August 2025
Hilfe! Ich werde immer dicker!
Fetteinlagerungen und Östrogen: Was in den Wechseljahren und der Perimenopause im Körper passiert
Leider habe ich dies am eigenen Leib erfahren müssen. Ein fast aussichtsloser Kampf gegen die Pfunde. Hier eine Zuammenfassung zum Thema:
Östrogen ist weit mehr als ein „weibliches Hormon“. Es beeinflusst nicht nur Fruchtbarkeit und Zyklus, sondern auch Fettverteilung, Muskelmasse und den Stoffwechsel. Besonders in den Wechseljahren und der Perimeonpasue zeigt sich, wie stark die Hormonlage darüber entscheidet, wo wir Fett einlagern und wie der Körper mit Energie umgeht.
Östrogenmangel in den Wechseljahren: Bauchfett und Insulinresistenz
Wenn die Östrogenproduktion in den Wechseljahren nachlässt, verschiebt sich die Körperzusammensetzung deutlich:
• Fettverteilung: Statt wie zuvor eher an Hüfte und Oberschenkeln, lagert sich Fett zunehmend am Bauch an. Diese viszeralen Fettdepots gelten als besonders ungünstig, weil sie hormonell aktiv sind und Entzündungsprozesse anfeuern können.
• Insulinresistenz: Mit weniger Östrogen sinkt die Empfindlichkeit der Zellen für Insulin. Der Blutzucker steigt leichter an, die Bauchspeicheldrüse muss mehr Insulin ausschütten – ein Wegbereiter für Typ-2-Diabetes. Hier hilft nur noch eine konsequente Ernährungsumstellung hin zu Low Carb oder Ketogene Ernährung, oder auch die Gabe von z.B. Berberin, Metformin o.ä. Präparate. Manchen Personen hilft auch die Haferkur.
• Muskelabbau: Östrogen wirkt normalerweise schützend auf die Muskulatur. Mit sinkenden Hormonspiegeln geht Muskelmasse verloren, was den Grundumsatz senkt und Gewichtszunahme zusätzlich begünstigt.
Kommt es in den Wechseljahren zusätzlich zu mehr Stress, dann ist man in einem Teufelskreis gefangen.
Kurz gesagt: Östrogenmangel verschiebt das Gleichgewicht – weg von Muskelkraft, hin zu Bauchfett und Stoffwechselproblemen.
Oder wie Dr. Berg, ein amerikanischer Arzt so nett sagt: "Wenn der Hintern zum Bauch wird". Der Pomuskel wird weniger und das Bauchfett wächst.
Östrogendominanz: Zu viel des Guten
Das andere Extrem ist eine relative Östrogenüberladung. Sie entsteht oft nicht durch zu hohe absolute Spiegel, sondern durch ein Ungleichgewicht: viel Östrogen bei gleichzeitig zu wenig Progesteron. Typische Ursachen können Stress, Übergewicht, Umweltöstrogene oder unausgeglichene Hormone sein.
• Fetteinlagerung: Hier sind es eher Hüfte, Oberschenkel und Po, die betroffen sind. Dieses sogenannte „gynoidale“ Muster ist an sich weniger riskant als Bauchfett, wird aber oft als belastend empfunden.
• Wassereinlagerungen und PMS-ähnliche Beschwerden treten ebenfalls häufiger auf.
• Insulinresistenz spielt bei reiner Östrogendominanz eine geringere Rolle, kann aber bei gleichzeitiger Gewichtszunahme und Bewegungsmangel hinzukommen.
Der entscheidende Unterschied
• Östrogenmangel → Bauchfett, Insulinresistenz, Muskelverlust.
• Östrogendominanz → eher Hüft- und Oberschenkelfett, Wassereinlagerungen, Beschwerden durch Ungleichgewicht mit Progesteron.
Beide Zustände haben also unterschiedliche Gesichter, auch wenn sie sich auf der Waage ähnlich zeigen können.
Was hilft?
• Muskeltraining: schützt vor Muskelabbau und verbessert die Insulinsensitivität.
• Eiweißreiche Ernährung: unterstützt Muskelerhalt und Sättigung. Zusätzlich: Low carb/ zyklisches Keto.
• Stressreduktion: wirkt balancierend auf Progesteron und damit gegen Östrogendominanz.
• Medizinische Abklärung: Hormonstatus und Stoffwechselwerte (HOMA-Index!) prüfen lassen, bevor man eigenständig gegensteuert.
