Immunologie
Hashimoto. Ganzheitlich betrachtet
Hashimoto ganzheitlich: Warum L-Thyroxin allein oft nicht reicht
Du nimmst täglich deine Schilddrüsentablette. Dein TSH ist "im Normbereich". Der Arzt sagt: "Alles gut, Ihre Werte stimmen." Aber du fühlst dich nicht gut. Du bist müde, frierst ständig, nimmst zu, obwohl du nicht mehr isst. Deine Haare fallen aus. Dein Gehirn fühlt sich vernebelt an.
"Vielleicht bin ich einfach nicht belastbar genug. Vielleicht ist das jetzt halt so mit Hashimoto."
Nein. Das muss nicht so sein.
Die Wahrheit ist: L-Thyroxin ist wichtig und lebensnotwendig für viele Hashimoto-Patienten. Aber es ist oft nur ein Puzzleteil – nicht die komplette Lösung. Dein Körper braucht mehr als nur eine Tablette, um optimal zu funktionieren.
Lass uns verstehen, was bei Hashimoto wirklich passiert – und was du tun kannst, um endlich wieder gut zu leben.
Was ist Hashimoto überhaupt?
Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der dein Immunsystem deine Schilddrüse angreift. Genauer gesagt: Es bildet Antikörper gegen die Schilddrüse und zerstört langsam das Gewebe.
Die Zahlen sind beeindruckend:
Was passiert in der Schilddrüse?
Deine Schilddrüse ist eine kleine, schmetterlingsförmige Drüse am Hals. Sie produziert Schilddrüsenhormone:
Bei Hashimoto:
Ich sage immer: Der Täter ist das Immunsystem- das Opfer die Schilddrüse. Behandelt wird aber immer nur mit Hormonersatztherapie. Das Immunsystem wird nie beachtet!
Typische Symptome:
Das Problem mit L-Thyroxin allein
L-Thyroxin (z.B. Euthyrox, L-Thyrox) ist synthetisches T4. Es ist der Standard in der Behandlung – und für viele Menschen funktioniert es gut.
Aber für etwa 10-20% der Patienten reicht es nicht.
Warum nicht?
1. Dein Körper muss T4 in T3 umwandeln (Conversion)
L-Thyroxin liefert nur T4. Aber T4 ist nicht das aktive Hormon – es ist ein Vorläufer. Dein Körper muss es in T3 umwandeln, damit es wirkt.
Diese Umwandlung passiert vor allem in:
Wenn diese Umwandlung gestört ist, hast du genug T4 im Blut (der Arzt sagt: "Alles normal"), aber zu wenig aktives T3 in den Zellen. Da aber meist nur TSH gemessen wird, und nicht die beiden Hormone dazu, wird selten an der Medikation etwas geändert. Leider auch nicht, wenn ft3 im Labor niedrig ist!
Was stört die T4→T3-Umwandlung?
Das Ergebnis:
2. Reverse T3 (rT3) – die "Bremse" für deinen Stoffwechsel
Hier wird's interessant: Dein Körper kann T4 nicht nur in aktives T3 umwandeln, sondern auch in reverse T3 (rT3) – eine inaktive Form, die wie eine Bremse wirkt. Dies wird aber nie gemessen!
Wann produziert der Körper rT3?
Das Problem: rT3 blockiert die Rezeptoren für aktives T3. Es ist wie ein falscher Schlüssel, der das Schloss blockiert – und das aktive T3 kann nicht mehr andocken.
Ergebnis:
3. Individuelle Unterschiede
Manche Menschen brauchen einfach etwas T3, auch wenn die Umwandlung theoretisch funktioniert. Warum? Genetik, individuelle Stoffwechsel-Unterschiede.
Viele Hashimoto-Patienten berichten:
Die Alternativen: T3-Kombination und natürliches Schilddrüsenhormon
Wenn L-Thyroxin allein nicht ausreicht, gibt es Optionen.
Option 1: L-Thyroxin + T3 (Kombitherapie)
Was ist das?
Für wen sinnvoll?
Vorteile:
Nachteile:
Wichtig: T3 nicht einfach selbst dazunehmen! Dosierung muss ärztlich überwacht werden. Zu viel T3 kann Herzrasen, Nervosität verursachen.
Option 2: NDT (Natürliches Schilddrüsenhormon)
Was ist NDT?
Für wen sinnvoll?
Vorteile:
Nachteile:
Meine Sicht: Beides hat seinen Platz. Für viele ist L-Thyroxin völlig ausreichend. Andere profitieren von T3-Kombi oder NDT. Es ist individuell. Man muss es ausprobieren!
Die Autoimmun-Komponente: Warum greift dein Körper die Schilddrüse an?
Die eigentliche Frage bei Hashimoto ist nicht "Wie ersetze ich Hormone?", sondern "Warum greift mein Immunsystem meine Schilddrüse an – und wie stoppe ich das?"
Trigger 1: Gluten – der kontroverse Faktor
Die Theorie: Gluten (ein Protein in Weizen, Roggen, Gerste) kann bei empfindlichen Menschen die Darmbarriere schädigen → Immunsystem wird aktiviert → Gluten-Proteine ähneln Schilddrüsengewebe → Autoimmunität.
Die Wissenschaft:
Meine Erfahrung: Etwa 30-40% meiner Hashimoto-Patienten profitieren deutlich von glutenfreier Ernährung. Antikörper sinken, Symptome bessern sich. Bei anderen: kein Unterschied.
Empfehlung:
Nicht dogmatisch werden! Glutenfrei ist kein Allheilmittel, aber für manche ein wichtiger Baustein.
Trigger 2: Darm – die Wurzel vieler Übel
Die Verbindung:
Bei vielen Hashimoto-Patienten finde ich:
Was tun?
Das braucht Zeit (3-12 Monate), aber es lohnt sich.
Trigger 3: Infekte – besonders EBV
Der Zusammenhang: Etwa 80% der Hashimoto-Patienten haben Hinweise auf eine EBV-Infektion. Zufall? Wahrscheinlich nicht.
Wie kann ein Virus Hashimoto triggern?
Trigger 4: Stress – der unterschätzte Faktor
Chronischer Stress:
Trigger 5: Toxine und Schwermetalle
Umweltgifte, die mit Hashimoto assoziiert sind:
Die kritischen Mikronährstoffe bei Hashimoto
Deine Schilddrüse kann ohne bestimmte Nährstoffe nicht funktionieren – und dein Immunsystem auch nicht.
