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Hashimoto. Ganzheitlich betrachtet

Hashimoto ganzheitlich: Warum L-Thyroxin allein oft nicht reicht

Du nimmst täglich deine Schilddrüsentablette. Dein TSH ist "im Normbereich". Der Arzt sagt: "Alles gut, Ihre Werte stimmen."
Aber du fühlst dich nicht gut. Du bist müde, frierst ständig, nimmst zu, obwohl du nicht mehr isst. Deine Haare fallen aus. Dein Gehirn fühlt sich vernebelt an.
"Vielleicht bin ich einfach nicht belastbar genug. Vielleicht ist das jetzt halt so mit Hashimoto."

Nein. Das muss nicht so sein.


Die Wahrheit ist: L-Thyroxin ist wichtig und lebensnotwendig für viele Hashimoto-Patienten. Aber es ist oft nur ein Puzzleteil – nicht die komplette Lösung. Dein Körper braucht mehr als nur eine Tablette, um optimal zu funktionieren.
Lass uns verstehen, was bei Hashimoto wirklich passiert – und was du tun kannst, um endlich wieder gut zu leben.

Was ist Hashimoto überhaupt?

Hashimoto-Thyreoiditis
ist eine Autoimmunerkrankung, bei der dein Immunsystem deine Schilddrüse angreift. Genauer gesagt: Es bildet Antikörper gegen die Schilddrüse und zerstört langsam das Gewebe.

Die Zahlen sind beeindruckend:
  • Frauen sind 7-10x häufiger betroffen als Männer
  • Häufigste Ursache für Schilddrüsenunterfunktion in westlichen Ländern
  • Peak-Alter: 30-50 Jahre (aber kann in jedem Alter auftreten: Ich habe eine 8- jährige Hashimoto Patientin!)

Was passiert in der Schilddrüse?

Deine Schilddrüse ist eine kleine, schmetterlingsförmige Drüse am Hals. Sie produziert Schilddrüsenhormone:
  • T4 (Thyroxin): Das "Speicherhormon" – macht etwa 90% der Produktion aus
  • T3 (Trijodthyronin): Das "aktive Hormon" – wirkt 3-5x stärker als T4

Bei Hashimoto:

  1. Dein Immunsystem greift Schilddrüsenzellen an
  2. Schilddrüsengewebe wird zerstört
  3. Produktion von Hormonen sinkt
  4. Du entwickelst eine Unterfunktion (Hypothyreose)

Ich sage immer: Der Täter ist das Immunsystem- das Opfer die Schilddrüse. Behandelt wird aber immer nur mit Hormonersatztherapie. Das Immunsystem wird nie beachtet!

Typische Symptome:

  • Müdigkeit, Erschöpfung (oft massiv!)
  • Gewichtszunahme trotz normaler Ernährung
  • Kälteempfindlichkeit, ständig frieren
  • Haarausfall
  • Trockene Haut
  • Verstopfung
  • Brain Fog, Konzentrationsprobleme
  • Depressive Verstimmung
  • Zyklusstörungen, unerfüllter Kinderwunsch
  • Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen


Das Problem mit L-Thyroxin allein
L-Thyroxin (z.B. Euthyrox, L-Thyrox) ist synthetisches T4. Es ist der Standard in der Behandlung – und für viele Menschen funktioniert es gut.

Aber für etwa 10-20% der Patienten reicht es nicht.


Warum nicht?

1. Dein Körper muss T4 in T3 umwandeln (Conversion)

L-Thyroxin liefert nur T4. Aber T4 ist nicht das aktive Hormon – es ist ein Vorläufer. Dein Körper muss es in T3 umwandeln, damit es wirkt.
Diese Umwandlung passiert vor allem in:
  • Leber
  • Nieren
  • Muskeln
  • Darm

Wenn diese Umwandlung gestört ist
, hast du genug T4 im Blut (der Arzt sagt: "Alles normal"), aber zu wenig aktives T3 in den Zellen. Da aber meist nur TSH gemessen wird, und nicht die beiden Hormone dazu, wird selten an der Medikation etwas geändert. Leider auch nicht, wenn ft3 im Labor niedrig ist!