• Nahrungsergänzungsmittel: Leberunterstützung, Pflanzenstoffe, Mikronährstoffe, Vitamine u.a.
Leider habe ich dies am eigenen Leib erfahren müssen. Ein fast aussichtsloser Kampf gegen die Pfunde. Hier eine Zuammenfassung zum Thema:
Östrogen ist weit mehr als ein „weibliches Hormon“. Es beeinflusst nicht nur Fruchtbarkeit und Zyklus, sondern auch Fettverteilung, Muskelmasse und den Stoffwechsel. Besonders in den Wechseljahren und der Perimeonpasue zeigt sich, wie stark die Hormonlage darüber entscheidet, wo wir Fett einlagern und wie der Körper mit Energie umgeht.
Östrogenmangel in den Wechseljahren: Bauchfett und Insulinresistenz
Wenn die Östrogenproduktion in den Wechseljahren nachlässt, verschiebt sich die Körperzusammensetzung deutlich:
• Fettverteilung: Statt wie zuvor eher an Hüfte und Oberschenkeln, lagert sich Fett zunehmend am Bauch an. Diese viszeralen Fettdepots gelten als besonders ungünstig, weil sie hormonell aktiv sind und Entzündungsprozesse anfeuern können.
• Insulinresistenz: Mit weniger Östrogen sinkt die Empfindlichkeit der Zellen für Insulin. Der Blutzucker steigt leichter an, die Bauchspeicheldrüse muss mehr Insulin ausschütten – ein Wegbereiter für Typ-2-Diabetes. Hier hilft nur noch eine konsequente Ernährungsumstellung hin zu Low Carb oder Ketogene Ernährung, oder auch die Gabe von z.B. Berberin, Metformin o.ä. Präparate. Manchen Personen hilft auch die Haferkur.
• Muskelabbau: Östrogen wirkt normalerweise schützend auf die Muskulatur. Mit sinkenden Hormonspiegeln geht Muskelmasse verloren, was den Grundumsatz senkt und Gewichtszunahme zusätzlich begünstigt.
Kommt es in den Wechseljahren zusätzlich zu mehr Stress, dann ist man in einem Teufelskreis gefangen.
Kurz gesagt: Östrogenmangel verschiebt das Gleichgewicht – weg von Muskelkraft, hin zu Bauchfett und Stoffwechselproblemen.
Oder wie Dr. Berg, ein amerikanischer Arzt so nett sagt: "Wenn der Hintern zum Bauch wird". Der Pomuskel wird weniger und das Bauchfett wächst.
Östrogendominanz: Zu viel des Guten
Das andere Extrem ist eine relative Östrogenüberladung. Sie entsteht oft nicht durch zu hohe absolute Spiegel, sondern durch ein Ungleichgewicht: viel Östrogen bei gleichzeitig zu wenig Progesteron. Typische Ursachen können Stress, Übergewicht, Umweltöstrogene oder unausgeglichene Hormone sein.
• Fetteinlagerung: Hier sind es eher Hüfte, Oberschenkel und Po, die betroffen sind. Dieses sogenannte „gynoidale“ Muster ist an sich weniger riskant als Bauchfett, wird aber oft als belastend empfunden.
• Wassereinlagerungen und PMS-ähnliche Beschwerden treten ebenfalls häufiger auf.
• Insulinresistenz spielt bei reiner Östrogendominanz eine geringere Rolle, kann aber bei gleichzeitiger Gewichtszunahme und Bewegungsmangel hinzukommen.
Der entscheidende Unterschied
• Östrogenmangel → Bauchfett, Insulinresistenz, Muskelverlust.
• Östrogendominanz → eher Hüft- und Oberschenkelfett, Wassereinlagerungen, Beschwerden durch Ungleichgewicht mit Progesteron.
Beide Zustände haben also unterschiedliche Gesichter, auch wenn sie sich auf der Waage ähnlich zeigen können.
Was hilft?
• Muskeltraining: schützt vor Muskelabbau und verbessert die Insulinsensitivität.
• Eiweißreiche Ernährung: unterstützt Muskelerhalt und Sättigung. Zusätzlich: Low carb/ zyklisches Keto.
• Stressreduktion: wirkt balancierend auf Progesteron und damit gegen Östrogendominanz.
• Medizinische Abklärung: Hormonstatus und Stoffwechselwerte (HOMA-Index!) prüfen lassen, bevor man eigenständig gegensteuert.