Selen – der Star
Warum so wichtig?
Studien zeigen:
Wie viel?
Wichtig: Nicht über 400 µg täglich (kann toxisch sein).
Zink – für Immunsystem und Umwandlung
Warum wichtig?
Eisen – oft übersehen
Warum wichtig?
Das Problem:
Wie viel?
Vitamin D – der Immunmodulator
Warum wichtig?
Weitere wichtige Nährstoffe:
Die Jod-Kontroverse: Freund oder Feind?
Das ist DAS kontroverse Thema bei Hashimoto.
Die beiden Lager:
Schulmedizin: "Jod ist bei Hashimoto gefährlich. Kann Entzündung verschlimmern. Besser meiden!"
Naturheilkunde: "Jodmangel ist ein Mitauslöser. Intelligente Jod-Supplementierung kann helfen."
Was stimmt?
Beide haben Recht – für unterschiedliche Situationen.
Fakt 1: Jod ist essentiell
Fakt 2: Zu viel Jod kann Entzündung triggern
Meine Empfehlung:
1. Jod-Status testen
2. Wenn Jod supplementiert wird:
3. Jodreiche Lebensmittel:
4. Was meiden:
Extremes Meiden ist genauso falsch wie hochdosierte Supplementierung.
Nebennieren und Hashimoto: Die übersehene Verbindung
Hier wird's wichtig – und wird von vielen Ärzten komplett übersehen.
Das Problem:
Deine Schilddrüse und deine Nebennieren arbeiten eng zusammen. Wenn die Nebennieren schwächeln, kann T3-Gabe problematisch sein.
Warum?
Symptome schwacher Nebennieren:
Was tun?
1. Nebennieren-Status checken BEVOR du T3 startest
2. Wenn Cortisol niedrig ist:
Viele Hashimoto-Patienten, die "T3 nicht vertragen", haben eigentlich ein Nebennieren-Problem.
Ernährung bei Hashimoto: Streng vs. moderat
Das Autoimmun-Protokoll (AIP)
Was ist AIP? Eine strenge Eliminationsdiät:
Eliminiert werden:
Was bleibt?
Für wen sinnvoll?
Vorteile:
Nachteile:
Der moderate Ansatz
Für viele ausreichend:
Meine Empfehlung:
Nicht dauerhaft super-restriktiv bleiben!
Schwangerschaft mit Hashimoto
Du hast Hashimoto und möchtest schwanger werden?
Warum ist das wichtig?
Für die Mutter:
Was ist anders?
Der Bedarf an Hormonen steigt um 30-50%!
Das bedeutet: Deine L-Thyroxin-Dosis muss erhöht werden!
Was tun?
VOR der Schwangerschaft:
Während der Schwangerschaft:
Nach der Geburt:
Realistische Erwartungen
Kann Hashimoto "geheilt" werden?
Ehrlich: Nein. Die Autoimmunität bleibt meist nachweisbar.
Meine Mutter hatte fast 30 Jahre Hashimoto. Nun muss sie nichts mehr nehmen. Nach ihrem Schlaganfall 2016 haben wir eine Therapie mit Reintoxine von Horvi gemacht, danach hat sich auch die Schilddrüse erholt.
Aber:
Was MÖGLICH ist:
Etwa 30-40% erreichen:
Weitere 40-50% erreichen:
Fazit: Hashimoto ist mehr als eine Tablette
Die wichtigsten Hebel:
✓ Hormone optimieren
✓ Mikronährstoffe
✓ Darmgesundheit
✓ Trigger eliminieren
✓ Stress-Management
✓ Ernährung
Du hast Hashimoto und fühlst dich trotz L-Thyroxin nicht gut? In meiner Praxis schauen wir uns das Gesamtbild an: Hormone, Mikronährstoffe, Darm, Trigger, Stress.
Du nimmst täglich deine Schilddrüsentablette. Dein TSH ist "im Normbereich". Der Arzt sagt: "Alles gut, Ihre Werte stimmen." Aber du fühlst dich nicht gut. Du bist müde, frierst ständig, nimmst zu, obwohl du nicht mehr isst. Deine Haare fallen aus. Dein Gehirn fühlt sich vernebelt an.
"Vielleicht bin ich einfach nicht belastbar genug. Vielleicht ist das jetzt halt so mit Hashimoto."
Nein. Das muss nicht so sein.
Die Wahrheit ist: L-Thyroxin ist wichtig und lebensnotwendig für viele Hashimoto-Patienten. Aber es ist oft nur ein Puzzleteil – nicht die komplette Lösung. Dein Körper braucht mehr als nur eine Tablette, um optimal zu funktionieren.
Lass uns verstehen, was bei Hashimoto wirklich passiert – und was du tun kannst, um endlich wieder gut zu leben.
Was ist Hashimoto überhaupt?
Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der dein Immunsystem deine Schilddrüse angreift. Genauer gesagt: Es bildet Antikörper gegen die Schilddrüse und zerstört langsam das Gewebe.
Die Zahlen sind beeindruckend:
- Frauen sind 7-10x häufiger betroffen als Männer
- Häufigste Ursache für Schilddrüsenunterfunktion in westlichen Ländern
- Peak-Alter: 30-50 Jahre (aber kann in jedem Alter auftreten: Ich habe eine 8- jährige Hashimoto Patientin!)
Was passiert in der Schilddrüse?
Deine Schilddrüse ist eine kleine, schmetterlingsförmige Drüse am Hals. Sie produziert Schilddrüsenhormone:
- T4 (Thyroxin): Das "Speicherhormon" – macht etwa 90% der Produktion aus
- T3 (Trijodthyronin): Das "aktive Hormon" – wirkt 3-5x stärker als T4
Bei Hashimoto:
- Dein Immunsystem greift Schilddrüsenzellen an
- Schilddrüsengewebe wird zerstört
- Produktion von Hormonen sinkt
- Du entwickelst eine Unterfunktion (Hypothyreose)
Ich sage immer: Der Täter ist das Immunsystem- das Opfer die Schilddrüse. Behandelt wird aber immer nur mit Hormonersatztherapie. Das Immunsystem wird nie beachtet!