Was stört die T4
T3-Umwandlung?
  • Stress (hohes Cortisol blockiert das Enzym)
  • Entzündung (chronische Entzündung hemmt Conversion)
  • Darmprobleme (Leaky Gut, Dysbiose)
  • Leberprobleme (Fettleber, Leberschwäche)
  • Nährstoffmängel (Selen, Zink, Eisen, Vitamin D)
  • Medikamente (Betablocker, manche Antidepressiva)
  • Zu wenig Kalorien (strenge Diäten)

Das Ergebnis:

  • Du nimmst brav deine Tablette
  • Die Werte - (besser gesagt TSH) sehen "gut" aus
  • Aber du fühlst dich miserabel, weil zu wenig T3 ankommt


2. Reverse T3 (rT3) – die "Bremse" für deinen Stoffwechsel


Hier wird's interessant: Dein Körper kann T4 nicht nur in aktives T3 umwandeln, sondern auch in
reverse T3 (rT3) – eine inaktive Form, die wie eine Bremse wirkt. Dies wird aber nie gemessen!
Wann produziert der Körper rT3?
  • Bei Stress (Schutz vor Überaktivierung in Krisensituationen)
  • Bei Hunger/Diät (Energie sparen!)
  • Bei schweren Erkrankungen
  • Bei chronischer Entzündung

Das Problem:
rT3 blockiert die Rezeptoren für aktives T3. Es ist wie ein falscher Schlüssel, der das Schloss blockiert – und das aktive T3 kann nicht mehr andocken.
Ergebnis:
  • Du hast genug T4
  • Du hast sogar genug T3
  • Aber viel davon wirkt nicht, weil rT3 die Rezeptoren blockiert
  • Du fühlst dich, als hättest du eine Unterfunktion – obwohl die Werte "okay" aussehen

3. Individuelle Unterschiede

Manche Menschen brauchen einfach etwas T3, auch wenn die Umwandlung theoretisch funktioniert. Warum? Genetik, individuelle Stoffwechsel-Unterschiede.
Viele Hashimoto-Patienten berichten:
  • "Ich fühle mich besser, wenn ich zusätzlich T3 nehme"
  • "Erst mit natürlichem Schilddrüsenhormon ging es mir richtig gut"
  • "Unter T4 allein war ich ein Zombie"

Die Alternativen: T3-Kombination und natürliches Schilddrüsenhormon

Wenn L-Thyroxin allein nicht ausreicht, gibt es Optionen.
Option 1: L-Thyroxin + T3 (Kombitherapie)
Was ist das?
  • Du nimmst weiterhin L-Thyroxin (T4)
  • Plus: Eine kleine Dosis T3 (z.B. Thybon)

Für wen sinnvoll?

  • Symptome trotz "guter" Werte
  • Extreme Müdigkeit, Brain Fog
  • Wenn der Arzt bestätigt, dass die Umwandlung nicht gut funktioniert

Vorteile:

  • Du bekommst direkt aktives T3
  • Viele berichten von deutlich mehr Energie

Nachteile:

  • T3 hat kurze Wirkdauer (muss oft 2x täglich genommen werden)
  • Feintuning ist komplizierter
  • Ärzte sind oft zurückhaltend: ich habe kaum einen Patienten, der solch ein Präparat nimmt. Obwohl das Blutbild darauf hinweist.

Wichtig:
T3 nicht einfach selbst dazunehmen! Dosierung muss ärztlich überwacht werden. Zu viel T3 kann Herzrasen, Nervosität verursachen.

Option 2: NDT (Natürliches Schilddrüsenhormon)

Was ist NDT?

  • Getrocknete Schilddrüse vom Schwein
  • Enthält sowohl T4 als auch T3
  • Plus kleine Mengen weiterer Hormone
  • Beispiele: Armour Thyroid, Nature-Throid, Thyreogland

Für wen sinnvoll?

  • Menschen, die unter synthetischen Hormonen nicht gut eingestellt sind
  • Wunsch nach "natürlicher" Option

Vorteile:

  • Enthält alle Schilddrüsenhormone (nicht nur T4)
  • Viele Patienten berichten von besserem Wohlbefinden

Nachteile:

  • In Deutschland schwer erhältlich (Import oft nötig)
  • Viele Ärzte lehnen es ab.
  • Es wird nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
  • Dosierung kann komplex sein, ähnlich den naturidentischen Sexualhormone muss man seine "Wohlfühldosierung" finden.

Meine Sicht:
Beides hat seinen Platz. Für viele ist L-Thyroxin völlig ausreichend. Andere profitieren von T3-Kombi oder NDT. Es ist individuell. Man muss es ausprobieren!


Die Autoimmun-Komponente: Warum greift dein Körper die Schilddrüse an?

Die eigentliche Frage bei Hashimoto ist nicht "Wie ersetze ich Hormone?", sondern "Warum greift mein Immunsystem meine Schilddrüse an – und wie stoppe ich das?"