• Nahrungsergänzungsmittel: Leberunterstützung, Pflanzenstoffe, Mikronährstoffe, Vitamine u.a.
Bioidentische Hormontherapie
29/08/25 14:17 Filed in: Frauenheilkunde | Hormontherapie | Hormone | Naturidentische Hormontherapie
Ein ausgeglichenes Hormonsystem – Grundlage für Gesundheit und Lebensfreude
Hormone steuern unzählige Abläufe in unserem Körper. Sie beeinflussen nicht nur Kreislauf, Stoffwechsel und Knochen, sondern auch Schlaf, Energie, Haut, Haare, Gewicht, Fruchtbarkeit, Stimmung und Konzentration.
Erst wenn dieses System wie ein fein abgestimmtes Netzwerk zusammenarbeitet, entsteht Stabilität und Wohlbefinden. Doch Hormone reagieren empfindlich auf Stress, Alter, Ernährung, Umweltfaktoren, Medikamente oder genetische Einflüsse – gerät das Gleichgewicht ins Wanken, wirkt sich das auf Körper und Psyche gleichermaßen aus.
Häufige Auslöser und Anzeichen einer Hormonstörung
Viele Beschwerden werden lange nicht mit Hormonen in Verbindung gebracht. Dauerstress etwa kann die Nebennieren überlasten, die Schilddrüse schwächen und in einen Burn-out münden.
Frauen spüren hormonelle Schwankungen oft im Zyklus oder in den Wechseljahren, z. B. durch PMS, Stimmungstiefs, Schlafprobleme, Gewichtszunahme (und Umverteilung von Fettdepots) oder unregelmäßige Blutungen.
Auch Männer erleben Veränderungen: Ein sinkender Testosteronspiegel in der sogenannten Andropause kann zu Leistungsabfall, Antriebslosigkeit oder Libidoverlust führen.
Mögliche Symptome einer hormonellen Dysbalance
Ein gestörtes Hormonsystem kann zahlreiche Beschwerden auslösen:
• Hautprobleme, Haarausfall, übermäßiger Haarwuchs
• Ängste, Depressionen, Stimmungsschwankungen
• Erschöpfung, Schlafstörungen
• Zyklusstörungen, Endometriose, Zysten
• Erektionsprobleme, Libidoverlust, Prostatavergrößerung
• Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten, Wochenbettdepression
• Migräne, Muskelschmerzen, Fibromyalgie
• Übergewicht, Cellulite, Insulinresistenz
• Osteoporose, Demenz, Brustkrebsrisiko
-> ausführliche Liste weiter unten!
Warum reine Symptombehandlung oft nicht reicht
Die klassische Medizin setzt häufig auf Medikamente wie Schmerzmittel, Hormonblocker oder Antidepressiva. Das bekämpft zwar einzelne Beschwerden, doch die Ursache bleibt meist bestehen. Gleichzeitig können neue Nebenwirkungen entstehen und der Körper wird zusätzlich belastet.
Ein anderer Ansatz: Bioidentische Hormontherapie
In meiner Praxis setze ich auf eine ursachenorientierte und natürliche Behandlung, die das Hormonsystem wieder ins Gleichgewicht bringt:
• Präzise Analyse Ihrer Hormonwerte (Blut- und Speichelanalyse)
• Individuelle Berücksichtigung Ihrer Symptome und Lebensgeschichte
• Einsatz von bioidentischen Hormonen – Substanzen, die identisch mit körpereigenen Hormonen sind
• Ganzheitliche Betrachtung von Körper, Nerven und Psyche
Das Ziel: Ihre natürliche Hormonregulation wieder in Gang bringen – und so eine langfristige Verbesserung von Wohlbefinden und Lebensqualität erreichen.
Bioidentische Hormone – was sie besonders macht
Bioidentische Hormone sind chemisch identisch mit den Hormonen, die unser Körper selbst bildet. Sie werden meist aus pflanzlichen Ausgangsstoffen wie der Yamswurzel gewonnen und so aufbereitet, dass der Körper sie problemlos erkennt und nutzen kann. Dadurch fügen sie sich harmonisch ins hormonelle Gleichgewicht ein.
Einsatzmöglichkeiten natürlicher Hormone
Bioidentische Hormone können hilfreich sein bei:
• Wechseljahresbeschwerden
• PMS und Zyklusproblemen
• Kinderwunsch
• hormonellen Veränderungen nach Verhütung oder Geburt
Darüber hinaus auch unterstützend bei Erkrankungen wie Osteoporose, Migräne, Depressionen, Fibromyalgie, Angststörungen oder Libidoverlust.