Typische Symptome:
- Müdigkeit, Erschöpfung (oft massiv!)
- Gewichtszunahme trotz normaler Ernährung
- Kälteempfindlichkeit, ständig frieren
- Haarausfall
- Trockene Haut
- Verstopfung
- Brain Fog, Konzentrationsprobleme
- Depressive Verstimmung
- Zyklusstörungen, unerfüllter Kinderwunsch
- Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen
Das Problem mit L-Thyroxin allein
L-Thyroxin (z.B. Euthyrox, L-Thyrox) ist synthetisches T4. Es ist der Standard in der Behandlung – und für viele Menschen funktioniert es gut.
Aber für etwa 10-20% der Patienten reicht es nicht.
Warum nicht?
1. Dein Körper muss T4 in T3 umwandeln (Conversion)
L-Thyroxin liefert nur T4. Aber T4 ist nicht das aktive Hormon – es ist ein Vorläufer. Dein Körper muss es in T3 umwandeln, damit es wirkt.
Diese Umwandlung passiert vor allem in:
- Leber
- Nieren
- Muskeln
- Darm
Wenn diese Umwandlung gestört ist, hast du genug T4 im Blut (der Arzt sagt: "Alles normal"), aber zu wenig aktives T3 in den Zellen. Da aber meist nur TSH gemessen wird, und nicht die beiden Hormone dazu, wird selten an der Medikation etwas geändert. Leider auch nicht, wenn ft3 im Labor niedrig ist!
Was stört die T4→T3-Umwandlung?
- Stress (hohes Cortisol blockiert das Enzym)
- Entzündung (chronische Entzündung hemmt Conversion)
- Darmprobleme (Leaky Gut, Dysbiose)
- Leberprobleme (Fettleber, Leberschwäche)
- Nährstoffmängel (Selen, Zink, Eisen, Vitamin D)
- Medikamente (Betablocker, manche Antidepressiva)
- Zu wenig Kalorien (strenge Diäten)
Das Ergebnis:
- Du nimmst brav deine Tablette
- Die Werte - (besser gesagt TSH) sehen "gut" aus
- Aber du fühlst dich miserabel, weil zu wenig T3 ankommt
2. Reverse T3 (rT3) – die "Bremse" für deinen Stoffwechsel
Hier wird's interessant: Dein Körper kann T4 nicht nur in aktives T3 umwandeln, sondern auch in reverse T3 (rT3) – eine inaktive Form, die wie eine Bremse wirkt. Dies wird aber nie gemessen!
Wann produziert der Körper rT3?
- Bei Stress (Schutz vor Überaktivierung in Krisensituationen)
- Bei Hunger/Diät (Energie sparen!)
- Bei schweren Erkrankungen
- Bei chronischer Entzündung
Das Problem: rT3 blockiert die Rezeptoren für aktives T3. Es ist wie ein falscher Schlüssel, der das Schloss blockiert – und das aktive T3 kann nicht mehr andocken.
Ergebnis:
- Du hast genug T4
- Du hast sogar genug T3
- Aber viel davon wirkt nicht, weil rT3 die Rezeptoren blockiert
- Du fühlst dich, als hättest du eine Unterfunktion – obwohl die Werte "okay" aussehen
3. Individuelle Unterschiede
Manche Menschen brauchen einfach etwas T3, auch wenn die Umwandlung theoretisch funktioniert. Warum? Genetik, individuelle Stoffwechsel-Unterschiede.
Viele Hashimoto-Patienten berichten:
- "Ich fühle mich besser, wenn ich zusätzlich T3 nehme"
- "Erst mit natürlichem Schilddrüsenhormon ging es mir richtig gut"
- "Unter T4 allein war ich ein Zombie"
Die Alternativen: T3-Kombination und natürliches Schilddrüsenhormon
Wenn L-Thyroxin allein nicht ausreicht, gibt es Optionen.
Option 1: L-Thyroxin + T3 (Kombitherapie)
Was ist das?
- Du nimmst weiterhin L-Thyroxin (T4)
- Plus: Eine kleine Dosis T3 (z.B. Thybon)
Für wen sinnvoll?
- Symptome trotz "guter" Werte
- Extreme Müdigkeit, Brain Fog
- Wenn der Arzt bestätigt, dass die Umwandlung nicht gut funktioniert
Vorteile:
- Du bekommst direkt aktives T3
- Viele berichten von deutlich mehr Energie
Nachteile:
- T3 hat kurze Wirkdauer (muss oft 2x täglich genommen werden)
- Feintuning ist komplizierter
- Ärzte sind oft zurückhaltend: ich habe kaum einen Patienten, der solch ein Präparat nimmt. Obwohl das Blutbild darauf hinweist.
Wichtig: T3 nicht einfach selbst dazunehmen! Dosierung muss ärztlich überwacht werden. Zu viel T3 kann Herzrasen, Nervosität verursachen.
Option 2: NDT (Natürliches Schilddrüsenhormon)
Was ist NDT?
- Getrocknete Schilddrüse vom Schwein
- Enthält sowohl T4 als auch T3
- Plus kleine Mengen weiterer Hormone
- Beispiele: Armour Thyroid, Nature-Throid, Thyreogland
Für wen sinnvoll?
- Menschen, die unter synthetischen Hormonen nicht gut eingestellt sind
- Wunsch nach "natürlicher" Option
Vorteile:
- Enthält alle Schilddrüsenhormone (nicht nur T4)
- Viele Patienten berichten von besserem Wohlbefinden
Nachteile:
- In Deutschland schwer erhältlich (Import oft nötig)
- Viele Ärzte lehnen es ab.
- Es wird nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
- Dosierung kann komplex sein, ähnlich den naturidentischen Sexualhormone muss man seine "Wohlfühldosierung" finden.
Meine Sicht: Beides hat seinen Platz. Für viele ist L-Thyroxin völlig ausreichend. Andere profitieren von T3-Kombi oder NDT. Es ist individuell. Man muss es ausprobieren!
Die Autoimmun-Komponente: Warum greift dein Körper die Schilddrüse an?
Die eigentliche Frage bei Hashimoto ist nicht "Wie ersetze ich Hormone?", sondern "Warum greift mein Immunsystem meine Schilddrüse an – und wie stoppe ich das?"
