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Tantra für Paare

Tantra für Paare: Intimität neu entdecken mit Lingam- und Yoni-Massage
(Dies ist der vierte Teil eine Tantra Serie: Tantra für Frauen I & II, Tantra für Männer, Tantra für Paare, Tantra & Traumatherapie, Tantra für Singles)

Wie ihr nach Jahren wieder zueinander findet – durch Berührung, Atem und echte Präsenz


Exkurs:
Was ist Tantra eigentlich?
Vielleicht denkst du bei Tantra sofort an Sexualität – das ist nur ein kleiner Teil eines viel größeren Bildes. Tantra ist eine jahrtausendealte spirituelle Praxis, die aus Indien stammt und wörtlich übersetzt "Ausdehnung" oder "etwas was die Ausdehnung fördert" bedeutet. ("Tan": ausdehnen. "Tra": Instrument)
Im Kern geht es darum:

  • Lebensenergie bewusst zu spüren und fließen zu lassen – diese Energie nennt man auch "Prana" oder Qi
  • Deinen Körper als heiligen Tempel zu erfahren, nicht als etwas, das kontrolliert oder perfektioniert werden muss
  • Präsenz im gegenwärtigen Moment – raus aus dem Kopf, rein ins Fühlen
  • Die Verbindung zwischen Atem, Bewegung und Bewusstsein zu nutzen, um mehr Lebendigkeit zu erfahren

___

Kennt ihr das? Ihr liegt nebeneinander im Bett, jeder auf seinem Smartphone. Sex läuft nach Schema ab – wenn er überhaupt noch stattfindet. Ihr funktioniert als Team, organisiert den Alltag, aber die Intimität? Die tiefe Verbindung? Die ist irgendwo auf der Strecke geblieben.
Vielleicht seid ihr 20, 30 Jahre zusammen. Ihr liebt euch noch – aber ihr fühlt euch nicht mehr. Die Berührungen sind routiniert geworden. Der Blickkontakt ist flüchtig. Und tief drinnen fragt ihr euch beide: "Ist das jetzt alles?"
Tantrische Praktiken wie Lingam- und Yoni-Massage, gemeinsame Atemarbeit und bewusste Berührung können euch zeigen: Da ist noch so viel mehr möglich.
Dieser Artikel ist eine Einladung an euch beide, euch neu kennenzulernen. Auch nach Jahrzehnten.

Was tantrische Arbeit für Paare bedeutet – jenseits von Klischees
Vergisst die stundenlangen Räucherstäbchen-Rituale. Tantra für Paare bedeutet:
Präsenz statt Performance
  • Es geht nicht darum, dass "er" funktionieren muss oder "sie" zum Orgasmus kommen muss
  • Es geht darum, im Moment zu sein – wirklich da zu sein, mit eurem ganzen Körper und Bewusstsein

Spüren statt Ziel erreichen

  • Sex wird zur Erfahrung statt zur Leistung
  • Ihr lernt, den Weg zu genießen, nicht nur das Ziel

Geben und Empfangen

  • Einer gibt, einer empfängt – ohne gleichzeitig "zurückgeben" zu müssen
  • Das schafft eine völlig andere Qualität von Intimität

Kommunikation ohne Worte

  • Durch Atem, Blickkontakt und Berührung entsteht eine tiefere Verbindung als durch jedes Gespräch
  • Ihr lernt, den Körper eures Partners wirklich zu "lesen"

Im Kern geht es darum: Ihr begegnet euch wieder als Liebende, nicht nur als Lebenspartner, Eltern oder Funktionsteam.

Warum Intimität in langen Beziehungen oft einschläft
Bevor wir zu den Übungen kommen, ist es wichtig zu verstehen, warum das passiert – damit ihr euch nicht gegenseitig Vorwürfe macht.

Ihr kennt euch "zu gut"
Das Gehirn liebt Neuheit. Nach Jahren zusammen gibt es kaum noch Überraschungen. Euer Körper reagiert nicht mehr so stark auf den Partner, den ihr in- und auswendig kennt. Das ist Biologie, keine fehlende Liebe.