Sie sind so gute "Anti-aging" Präparate, die man über lange Jahre ohne Probleme einnehmen kann. ->Frauen und Alzheimer!
Warum nicht einfach synthetische Hormone?
Konventionelle Präparate enthalten oft künstliche oder tierische Hormone, die nur ähnlich, aber nicht identisch mit den menschlichen sind. Das Risiko für Nebenwirkungen, Stoffwechselprobleme oder Langzeitfolgen wie Thrombosen oder Leberbelastung ist hier höher.
Bioidentische Hormone dagegen sind körpereigen, werden physiologisch verstoffwechselt und sind individuell dosierbar – was sie verträglicher und sicherer macht.
Wissenschaft und Erfahrung
Seit über 20 Jahren arbeite ich erfolgreich mit bioidentischen Hormonen und habe unzählige Hormonprofile ausgewertet. Jede Therapie wird individuell geplant, begleitet und regelmäßig überprüft.
Studien zeigen: Während synthetische Hormone das Krebsrisiko erhöhen können, gibt es bei bioidentischen keine vergleichbaren Hinweise – im Gegenteil: Manche wirken sogar präventiv gegen Brustkrebs, Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Diagnostik: Blut - und/oder Speicheltests?
Eine wirksame Hormontherapie braucht eine verlässliche Grundlage. Ich nutze beide Möglichkeiten, da beide Arten ihre Vorteile haben. Z.b. sind Steuerhormone wie FSH oder LH nur über das Blut messbar. Ebenfalls die Schilddrüsenhormone.
So kann ich mit den Tests:
• Hormonaufnahme und Dosierung zuverlässig beurteilen
• Wechselwirkungen mit Schilddrüse oder Nebennieren (Urintests/Speicheltest) erkennen
• eine sichere, individuelle Therapie sicherstellen
- Eine Unterscheidung:
Speicheltest ist meiner Meinung nach die bessere Methode bei jüngeren Frauen (vor den Wechseljahren/Perimenopause):
zu oft habe ich erlebt, dass die Frauen trotz massiver Problematik mit "guten" Laborbefunden im Blut vom Frauenarzt nach Hause gingen. Die Speichelanalyse zeigt jedoch immer die wahre Problematik auf.
Anders bei Frauen ab der Perimenopause und Menopause. Hier zeigen auch die Bluttests eindeutige Resultate (da ja kaum noch Hormone produziert werden).
Während das Blut vor allem den Gesamthormonspiegel (gebunden) abbildet, misst der Speichel nur die freie, biologisch aktive Fraktion, die direkt an den Zellen wirksam ist.
• Blut: internationaler schulmedizinischer Standard, besonders für FSH, LH, Estradiol, Progesteron,Testosteron, DHEA-S.
• Speichel: sensibel für Schwankungen, zeigt die aktive und zellnahe Fraktion, besonders hilfreich bei Progesteron und Cortisol.
• Kombination: Für eine optimale Therapie sollten immer Symptome (!), Blut- und Speichelwerte gemeinsam bewertet werden.
Die Werte müssen stets individuell interpretiert werden! Fast wichtiger als Laborwerte sind die Symptome und das (Wohl-)Befinden der Frau.
Die Frage, wann und wie zu messen in der Verlaufskontrolle (also unter der Therapie):
Blut:
1.) Sinnvoll hier ist die Messung des "Talspiegels". Hier misst man nach 12-24 Stunden nach der letzten Hormongabe. Man kann damit beurteilen, ob eine gute Grundversorgung und eine ausreichende Dosierung vorliegt für eine kontinuierliche Versorgung. Ist besser zu verwerten und reproduzierbarer als der :
2.) "Peak-Wert": hier misst man schon nach 3 h nach der letzten Hormongabe den Blutwert. Hier ist die Fragestellung, ob die Hormone ankommen, und ob die maximale Resorption gewährleistet ist. Dieser Wert sollte 2-3x höher als der Talspiegel-Wert sein.
Speichel:
Hier misst man nach mindestens 12-24 h Pause.
• Progesteron:
Im Blut oft niedrig, obwohl man genug hohe Dosen einnimmt. Progesteron wirkt stark gewebsbezogen und ist daher im Blut nicht optimal nachweisbar.
Im Speichel dagegen sieht man häufig deutlich höhere Werte als im Blut, da er die freie Fraktion anzeigt.