Trigger 1: Gluten – der kontroverse Faktor
Die Theorie: Gluten (ein Protein in Weizen, Roggen, Gerste) kann bei empfindlichen Menschen die Darmbarriere schädigen → Immunsystem wird aktiviert → Gluten-Proteine ähneln Schilddrüsengewebe → Autoimmunität.
Die Wissenschaft:
- Studien zeigen: Glutenfreie Ernährung senkt bei manchen Hashimoto-Patienten die Antikörper
- Besonders bei gleichzeitiger Zöliakie oder Gluten-Sensitivität
- Aber nicht bei allen!
Meine Erfahrung: Etwa 30-40% meiner Hashimoto-Patienten profitieren deutlich von glutenfreier Ernährung. Antikörper sinken, Symptome bessern sich. Bei anderen: kein Unterschied.
Empfehlung:
- Versuch es für 3-6 Monate konsequent (wirklich 100% glutenfrei!)
- Beobachte: Symptome, Antikörper, Wohlbefinden
- Wenn Besserung: weiter weglassen
- Wenn kein Unterschied: musst du nicht dauerhaft verzichten
Nicht dogmatisch werden! Glutenfrei ist kein Allheilmittel, aber für manche ein wichtiger Baustein.
Trigger 2: Darm – die Wurzel vieler Übel
Die Verbindung:
- 70-80% deines Immunsystems sitzt im Darm
- Leaky Gut (durchlässiger Darm) → unkontrollierte Immunaktivierung
- Dysbiose (gestörtes Mikrobiom) → Entzündung
Bei vielen Hashimoto-Patienten finde ich:
- Dünndarm-Fehlbesiedelung
- Leaky Gut
- Candida-Überwucherung
- Mangel an guten Bakterien
Was tun?
- Darmaufbau
- Leaky Gut heilen (L-Glutamin, Zink, Kollagen)
- Probiotika
- Anti-entzündliche Ernährung
- Trigger meiden (Zucker, Alkohol, Fertigprodukte)
Das braucht Zeit (3-12 Monate), aber es lohnt sich.
Trigger 3: Infekte – besonders EBV
Der Zusammenhang: Etwa 80% der Hashimoto-Patienten haben Hinweise auf eine EBV-Infektion. Zufall? Wahrscheinlich nicht.
Wie kann ein Virus Hashimoto triggern?
- Virusproteine ähneln Schilddrüsenproteinen
- Chronische Virusaktivierung → Dauerstress fürs Immunsystem
- Entzündung im Gewebe → Autoimmunität
- EBV-Status checken
- Bei Reaktivierung: Behandlung (siehe vorheriger Artikel)
- Immunsystem stärken
Trigger 4: Stress – der unterschätzte Faktor
Chronischer Stress:
- Erhöht Cortisol → unterdrückt Immunregulation
- Autoimmunität verschlimmert sich
- Diagnose kurz nach schwerer Stress-Phase
- Schübe bei Stress
- Antikörper steigen in Stress-Phasen
- Stress-Management (Meditation, Atemübungen, Therapie)
- Ausreichend Schlaf (7-9 Stunden!)
- Grenzen setzen
Trigger 5: Toxine und Schwermetalle
Umweltgifte, die mit Hashimoto assoziiert sind:
- Schwermetalle (Quecksilber aus Amalgam, Fisch)
- Pestizide
- Plastikweichmacher (BPA)
- Fluorid (kontrovers)
- Amalgam-Sanierung erwägen
- Bio-Lebensmittel
- Wasser filtern
- Plastik minimieren
Die kritischen Mikronährstoffe bei Hashimoto
Deine Schilddrüse kann ohne bestimmte Nährstoffe nicht funktionieren – und dein Immunsystem auch nicht.
Selen – der Star
Warum so wichtig?
- Essentiell für T4→T3-Umwandlung
- Schützt Schilddrüse vor oxidativem Stress
- Anti-entzündlich, immunmodulierend
Studien zeigen:
- Selen-Supplementierung (200 µg täglich) senkt Antikörper
Wie viel?
- 100-200 µg täglich
- Oder: 2-3 Paranüsse täglich (diese sind aber leider oft Schimmelpilzbelastet. Und Mykotoxine sind ein grosses Problem für das Immunsystem!)
Wichtig: Nicht über 400 µg täglich (kann toxisch sein).
Zink – für Immunsystem und Umwandlung
Warum wichtig?
- Cofaktor für T4→T3-Umwandlung
- Immunmodulation
- 15-30 mg täglich
- Abends einnehmen
Eisen – oft übersehen
Warum wichtig?
- Schilddrüsenhormon-Produktion braucht Eisen
- T4→T3-Umwandlung braucht Eisen
Das Problem:
- Viele Frauen haben Eisenmangel
- Bei Hashimoto oft zusätzlich Malabsorption
Wie viel?
- 30-60 mg täglich
- Mit Vitamin C kombinieren
- Wichtig: NICHT gleichzeitig mit Schilddrüsenhormon (4h Abstand!)
Vitamin D – der Immunmodulator
Warum wichtig?
- Fundamental für Immunregulation
- Mangel ist bei Autoimmunerkrankungen häufig
- Ziel: 50-70 ng/ml im Blut
- 2000-5000 IE täglich
- Mit K2 kombinieren
Weitere wichtige Nährstoffe:
- Magnesium: 300-400 mg täglich
- Vitamin B12: 500-1000 µg täglich
- Omega-3: 2-3g täglich
Die Jod-Kontroverse: Freund oder Feind?
Das ist DAS kontroverse Thema bei Hashimoto.
Die beiden Lager:
Schulmedizin: "Jod ist bei Hashimoto gefährlich. Kann Entzündung verschlimmern. Besser meiden!"
Naturheilkunde: "Jodmangel ist ein Mitauslöser. Intelligente Jod-Supplementierung kann helfen."
Was stimmt?
Beide haben Recht – für unterschiedliche Situationen.