Trigger 1: Gluten – der kontroverse Faktor

Die Theorie:
Gluten (ein Protein in Weizen, Roggen, Gerste) kann bei empfindlichen Menschen die Darmbarriere schädigen Immunsystem wird aktiviert Gluten-Proteine ähneln Schilddrüsengewebe Autoimmunität.

Die Wissenschaft:

  • Studien zeigen: Glutenfreie Ernährung senkt bei manchen Hashimoto-Patienten die Antikörper
  • Besonders bei gleichzeitiger Zöliakie oder Gluten-Sensitivität
  • Aber nicht bei allen!

Meine Erfahrung:
Etwa 30-40% meiner Hashimoto-Patienten profitieren deutlich von glutenfreier Ernährung. Antikörper sinken, Symptome bessern sich. Bei anderen: kein Unterschied.
Empfehlung:
  • Versuch es für 3-6 Monate konsequent (wirklich 100% glutenfrei!)
  • Beobachte: Symptome, Antikörper, Wohlbefinden
  • Wenn Besserung: weiter weglassen
  • Wenn kein Unterschied: musst du nicht dauerhaft verzichten

Nicht dogmatisch werden!
Glutenfrei ist kein Allheilmittel, aber für manche ein wichtiger Baustein.

Trigger 2: Darm – die Wurzel vieler Übel
Die Verbindung:
  • 70-80% deines Immunsystems sitzt im Darm
  • Leaky Gut (durchlässiger Darm) unkontrollierte Immunaktivierung
  • Dysbiose (gestörtes Mikrobiom) Entzündung

Bei vielen Hashimoto-Patienten finde ich:

  • Dünndarm-Fehlbesiedelung
  • Leaky Gut
  • Candida-Überwucherung
  • Mangel an guten Bakterien

Was tun?

  • Darmaufbau
  • Leaky Gut heilen (L-Glutamin, Zink, Kollagen)
  • Probiotika
  • Anti-entzündliche Ernährung
  • Trigger meiden (Zucker, Alkohol, Fertigprodukte)

Das braucht Zeit
(3-12 Monate), aber es lohnt sich.

Trigger 3: Infekte – besonders EBV
Der Zusammenhang: Etwa 80% der Hashimoto-Patienten haben Hinweise auf eine EBV-Infektion. Zufall? Wahrscheinlich nicht.
Wie kann ein Virus Hashimoto triggern?
  • Virusproteine ähneln Schilddrüsenproteinen
  • Chronische Virusaktivierung Dauerstress fürs Immunsystem
  • Entzündung im Gewebe Autoimmunität
Was tun?
  • EBV-Status checken
  • Bei Reaktivierung: Behandlung (siehe vorheriger Artikel)
  • Immunsystem stärken

Trigger 4: Stress – der unterschätzte Faktor
Chronischer Stress:
  • Erhöht Cortisol unterdrückt Immunregulation
  • Autoimmunität verschlimmert sich
Viele Hashimoto-Patienten berichten:
  • Diagnose kurz nach schwerer Stress-Phase
  • Schübe bei Stress
  • Antikörper steigen in Stress-Phasen
Was tun?
  • Stress-Management (Meditation, Atemübungen, Therapie)
  • Ausreichend Schlaf (7-9 Stunden!)
  • Grenzen setzen

Trigger 5: Toxine und Schwermetalle
Umweltgifte, die mit Hashimoto assoziiert sind:
  • Schwermetalle (Quecksilber aus Amalgam, Fisch)
  • Pestizide
  • Plastikweichmacher (BPA)
  • Fluorid (kontrovers)
Was tun?
  • Amalgam-Sanierung erwägen
  • Bio-Lebensmittel
  • Wasser filtern
  • Plastik minimieren


Die kritischen Mikronährstoffe bei Hashimoto
Deine Schilddrüse kann ohne bestimmte Nährstoffe nicht funktionieren – und dein Immunsystem auch nicht.
Selen – der Star
Warum so wichtig?
  • Essentiell für T4T3-Umwandlung
  • Schützt Schilddrüse vor oxidativem Stress
  • Anti-entzündlich, immunmodulierend

Studien zeigen:

  • Selen-Supplementierung (200 µg täglich) senkt Antikörper

Wie viel?

  • 100-200 µg täglich
  • Oder: 2-3 Paranüsse täglich (diese sind aber leider oft Schimmelpilzbelastet. Und Mykotoxine sind ein grosses Problem für das Immunsystem!)

Wichtig:
Nicht über 400 µg täglich (kann toxisch sein).