Der Alltag frisst die Erotik
Rechnungen, Kinder, Arbeit, Haushalt – am Ende des Tages seid ihr erschöpft. Intimität braucht Energie und Raum. Wenn beides fehlt, verschwindet sie.

Verletzungen und unausgesprochene Konflikte
Über die Jahre sammeln sich kleine (und große) Verletzungen an. Unausgesprochene Konflikte schaffen Distanz. Diese emotionale Distanz überträgt sich auf die körperliche Intimität.

Körperliche Veränderungen
Mit 40, 50, 60+ verändert sich euer Körper. Vielleicht schämt sich einer von euch. Vielleicht funktioniert nicht mehr alles wie früher. Das kann verunsichern und dazu führen, dass ihr euch zurückzieht.

Die gute Nachricht:
All das ist normal. Und all das lässt sich verändern – wenn ihr beide bereit seid, euch neu aufeinander einzulassen.

Die Grundlagen: Bevor ihr mit Lingam- und Yoni-Massage beginnt
Tantrische Intimität baut auf Vertrauen auf. Deshalb beginnt ihr nicht sofort mit Genital-Massagen, sondern mit Übungen, die euch wieder näherbringen.

Übung 1: Der heilige Raum – Vorbereitung ist alles (10 Minuten)
Bevor ihr übt, schafft bewusst einen Raum, der sich anders anfühlt als euer Alltag.
So geht's:
  1. Räumt euer Schlafzimmer auf. Ja, wirklich. Keine (schmutzige) Wäsche, keine Arbeitspapiere. Und runter mit Hund und Katze vom Bett. ;)
  2. Schafft Atmosphäre: Kerzen, warmes Licht, vielleicht leise Musik. Macht das Handy aus.
  3. Wärme: Sorgt dafür, dass es warm genug ist, sodass ihr euch nackt wohlfühlt. Bereitet warme Handtücher vor.
  4. Zeit: Blockt mindestens 60-90 Minuten, in denen ihr nicht gestört werdet. Das ist eure Zeit – heilig.
  5. Intention: Bevor ihr beginnt, setzt euch gegenüber und sagt euch gegenseitig: "Ich bin heute ganz für dich da. Ohne Erwartung, ohne Leistung."

Dieser Schritt ist nicht optional. Der Raum, den ihr schafft, beeinflusst direkt, wie tief ihr gehen könnt.

Übung 2: Augenkontakt – Die Basis der Verbindung (5-10 Minuten)
Wann habt ihr eurem Partner das letzte Mal wirklich in die Augen geschaut? Nicht flüchtig, sondern minutenlang?
So geht's:
  1. Setzt euch bequem gegenüber – auf dem Boden mit Kissen oder auf dem Bett.
  2. Schaut euch in die Augen. Einfach nur schauen. Nicht lächeln müssen, nicht sprechen.
  3. Am Anfang fühlt sich das vermutlich komisch an. Vielleicht müsst ihr lachen, vielleicht wird es unangenehm. Bleibt dabei.
  4. Atmet ruhig und lasst euren Blick weich werden – ihr müsst das Gegenüber nicht "durchbohren", einfach nur da sein.
  5. Nach 3-5 Minuten: Einer von euch legt eine Hand auf das Herz des anderen. Spürt den Herzschlag. Dann tauscht.

Was passiert:
Augenkontakt aktiviert Oxytocin – das Bindungshormon. Nach wenigen Minuten fühlt ihr euch näher. Diese Übung allein kann eure Beziehung verändern, wenn ihr sie regelmäßig macht.