Fakt 1: Jod ist essentiell
- Ohne Jod: keine Hormonproduktion
Fakt 2: Zu viel Jod kann Entzündung triggern
- Hohe Dosen (>500 µg) können bei anfälligen Menschen Autoimmunität verstärken
Meine Empfehlung:
1. Jod-Status testen
- Bei Mangel: vorsichtig supplementieren
- Bei ausreichender Versorgung: keine Extra-Supplementierung
2. Wenn Jod supplementiert wird:
- Immer zusammen mit Selen
- Niedrig beginnen (50-150 µg täglich)
- Antikörper überwachen
3. Jodreiche Lebensmittel:
- Fisch, Meeresfrüchte (moderat okay)
- Algen (Vorsicht! → lieber meiden)
- Jodhaltiges Salz in normalen Mengen ist okay
4. Was meiden:
- Hochdosierte Jod-Präparate
- Kelp, Spirulina in großen Mengen
Extremes Meiden ist genauso falsch wie hochdosierte Supplementierung.
Nebennieren und Hashimoto: Die übersehene Verbindung
Hier wird's wichtig – und wird von vielen Ärzten komplett übersehen.
Das Problem:
Deine Schilddrüse und deine Nebennieren arbeiten eng zusammen. Wenn die Nebennieren schwächeln, kann T3-Gabe problematisch sein.
Warum?
- T3 erhöht den Stoffwechsel
- Nebennieren müssen mehr Cortisol produzieren
- Wenn Nebennieren erschöpft sind → T3 kann dich schlechter fühlen lassen
Symptome schwacher Nebennieren:
- Morgens extrem müde
- Mittags Energietief
- Abends plötzlich wach
- Salzhunger
- Schwindel beim Aufstehen
Was tun?
1. Nebennieren-Status checken BEVOR du T3 startest
2. Wenn Cortisol niedrig ist:
- Erst Nebennieren unterstützen:
- Adaptogene (Ashwagandha, Rhodiola)
- Ausreichend Schlaf
- Stress reduzieren
- Dann erst T3 einführen (langsam!)
Viele Hashimoto-Patienten, die "T3 nicht vertragen", haben eigentlich ein Nebennieren-Problem.
Ernährung bei Hashimoto: Streng vs. moderat
Das Autoimmun-Protokoll (AIP)
Was ist AIP? Eine strenge Eliminationsdiät:
Eliminiert werden:
- Gluten, alle Getreide
- Hülsenfrüchte
- Nachtschattengewächse (Tomaten, Paprika, Kartoffeln)
- Eier, Nüsse, Samen
- Milchprodukte
- Kaffee, Alkohol
- Zucker
Was bleibt?
- Fleisch, Fisch
- Innereien
- Gemüse (außer Nachtschatten)
- Fermentierte Lebensmittel
- Knochenbrühe
- Gesunde Fette
Für wen sinnvoll?
- Schwere Symptome trotz Medikation
- Hohe Antikörper
- Bereitschaft für strikte Durchführung
Vorteile:
- Viele berichten von Besserung
- Antikörper sinken oft
Nachteile:
- Sehr restriktiv
- Sozial schwierig
- Teuer
Der moderate Ansatz
Für viele ausreichend:
- Gluten weglassen (testen)
- Anti-entzündliche Basis:
- Viel Gemüse
- Hochwertige Proteine
- Omega-3-reich
- Zuckerfrei
- Darmgesundheit fördern
- Individuelle Trigger finden
Meine Empfehlung:
- Starte moderat
- Wenn das reicht: großartig!
- Wenn nicht: AIP für 6-8 Wochen
- Dann individualisieren
Nicht dauerhaft super-restriktiv bleiben!
Schwangerschaft mit Hashimoto
Du hast Hashimoto und möchtest schwanger werden?
Warum ist das wichtig?
Für die Mutter:
- Höheres Risiko für Fehlgeburten
- Erschöpfung
- In den ersten 12 Wochen ist das Baby auf mütterliche Hormone angewiesen
- Zu wenig Hormone → Entwicklungsstörungen
Was ist anders?
Der Bedarf an Hormonen steigt um 30-50%!
Das bedeutet: Deine L-Thyroxin-Dosis muss erhöht werden!
Was tun?
VOR der Schwangerschaft:
- Werte optimieren
- Antikörper checken
- Mikronährstoffe auffüllen (Selen, Vitamin D, Eisen, Folsäure)
Während der Schwangerschaft:
- L-Thyroxin-Dosis sofort erhöhen
- Engmaschige Kontrollen
- Mikronährstoffe weiter
Nach der Geburt:
- Dosis wieder anpassen
- Stillen ist möglich unter L-Thyroxin
Realistische Erwartungen
Kann Hashimoto "geheilt" werden?
Ehrlich: Nein. Die Autoimmunität bleibt meist nachweisbar.
Meine Mutter hatte fast 30 Jahre Hashimoto. Nun muss sie nichts mehr nehmen. Nach ihrem Schlaganfall 2016 haben wir eine Therapie mit Reintoxine von Horvi gemacht, danach hat sich auch die Schilddrüse erholt.
Aber:
Was MÖGLICH ist:
- Antikörper deutlich senken
- Symptomfreiheit erreichen
- Lebensqualität massiv verbessern
Etwa 30-40% erreichen:
- Normalisierung der Antikörper
- Deutliche Symptombesserung
Weitere 40-50% erreichen:
- Sinkende Antikörper
- Bessere Lebensqualität
Fazit: Hashimoto ist mehr als eine Tablette
Die wichtigsten Hebel:
✓ Hormone optimieren
✓ Mikronährstoffe
✓ Darmgesundheit
✓ Trigger eliminieren
✓ Stress-Management
✓ Ernährung
Du hast Hashimoto und fühlst dich trotz L-Thyroxin nicht gut? In meiner Praxis schauen wir uns das Gesamtbild an: Hormone, Mikronährstoffe, Darm, Trigger, Stress.
GPCR-Autoantikörper: Der fehlende Baustein im Puzzle von Long COVID, ME/CFS und Post-Vac
GPCR-Autoantikörper: Der fehlende Baustein im Puzzle von Long COVID, ME/CFS und Post-Vac
Du bist seit Monaten erschöpft. Dein Herz rast bei kleinsten Anstrengungen. Dein Gehirn fühlt sich vernebelt an. Du kannst nicht mehr arbeiten, nicht mehr Sport machen – manchmal kaum noch Treppen steigen.
Die Ärzte sagen: "Ihre Blutwerte sind alle normal. Vielleicht ist es psychosomatisch?"
Aber du weißt: Das ist real. Das ist körperlich. Und du bist nicht allein.