Zink – für Immunsystem und Umwandlung
Warum wichtig?
  • Cofaktor für T4T3-Umwandlung
  • Immunmodulation
Wie viel?
  • 15-30 mg täglich
  • Abends einnehmen

Eisen – oft übersehen
Warum wichtig?
  • Schilddrüsenhormon-Produktion braucht Eisen
  • T4T3-Umwandlung braucht Eisen

Das Problem:

  • Viele Frauen haben Eisenmangel
  • Bei Hashimoto oft zusätzlich Malabsorption

Wie viel?

  • 30-60 mg täglich
  • Mit Vitamin C kombinieren
  • Wichtig: NICHT gleichzeitig mit Schilddrüsenhormon (4h Abstand!)

Vitamin D – der Immunmodulator
Warum wichtig?
  • Fundamental für Immunregulation
  • Mangel ist bei Autoimmunerkrankungen häufig
Wie viel?
  • Ziel: 50-70 ng/ml im Blut
  • 2000-5000 IE täglich
  • Mit K2 kombinieren

Weitere wichtige Nährstoffe:
  • Magnesium: 300-400 mg täglich
  • Vitamin B12: 500-1000 µg täglich
  • Omega-3: 2-3g täglich


Die Jod-Kontroverse: Freund oder Feind?
Das ist DAS kontroverse Thema bei Hashimoto.
Die beiden Lager:
Schulmedizin: "Jod ist bei Hashimoto gefährlich. Kann Entzündung verschlimmern. Besser meiden!"
Naturheilkunde: "Jodmangel ist ein Mitauslöser. Intelligente Jod-Supplementierung kann helfen."
Was stimmt?
Beide haben Recht – für unterschiedliche Situationen.
Fakt 1: Jod ist essentiell
  • Ohne Jod: keine Hormonproduktion

Fakt 2: Zu viel Jod kann Entzündung triggern

  • Hohe Dosen (>500 µg) können bei anfälligen Menschen Autoimmunität verstärken

Meine Empfehlung:
1. Jod-Status testen
  • Bei Mangel: vorsichtig supplementieren
  • Bei ausreichender Versorgung: keine Extra-Supplementierung

2. Wenn Jod supplementiert wird:

  • Immer zusammen mit Selen
  • Niedrig beginnen (50-150 µg täglich)
  • Antikörper überwachen

3. Jodreiche Lebensmittel:

  • Fisch, Meeresfrüchte (moderat okay)
  • Algen (Vorsicht! lieber meiden)
  • Jodhaltiges Salz in normalen Mengen ist okay

4. Was meiden:

  • Hochdosierte Jod-Präparate
  • Kelp, Spirulina in großen Mengen

Extremes Meiden ist genauso falsch wie hochdosierte Supplementierung.

Nebennieren und Hashimoto: Die übersehene Verbindung
Hier wird's wichtig – und wird von vielen Ärzten komplett übersehen.

Das Problem:
Deine Schilddrüse und deine Nebennieren arbeiten eng zusammen. Wenn die Nebennieren schwächeln, kann T3-Gabe problematisch sein.
Warum?
  • T3 erhöht den Stoffwechsel
  • Nebennieren müssen mehr Cortisol produzieren
  • Wenn Nebennieren erschöpft sind T3 kann dich schlechter fühlen lassen

Symptome schwacher Nebennieren:

  • Morgens extrem müde
  • Mittags Energietief
  • Abends plötzlich wach
  • Salzhunger
  • Schwindel beim Aufstehen

Was tun?
1. Nebennieren-Status checken BEVOR du T3 startest
2. Wenn Cortisol niedrig ist:
  • Erst Nebennieren unterstützen:
    • Adaptogene (Ashwagandha, Rhodiola)
    • Ausreichend Schlaf
    • Stress reduzieren
  • Dann erst T3 einführen (langsam!)

Viele Hashimoto-Patienten, die "T3 nicht vertragen", haben eigentlich ein Nebennieren-Problem.


Ernährung bei Hashimoto: Streng vs. moderat

Das Autoimmun-Protokoll (AIP)
Was ist AIP? Eine strenge Eliminationsdiät:
Eliminiert werden:
  • Gluten, alle Getreide
  • Hülsenfrüchte
  • Nachtschattengewächse (Tomaten, Paprika, Kartoffeln)
  • Eier, Nüsse, Samen
  • Milchprodukte
  • Kaffee, Alkohol
  • Zucker

Was bleibt?

  • Fleisch, Fisch
  • Innereien
  • Gemüse (außer Nachtschatten)
  • Fermentierte Lebensmittel
  • Knochenbrühe
  • Gesunde Fette

Für wen sinnvoll?