Übung 3: Synchrones Atmen – Euer Rhythmus wird eins (10 Minuten)
Atmen verbindet. Wenn ihr synchron atmet, synchronisieren sich auch eure Nervensysteme.
So geht's:
  1. Bleibt in der gleichen Position wie bei der Augenkontakt-Übung.
  2. Einer von euch beginnt, tief und hörbar zu atmen – durch die Nase ein, durch den Mund aus.
  3. Der andere atmet im gleichen Rhythmus mit.
  4. Nach einigen Atemzügen: Legt eure rechte Hand auf das Herz des Partners, seine/ihre rechte Hand auf euer Herz.
  5. Spürt, wie eure Atemzüge sich synchronisieren. Wie eure Brustkorbe sich gleichzeitig heben und senken.
  6. Stellt euch vor, wie Energie zwischen euren Herzen fließt – ein Kreislauf von Liebe und Lebenskraft.

Variation:
Ihr könnt auch im "Yab-Yum" sitzen – einer von euch (meist die Frau) sitzt mit verschränkten Beinen auf dem Schoß des anderen. Gesichter nah beieinander, Atem fließt zwischen euch.
Warum das so kraftvoll ist: Synchrones Atmen schafft eine körperliche und emotionale Verbindung, die tiefer geht als jedes Gespräch. Ihr spürt einander wieder – auf einer Ebene jenseits von Worten.

Übung 4: Energieaustausch – Berührung mit Bewusstsein (15-20 Minuten)
Bevor ihr zu den Genital-Massagen kommt, lernt erst einmal, euch wieder bewusst und achtsam zu berühren – am ganzen Körper.
So geht's:
  1. Einer von euch liegt bequem auf dem Rücken, nackt oder leicht bekleidet. Der andere sitzt daneben.
  2. Der Gebende legt beide Hände auf das Herz des Empfangenden und atmet einige Male synchron.
  3. Dann beginnt der Gebende, den Körper des Partners zu berühren – langsam, achtsam, ohne sexuelle Absicht:
    • Über die Arme streichen
    • Über den Bauch
    • Über die Beine
    • Den Kopf massieren
    • Den Nacken, die Schultern
  4. Der Empfangende konzentriert sich nur aufs Spüren. Keine Kommentare, kein "Das ist schön" – einfach nur fühlen.
  5. Nach 10 Minuten: Tauscht die Rollen.

Wichtig:
Das ist keine Massage mit Leistungsanspruch. Es geht nicht darum, "es richtig zu machen". Es geht darum, präsent zu sein – der Gebende in seiner Berührung, der Empfangende in seinem Spüren.
Was ihr lernt: Geben ohne Erwartung. Empfangen ohne Gegenleistung. Das ist die Basis für alles, was folgt.

Lingam-Massage: Für ihn – Berührung ohne Leistungsdruck
"Lingam" ist das Sanskrit-Wort für den Penis – aber es bedeutet wörtlich "Stab des Lichts". Im Tantra wird der männliche Körper, besonders der Penis, als heilig betrachtet.
Was Lingam-Massage NICHT ist
  • Kein "Handjob"
  • Kein Mittel zum Zweck (Orgasmus)
  • Keine Technik, die man "abarbeitet"

Was Lingam-Massage IST
  • Eine Ehrung seines Körpers
  • Eine Einladung, Lust ohne Leistungsdruck zu spüren
  • Ein Raum, in dem er einfach empfangen darf
  • Eine Möglichkeit, dass er lernt, Erregung im ganzen Körper zu spüren, nicht nur im Penis

Vorbereitung
  • Er liegt auf dem Rücken, Kissen unter dem Kopf, eventuell unter den Knien
  • Warmes Massageöl bereitstellen (Kokosöl, Sesamöl oder spezielles Tantra-Öl)
  • Du sitzt bequem zwischen seinen Beinen oder seitlich