Zehntausende Menschen in Deutschland leiden nach COVID-19-Infektionen oder – seltener – nach COVID-Impfungen an genau diesen Symptomen. Viele von ihnen haben etwas gemeinsam, das lange übersehen wurde: GPCR-Autoantikörper. Read More…
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Heuschnupfen: Warum dein Darm (und nicht nur die Pollen) schuld ist
06/03/26 12:32 Filed in: Hormone | Stress | Nebennierenschwäche | Mikrobiom | Allergien | Immunologie | Immunsystem
Heuschnupfen: Warum dein Darm (und nicht nur die Pollen) schuld ist
Die Nase läuft, die Augen tränen, der Hals kratzt – und das jedes Jahr aufs Neue. "Das ist halt meine Pollenallergie", denkst du resigniert und greifst zu Antihistaminika. Aber hast du dich jemals gefragt: Warum reagierst DU auf Pollen, während dein Partner neben dir im selben Garten keine Symptome hat?
Die Antwort liegt nicht (nur) in den Pollen. Sie liegt in deinem Immunsystem, deinem Darm, deinen Schleimhäuten, deiner Stressbelastung, deinen Hormonen und deinem Histamin-Haushalt.
Heuschnupfen ist kein lokales Problem deiner Nase – es ist ein systemisches Signal, dass etwas aus der Balance geraten ist.
Lass uns das Ganze von Grund auf verstehen und schauen, was du wirklich tun kannst – weit über symptomatische Nasensprays hinaus.
Was ist Heuschnupfen wirklich?
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Heuschnupfen ist kein lokales Problem deiner Nase – es ist ein systemisches Signal, dass etwas aus der Balance geraten ist.
Lass uns das Ganze von Grund auf verstehen und schauen, was du wirklich tun kannst – weit über symptomatische Nasensprays hinaus.
Was ist Heuschnupfen wirklich?
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Warum Frauen anders Fasten müssen
10/01/26 18:58 Filed in: Fasten | Keto | Ernährung | Zyklus | Hormone | Stress | Frauenheilkunde | Immunologie
Fasten bei Frauen: Warum deine Hormone entscheiden, ob Fasten funktioniert oder nach hinten losgeht

Das neue Jahr ist da – und mit ihm der Vorsatz abzunehmen. Intervallfasten, Scheinfasten, Heilfasten: Die Auswahl an Fastenmethoden scheint endlos, und überall hört man von spektakulären Erfolgen. Doch wenn du als Frau schon einmal gefastet hast, kennst du vielleicht dieses Phänomen: Die ersten Tage laufen großartig, du fühlst dich energiegeladen und klar – und dann, meist zwischen Tag 4 und 6, kommt der Absturz. Plötzlich bist du müde, gereizt, frierend, und dein Körper fühlt sich an, als würde er gegen dich arbeiten. Read More…

Das neue Jahr ist da – und mit ihm der Vorsatz abzunehmen. Intervallfasten, Scheinfasten, Heilfasten: Die Auswahl an Fastenmethoden scheint endlos, und überall hört man von spektakulären Erfolgen. Doch wenn du als Frau schon einmal gefastet hast, kennst du vielleicht dieses Phänomen: Die ersten Tage laufen großartig, du fühlst dich energiegeladen und klar – und dann, meist zwischen Tag 4 und 6, kommt der Absturz. Plötzlich bist du müde, gereizt, frierend, und dein Körper fühlt sich an, als würde er gegen dich arbeiten. Read More…
COPD und Ernährung
13/12/25 18:46 Filed in: Immunologie | Mikrobiom | Darm | Atemtherapie | Stress | Achtsamkeit | Ernährung | Low carb | Keto
COPD und Ernährung: Wie du durch bewusste Ernährung wieder besser atmen kannst

Wenn jeder Atemzug zur Herausforderung wird
Vielleicht kennst du das Gefühl: Du gehst die Treppe hoch und bist außer Atem. Oder du merkst, dass der morgendliche Spaziergang immer anstrengender wird. Wenn dann die Diagnose COPD kommt, verändert sich vieles – und oft fühlt man sich erstmal hilflos. Aber hier ist die gute Nachricht: Du kannst aktiv etwas tun. Und einer der wirkungsvollsten Hebel ist tatsächlich deine Ernährung.
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Wenn jeder Atemzug zur Herausforderung wird
Vielleicht kennst du das Gefühl: Du gehst die Treppe hoch und bist außer Atem. Oder du merkst, dass der morgendliche Spaziergang immer anstrengender wird. Wenn dann die Diagnose COPD kommt, verändert sich vieles – und oft fühlt man sich erstmal hilflos. Aber hier ist die gute Nachricht: Du kannst aktiv etwas tun. Und einer der wirkungsvollsten Hebel ist tatsächlich deine Ernährung.
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Long covid in der Ganzheitsmedizin
05/12/25 06:15 Filed in: Long covid | Post vac | Immunologie | Immunsystem | Nebennierenschwäche | Fatique
Long-COVID: Ursachen, Symptome und ganzheitliche Behandlung in Lörrach

Was ist Long-COVID und warum betrifft es so viele Menschen?
Wenn die akute Corona-Infektion längst überstanden scheint, doch Erschöpfung, Atemnot oder Konzentrationsstörungen bleiben – dann sprechen wir von Long-COVID. Mittlerweile wissen wir: Long-COVID ist weit mehr als nur "lange Nachwirkungen". Es ist ein komplexes, multisystemisches Syndrom, das verschiedenste Körpersysteme gleichzeitig betreffen kann.
In meiner Praxis in Lörrach kommen immer wieder Patienten mit Long-COVID-Symptomen – vom jungen Erwachsenen bis zum Senior. Viele kommen nach einem wahren Arztmarathon, frustriert von der Aussage "Ihre Werte sind alle normal" oder "Das wird schon wieder".
Doch Long-COVID ist real, messbar und – das ist die gute Nachricht – behandelbar. In diesem Artikel erkläre ich dir, was wir heute über Long-COVID wissen, welche Mechanismen dahinterstecken und wie ein ganzheitlicher Therapieansatz helfen kann. Read More…

Was ist Long-COVID und warum betrifft es so viele Menschen?