  • Schwere Symptome trotz Medikation
  • Hohe Antikörper
  • Bereitschaft für strikte Durchführung

Vorteile:

  • Viele berichten von Besserung
  • Antikörper sinken oft

Nachteile:

  • Sehr restriktiv
  • Sozial schwierig
  • Teuer

Der moderate Ansatz
Für viele ausreichend:
  • Gluten weglassen (testen)
  • Anti-entzündliche Basis:
    • Viel Gemüse
    • Hochwertige Proteine
    • Omega-3-reich
    • Zuckerfrei
  • Darmgesundheit fördern
  • Individuelle Trigger finden

Meine Empfehlung:

  • Starte moderat
  • Wenn das reicht: großartig!
  • Wenn nicht: AIP für 6-8 Wochen
  • Dann individualisieren

Nicht dauerhaft super-restriktiv bleiben!


Schwangerschaft mit Hashimoto
Du hast Hashimoto und möchtest schwanger werden?
Warum ist das wichtig?
Für die Mutter:
  • Höheres Risiko für Fehlgeburten
  • Erschöpfung
Für das Baby:
  • In den ersten 12 Wochen ist das Baby auf mütterliche Hormone angewiesen
  • Zu wenig Hormone Entwicklungsstörungen

Was ist anders?
Der Bedarf an Hormonen steigt um 30-50%!
Das bedeutet: Deine L-Thyroxin-Dosis muss erhöht werden!

Was tun?
VOR der Schwangerschaft:
  • Werte optimieren
  • Antikörper checken
  • Mikronährstoffe auffüllen (Selen, Vitamin D, Eisen, Folsäure)

Während der Schwangerschaft:

  • L-Thyroxin-Dosis sofort erhöhen
  • Engmaschige Kontrollen
  • Mikronährstoffe weiter

Nach der Geburt:

  • Dosis wieder anpassen
  • Stillen ist möglich unter L-Thyroxin
Wichtig: Schwangerschaft mit Hashimoto ist gut machbar – aber braucht Begleitung!

Realistische Erwartungen
Kann Hashimoto "geheilt" werden?
Ehrlich: Nein. Die Autoimmunität bleibt meist nachweisbar.
Meine Mutter hatte fast 30 Jahre Hashimoto. Nun muss sie nichts mehr nehmen. Nach ihrem Schlaganfall 2016 haben wir eine Therapie mit Reintoxine von Horvi gemacht, danach hat sich auch die Schilddrüse erholt.

Aber:

Was MÖGLICH ist:
  • Antikörper deutlich senken
  • Symptomfreiheit erreichen
  • Lebensqualität massiv verbessern

Etwa 30-40% erreichen:

  • Normalisierung der Antikörper
  • Deutliche Symptombesserung

Weitere 40-50% erreichen:

  • Sinkende Antikörper
  • Bessere Lebensqualität

Fazit: Hashimoto ist mehr als eine Tablette
Die wichtigsten Hebel:
Hormone optimieren
Mikronährstoffe
Darmgesundheit
Trigger eliminieren
Stress-Management
Ernährung


Du hast Hashimoto und fühlst dich trotz L-Thyroxin nicht gut? In meiner Praxis schauen wir uns das Gesamtbild an: Hormone, Mikronährstoffe, Darm, Trigger, Stress.


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Histamin ist ein wichtiger Botenstoff im Körper, der viele Funktionen übernimmt – von der Immunabwehr bis zur Regulation der Magensäure. Doch bei manchen Menschen gerät die Histaminregulation aus dem Gleichgewicht, was zu vielfältigen Beschwerden führen kann. Besonders bei Allergien und Mastzellaktivierung spielt Histamin eine zentrale Rolle. Read More…

Pilzerkrankungen

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Chronisch persistierende Erreger

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Rund um den Zahn

Ich hole hier einmal einen alten Text von mir vor. Weil es immer aktuell ist, so gut wie alle Menschen betrifft und nicht vergessen werden sollte.
Es soll um die Zähne gehen. Der Zahn/Kieferbereich (mitsamt den Nebenhöhlen und auch Mandeln) ist ein Sammelbecken für Keime und Toxine. Toxine, die von Bakterien produziert werden, aber auch Toxine aus Werkstoffen der Zahnmedizin.
Hier ist oft der Anfang vieler schwerwiegender Erkrankungen, die sich durch den ganzen Körper ziehen. Im Zahnbereich ist es vielleicht eine Parodontose oder Parodontitis. Eine chronische Nebenhöhlenentzündung. Aber die Nähe zum Gehirn begünstigt auch neurodegenerative Erkrankungen wie MS, Alzheimer und Co.
Und auch einige andere Autoimmunerkrankungen sind die Folge.

Hier nun der alte Text über Zähne.
Zum einen über Beherdungen und weiter unten über Amalgam.
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