Der Ablauf (Kurzfassung – für Details siehe unten)
Hier eine erste Orientierung:
  1. Beginne mit dem ganzen Körper (10-15 Min)
    • Berühre und massiere zuerst seine Beine, seinen Bauch, seine Brust
    • Lass ihn ankommen, entspannen
    • Er muss noch nicht erregt sein
  2. Die ersten Berührungen des Lingam (5 Min)
    • Öle deine Hände
    • Umfasse seinen Penis sanft, ohne Bewegung – einfach nur halten
    • Lass ihm Zeit, die Berührung zu spüren
  3. Verschiedene Berührungsqualitäten (15-20 Min)
    • Langsames Streichen – von der Wurzel zur Spitze
    • Umkreisen der Eichel mit den Fingerspitzen
    • Sanfter Druck auf die Basis, auf den Damm
    • Unterschiedliche Rhythmen, unterschiedliche Stärken
    • Wichtig: Du machst das nicht, um ihn zum Orgasmus zu bringen. Du erkundest seinen Körper.
  4. Wenn er erregt ist
    • Lass die Erregung kommen und gehen wie Wellen
    • Wenn er kurz vor dem Orgasmus ist: Halte inne, lass die Energie sich beruhigen
    • Dann beginne wieder
    • Er lernt so, Erregung zu halten und im Körper zu verteilen
  5. Abschluss
    • Wenn er zum Orgasmus kommen möchte: Lass es geschehen, ohne Druck
    • Wenn nicht: Beende die Massage sanft, lege beide Hände auf sein Herz und seinen Unterleib
    • Decke ihn zu und lass ihn einige Minuten nachspüren

Was er dabei lernt
  • Erregung ist nicht gleich Orgasmus – er kann genießen, ohne "zu müssen"
  • Sein ganzer Körper kann Lust empfinden, nicht nur sein Penis
  • Empfangen ist keine Schwäche, sondern ein Geschenk

Für dich als Gebende
  • Es geht nicht darum, "es gut zu machen"
  • Sei neugierig – erforsche seinen Körper wie ein unbekanntes Land
  • Dein eigenes Nervensystem bleibt ruhig – du bist nicht erregt, sondern präsent



Yoni-Massage: Für sie – Berührung ohne Erwartung
"Yoni" bedeutet "heiliger Raum" oder "Quelle des Lebens" – der weibliche Intimbereich wird im Tantra als Tempel betrachtet.
Was Yoni-Massage NICHT ist
  • Kein Vorspiel zum Sex
  • Keine Technik, um sie zum Orgasmus zu bringen
  • Kein "Fingern"

Was Yoni-Massage IST
  • Eine Ehrung ihres Körpers
  • Ein Raum, in dem sie nichts geben muss – nur empfangen
  • Heilung von alten Verletzungen, die oft unbewusst im weiblichen Körper gespeichert sind
  • Eine Einladung, ihren Körper neu zu entdecken

Vorbereitung
  • Sie liegt auf dem Rücken, Kissen unter dem Kopf und den Knien (die Beine sind leicht geöffnet, aber entspannt)
  • Warmes Massageöl (z.b. spezielles Intim-Öl)
  • Du sitzt bequem zwischen ihren Beinen

Der Ablauf (Kurzfassung – für Details siehe unten)

Eine erste Orientierung:

  1. Beginne mit dem ganzen Körper (10-15 Min)
    • Berühre und massiere zuerst ihre Beine, ihren Bauch, ihre Brüste
    • Sie darf ankommen, sich hingeben
    • Keine Eile!
  2. Die ersten Berührungen der äußeren Yoni (5 Min)
    • Öle deine Hände
    • Streiche sanft über ihre äußeren Schamlippen, den Venushügel
    • Lass sie spüren, dass du mit Respekt und Achtung berührst
    • mache Pausen und halte einfach eine Position (z.b auf dem Venushügel)
  3. Die innere Yoni (15-20 Min)
    • Mit ihrem Einverständnis: Ein Finger gleitet sanft in ihre Vagina
    • Du erkundest – langsam, achtsam
    • Verschiedene Bereiche haben verschiedene Empfindungen:
      • Der G-Punkt (vordere Vaginalwand, ca. 3-5 cm tief)
      • Die A-Spot (tiefer, an der vorderen Wand)
      • Die Cervix (Gebärmutterhals – sehr sensibel, vorsichtig!)
    • Wichtig: Du erkundest, du heilst – du versuchst nicht, sie zu einem Höhepunkt zu bringen
  4. 4 Wenn Emotionen kommen
    • Viele Frauen beginnen zu weinen während einer Yoni-Massage
    • Alte Verletzungen, Trauer, Scham können hochkommen
    • Halte den Raum – sei einfach da, ohne zu unterbrechen
  5. Abschluss
    • Wenn sie zum Orgasmus kommt: Wunderbar. Wenn nicht: Genauso wunderbar.
    • Ziehe deinen Finger langsam zurück, lege beide Hände auf ihren Unterleib
    • Decke sie zu und lass sie nachspüren