Wenn die akute Corona-Infektion längst überstanden scheint, doch Erschöpfung, Atemnot oder Konzentrationsstörungen bleiben – dann sprechen wir von Long-COVID. Mittlerweile wissen wir: Long-COVID ist weit mehr als nur "lange Nachwirkungen". Es ist ein komplexes, multisystemisches Syndrom, das verschiedenste Körpersysteme gleichzeitig betreffen kann.
In meiner Praxis in Lörrach kommen immer wieder Patienten mit Long-COVID-Symptomen – vom jungen Erwachsenen bis zum Senior. Viele kommen nach einem wahren Arztmarathon, frustriert von der Aussage "Ihre Werte sind alle normal" oder "Das wird schon wieder".
Doch Long-COVID ist real, messbar und – das ist die gute Nachricht – behandelbar. In diesem Artikel erkläre ich dir, was wir heute über Long-COVID wissen, welche Mechanismen dahinterstecken und wie ein ganzheitlicher Therapieansatz helfen kann. Read More…
Die Psycho-Neuro-Immunologische Therapie
02/12/25 08:03 Filed in: Stress | Hormone | Adrenal fatique | Nebennierenschwäche | Darm | Mikrobiom | Immunologie | Immunsystem
Psycho-Neuro-Immunologische Therapie: Wenn Körper und Psyche zusammenspielen

Warum fühle ich mich ständig erschöpft, obwohl alle Blutwerte "normal" sind?
Kennst du das Gefühl, dass dein Körper nicht mehr so funktioniert, wie er sollte? Chronische Müdigkeit, die kein Schlaf bessert. Entzündungen, die immer wiederkehren. Ein Immunsystem, das plötzlich gegen den eigenen Körper arbeitet. Oder einfach das Gefühl, neben dir zu stehen, während der Alltag an dir vorbeizieht.
Die klassische Medizin findet oft keine Erklärung. Die Laborwerte sind "im Normbereich", und doch spürst du: Etwas stimmt nicht. Genau hier setzt die psycho-neuro-immunologische Therapie an – eine ganzheitliche Behandlungsform, die in der Praxis für ganzheitliche Medizin in Lörrach zum Kern meiner Arbeit gehört. Read More…

Warum fühle ich mich ständig erschöpft, obwohl alle Blutwerte "normal" sind?
Kennst du das Gefühl, dass dein Körper nicht mehr so funktioniert, wie er sollte? Chronische Müdigkeit, die kein Schlaf bessert. Entzündungen, die immer wiederkehren. Ein Immunsystem, das plötzlich gegen den eigenen Körper arbeitet. Oder einfach das Gefühl, neben dir zu stehen, während der Alltag an dir vorbeizieht.
Die klassische Medizin findet oft keine Erklärung. Die Laborwerte sind "im Normbereich", und doch spürst du: Etwas stimmt nicht. Genau hier setzt die psycho-neuro-immunologische Therapie an – eine ganzheitliche Behandlungsform, die in der Praxis für ganzheitliche Medizin in Lörrach zum Kern meiner Arbeit gehört. Read More…
Endometriose - Schmerzen im ganzen Körper

Endometriose: Wenn unsichtbare Schmerzen dein Leben bestimmen
Du hast seit Jahren starke Regelschmerzen? Du bist während deiner Periode manchmal nicht in der Lage zu arbeiten oder dein normales Leben zu führen? Und vielleicht hat dir jemand gesagt, das sei "normal" – dass Frauen eben leiden müssen? Ich selbst habe dies immer wieder von Gynäkologen gehört. Eine Lösung hatten sie nie. In meiner Praxis in Lörrach habe ich sehr viele Frauen, die über teils schwere Symptome klagen.
Dieser Artikel ist für euch, liebe Frauen. Denn was du erlebst, könnte Endometriose sein – eine Erkrankung, die viel zu oft übersehen wird.
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Butyrat - Schlüsselmolekül für deinen Darm und deine Gesundheit

Butyrat: Ein Schlüsselmetabolit des Darmmikrobioms
Hast du schon einmal von Butyrat gehört? Wenn nicht, bist du damit nicht allein. Dabei ist diese kleine Substanz einer der wichtigsten Stoffwechselprodukte, die dein Darmmikrobiom produziert – und sie hat weitreichende Auswirkungen auf deine gesamte Gesundheit. In meine Naturheilpraxis in Lörrach kommen täglich Menschen mit Darmproblemen, und oft spielt ein Mangel an Butyrat eine zentrale Rolle. Read More…
VDR Blockade / Vitamin D Rezeptor Blockade
Warum ist Vitamin D-Gabe oft wirkungslos – Die VDR-Blockade einfach erklärt
Was ist der VDR?
Der VDR (Vitamin-D-Rezeptor) ist ein Schalter in unseren Zellen. Er hilft Vitamin D, seine Wirkung zu entfalten – z. B. bei der Steuerung des Immunsystems, der Entgiftung und der Zellregeneration.
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Was ist der VDR?
Der VDR (Vitamin-D-Rezeptor) ist ein Schalter in unseren Zellen. Er hilft Vitamin D, seine Wirkung zu entfalten – z. B. bei der Steuerung des Immunsystems, der Entgiftung und der Zellregeneration.
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CIRS & Schimmelpilze
CIRS und Schimmel: Wenn der Körper nicht zur Ruhe kommt
Viele Menschen leben mit Beschwerden, die sich nicht richtig einordnen lassen. Sie fühlen sich ständig müde, können sich schlecht konzentrieren, haben Schmerzen, schlafen schlecht – und Ärzte finden keine Ursache. Eine mögliche Erklärung dafür lautet: CIRS, das Chronisch-Entzündliche Antwortsyndrom. Häufig steckt Schimmel in der Wohnung oder am Arbeitsplatz dahinter – und ein Immunsystem, das die Entzündung nicht mehr stoppen kann.
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Viele Menschen leben mit Beschwerden, die sich nicht richtig einordnen lassen. Sie fühlen sich ständig müde, können sich schlecht konzentrieren, haben Schmerzen, schlafen schlecht – und Ärzte finden keine Ursache. Eine mögliche Erklärung dafür lautet: CIRS, das Chronisch-Entzündliche Antwortsyndrom. Häufig steckt Schimmel in der Wohnung oder am Arbeitsplatz dahinter – und ein Immunsystem, das die Entzündung nicht mehr stoppen kann.
