxis für ganzheitliche Medizin in Lörrach. Ihr Schwerpunkt liegt auf hormonellen Regelkreisen, chronischen Entzündungen, Stress- und Immunregulation sowie Mikronährstofftherapie. Alle Inhalte basieren auf langjähriger Praxiserfahrung und aktueller naturheilkundlicher Diagnostik.

Weitere Themen in der Praxis: Autoimmunerkrankungen · Immunologie · Mikrobiom & Darm · Stress & Nebenniere · Adrenal Fatigue · Frauenheilkunde · Orthomolekulare Therapie

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