→ Kann also helfen, die klinische Wirkung besser zu erklären.
• Östradiol:
Blutwerte gelten laut Lehrmeinung als stabiler. Im Speichel oft große Schwankungen und methodische Unsicherheiten durch den sog. "Matrix"- Effekt bei der Messung.
In der Speichelanalyse ist der Progesteron-Östrogen Quotient wichtig.
→ Bei Östrogen kann die Blutdiagnostik verlässlicher sein.
• Cortisol/DHEA:
Im Speichel sehr aussagekräftig, besonders bei Tagesprofilen.
→ spannend bei Nebennieren-/Stress-Thematik.
Für Frauen in den Wechseljahren
Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Libidoverlust oder trockene Schleimhäute – all diese Beschwerden lassen sich mit bioidentischer Hormonersatztherapie sanft regulieren. Dabei setzen wir nicht nur auf Estradiol , sondern auch Estriol und Progesteron, oder auch auf DHEA, Testosteron und Pregnenolon.
Die Therapie ist individuell und erfolgt nach einem klaren Ablauf:
1. Anamnese und Beratung
2. Labordiagnostik
3. Persönliches Hormonkonzept
4. ggf. ergänzende Maßnahmen (z. B. Mikronährstoffe, Stuhltests ->Estrobolom!)
5. Verlaufskontrolle
6. Einbezug anderer hormoneller Systeme (Schilddrüse, Nebenniere)
Für Männer mit Hormonmangel
Viele Männer spüren ab 40 einen Rückgang von Testosteron oder DHEA – oft verbunden mit Antriebslosigkeit, Energieverlust, Libido-Problemen oder Gewichtszunahme.
Mit bioidentischen Hormonen können diese Defizite gezielt ausgeglichen werden. Zum Einsatz kommen Testosteron, DHEA und ggf. weitere Hormone, individuell dosiert und sicher überwacht.
Auch hier gilt: Wir begleiten Sie Schritt für Schritt – von der Diagnostik bis zur Verlaufskontrolle – und integrieren bei Bedarf Ernährung, Stressmanagement oder Mikronährstoffe.
Die Therapie
Es gibt diese Möglichkeiten der Hormongabe: orale, vaginale und transdermale (über die Haut)
Estradiol wird nromalerweise nur transdermal appliziert. (ausser bei der Rimkus-Methode mittels Kapseln, von der ich persönlich wenig halte!)
Beim Progesteron kommt es auf die Problematik an.
Grundsätzlich ist auch hier die transdermale Therapie die sinnvollste.
Ausnahme:
bei Schlafstörungen- hier ist es besser, das Progesteron kurz vor dem zu Bett gehen oral aufzunehmen.
Warum?
Progesteron wirkt bei oraler Einnahme direkt stark beruhigend auf das Gehirn-> über GABA Rezeptoren, dies wirkt "einschläfernd", jedoch gelangen dann nur etwa 10 - 15 % des Progesteron in den Kreislauf (First Pass Effekt).
Es kommt hier zu einer Umwandlung zu Allopregnanolon, dieses vestärkt die Wirkung von GABA, wirkt angstlösend, beruhigend. Es wirkt ähnlich wie Benzodiazepine (Beruhigungsmittel). Allopregnanolon kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden.
Progesteron transdermal wirkt langsamer und mehr auf das vegetative Nervensystem (Sympathikus-Parasympathikus) - entspannend und bei innerer Unruhe, senkt den Blutdruck.
Es wirkt transdermal direkter: so wie das selbst produzierte Progesteron. Es bleibt konstanter im Blutkreislauf (eine "echte" Hormonwirkung), daher besser bei Zyklusschwankungen und Kinderwunsch. Es wirkt direkt auf die im Körper verteilten Progesteron Rezeptoren.
Ich selbst nutze beide Möglichkeiten. Oral jedoch nur bei Frauen in den Wechseljahren mit Schlafstörungen. Hier jedoch immer kombiniert oral & transdermal!
Bei jungen Frauen mit allgemeinen Zyklusproblemen oder Kinderwunsch nur transdermal!
Bioidentische Hormontherapie ist keine reine Ersatzlösung, sondern ein Weg, den Körper bei seiner Selbstregulation zu unterstützen. Beschwerden werden an der Wurzel behandelt, die Lebensqualität nachhaltig gesteigert und gleichzeitig Prävention betrieben – für mehr Energie, Stabilität und Lebensfreude.