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ME/CFS
Hier findest du eine gute Webseite für Informationen, sowie entsprechende (offizielle) Fragebögen zur Diagnose von ME/CFS
Fatigatio e.V. Bundesverband ME/CFS
Fatigatio e.V. Bundesverband ME/CFS
Mykotoxine. Entgiftung
04/04/25 16:54 Filed in: Mikrobiom | Detox | Immunologie | Immunsystem | Hormone | Fatique | Mykose | Darm
Mykotoxine: Wie Schimmelgifte Körper, Gehirn und Hormone belasten
Mykotoxine sind Giftstoffe, die von Schimmelpilzen produziert werden. Sie kommen in feuchten Gebäuden, verdorbenen Lebensmitteln und der Luft vor – oft unsichtbar, aber mit deutlicher Wirkung auf den menschlichen Körper. Viele chronische Beschwerden lassen sich auf eine Schimmelpilzbelastung zurückführen. Dieser Beitrag zeigt, was Mykotoxine sind, welche Symptome sie auslösen und wie man sich schützen kann – inklusive einem Überblick über das Shoemaker Protokoll zur Behandlung von Schimmeltoxizität.
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Mykotoxine sind Giftstoffe, die von Schimmelpilzen produziert werden. Sie kommen in feuchten Gebäuden, verdorbenen Lebensmitteln und der Luft vor – oft unsichtbar, aber mit deutlicher Wirkung auf den menschlichen Körper. Viele chronische Beschwerden lassen sich auf eine Schimmelpilzbelastung zurückführen. Dieser Beitrag zeigt, was Mykotoxine sind, welche Symptome sie auslösen und wie man sich schützen kann – inklusive einem Überblick über das Shoemaker Protokoll zur Behandlung von Schimmeltoxizität.
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Long Covid, CFS, Post Vac
Long Covid, Post-Vac-Syndrom und CFS: Wenn das Immunsystem aus dem Takt gerät
Long Covid, Post-Vac-Syndrom und Chronisches Fatigue-Syndrom (CFS) haben eines gemeinsam:
Sie betreffen das Immunsystem und zeigen, wie komplex die Folgen einer Infektion oder Immunreaktion sein können. Viele Betroffene leiden unter anhaltenden Symptomen wie extremer Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Muskelschmerzen oder Herzrasen.
Doch was passiert im Körper, und warum hören die Beschwerden nicht einfach auf? Ein zentraler Schlüssel liegt im Immunsystem, chronischer Entzündung und der Reaktivierung persistenter Viren wie z.b. EBV (Epstein-Barr-Virus) oder Cytomegalie. Read More…
Long Covid, Post-Vac-Syndrom und Chronisches Fatigue-Syndrom (CFS) haben eines gemeinsam:
Sie betreffen das Immunsystem und zeigen, wie komplex die Folgen einer Infektion oder Immunreaktion sein können. Viele Betroffene leiden unter anhaltenden Symptomen wie extremer Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Muskelschmerzen oder Herzrasen.
Doch was passiert im Körper, und warum hören die Beschwerden nicht einfach auf? Ein zentraler Schlüssel liegt im Immunsystem, chronischer Entzündung und der Reaktivierung persistenter Viren wie z.b. EBV (Epstein-Barr-Virus) oder Cytomegalie. Read More…
Histamin. Mastzellaktivierung
Histamin, Mastzellen und das Immunsystem: Wenn der Körper überreagiert
Histamin ist ein wichtiger Botenstoff im Körper, der viele Funktionen übernimmt – von der Immunabwehr bis zur Regulation der Magensäure. Doch bei manchen Menschen gerät die Histaminregulation aus dem Gleichgewicht, was zu vielfältigen Beschwerden führen kann. Besonders bei Allergien und Mastzellaktivierung spielt Histamin eine zentrale Rolle. Read More…
Histamin ist ein wichtiger Botenstoff im Körper, der viele Funktionen übernimmt – von der Immunabwehr bis zur Regulation der Magensäure. Doch bei manchen Menschen gerät die Histaminregulation aus dem Gleichgewicht, was zu vielfältigen Beschwerden führen kann. Besonders bei Allergien und Mastzellaktivierung spielt Histamin eine zentrale Rolle. Read More…
Pilzerkrankungen
24/01/25 21:05 Filed in: Magen | Darm | Infektionen | Erreger | Immunologie | Immunsystem | Pilze | Labor









Rund um den Zahn
Ich hole hier einmal einen alten Text von mir vor. Weil es immer aktuell ist, so gut wie alle Menschen betrifft und nicht vergessen werden sollte.
Es soll um die Zähne gehen. Der Zahn/Kieferbereich (mitsamt den Nebenhöhlen und auch Mandeln) ist ein Sammelbecken für Keime und Toxine. Toxine, die von Bakterien produziert werden, aber auch Toxine aus Werkstoffen der Zahnmedizin.
Hier ist oft der Anfang vieler schwerwiegender Erkrankungen, die sich durch den ganzen Körper ziehen. Im Zahnbereich ist es vielleicht eine Parodontose oder Parodontitis. Eine chronische Nebenhöhlenentzündung. Aber die Nähe zum Gehirn begünstigt auch neurodegenerative Erkrankungen wie MS, Alzheimer und Co.
Und auch einige andere Autoimmunerkrankungen sind die Folge.
Hier nun der alte Text über Zähne.
Zum einen über Beherdungen und weiter unten über Amalgam. Read More…
Es soll um die Zähne gehen. Der Zahn/Kieferbereich (mitsamt den Nebenhöhlen und auch Mandeln) ist ein Sammelbecken für Keime und Toxine. Toxine, die von Bakterien produziert werden, aber auch Toxine aus Werkstoffen der Zahnmedizin.
Hier ist oft der Anfang vieler schwerwiegender Erkrankungen, die sich durch den ganzen Körper ziehen. Im Zahnbereich ist es vielleicht eine Parodontose oder Parodontitis. Eine chronische Nebenhöhlenentzündung. Aber die Nähe zum Gehirn begünstigt auch neurodegenerative Erkrankungen wie MS, Alzheimer und Co.
Und auch einige andere Autoimmunerkrankungen sind die Folge.
Hier nun der alte Text über Zähne.
Zum einen über Beherdungen und weiter unten über Amalgam. Read More…