Was sie dabei lernt
  • Ihr Körper darf einfach sein – ohne Leistung, ohne "schnell kommen zu müssen"
  • Lust kann kommen und gehen, das ist in Ordnung
  • Empfangen ist ein Geschenk, keine Schuld

Für dich als Gebenden
  • Deine Berührung ist ein Geschenk – keine Erwartung dahinter
  • Sei langsam, sei achtsam, sei präsent
  • Wenn du unsicher bist, frag sie: "Wie fühlt sich das an?" (Sie muss nicht antworten, aber du zeigst, dass du da bist)


Nach der Massage: Das Nachspüren ist genauso wichtig
Viele Paare machen den Fehler, nach der Massage sofort aufzustehen, zu duschen, weiterzumachen.
Bitte nicht.
Das Nachspüren ist ein integraler Teil der Erfahrung:
  1. Bleibt liegen (10-15 Min)
    • Der Empfangende liegt entspannt, zugedeckt
    • Der Gebende liegt neben ihm/ihr, Hand auf dem Herzen oder Bauch
    • Atmet gemeinsam
  2. Austausch – aber nur, wenn es sich richtig anfühlt
    • Vielleicht möchte der Empfangende etwas sagen
    • Vielleicht ist Schweigen das Richtige
    • Kein "War das gut?" – sondern "Wie geht es dir?"
  3. Umarmung
    • Umarmt euch, haltet euch
    • Fühlt die Nähe, die entstanden ist


Häufige Herausforderungen – und wie ihr damit umgeht
"Ich fühle mich komisch, wenn ich nur empfange"
Das kennen fast alle – besonders Frauen. Wir sind es gewohnt, zu geben, zu kümmern, zurückzugeben.
Lösung: Macht euch bewusst: Empfangen ist ein Geschenk für den Gebenden. Du erlaubst ihm/ihr, dich zu berühren, zu ehren. Das ist ein Akt des Vertrauens.

"Ich werde nicht erregt" oder "Ich komme zu schnell"
Es geht nicht um Erregung oder Orgasmus. Wenn es passiert: schön. Wenn nicht: genauso gut.
Lösung: Nehmt den Druck raus. Sagt euch vor jeder Massage: "Es gibt kein Ziel. Wir erkunden einfach."

"Ich weiß nicht, ob ich es richtig mache"
Es gibt kein "richtig". Es gibt nur achtsam, langsam, präsent.
Lösung: Kommuniziert. Der Empfangende kann sagen: "Langsamer" oder "Fester" oder einfach nur atmen als Zeichen, dass alles gut ist.

"Mir kommen Tränen / alte Verletzungen hoch"
Das ist normal und sogar heilsam. Im Beckenbereich speichern wir oft alte Emotionen.
Lösung: Der Gebende hält den Raum – unterbricht nicht, tröstet nicht übermäßig, ist einfach da. Nachher könnt ihr darüber sprechen, wenn gewünscht.


Euer neuer Anfang
Vielleicht seid ihr 20 Jahre zusammen. Vielleicht habt ihr Kinder großgezogen, Krisen überstanden, Alltag gemeistert. Und irgendwo auf diesem Weg habt ihr euch als Liebende aus den Augen verloren.
Diese tantrischen Praktiken können euch zurückführen – nicht zu dem, wie es war, sondern zu etwas Tieferem, Reifem.
Ihr müsst nicht perfekt sein. Ihr müsst keine Tantra-Meister werden. Ihr müsst nur bereit sein, euch wieder zu sehen, zu berühren, zu spüren.

Fünf Minuten Augenkontakt können eure Beziehung verändern.
Eine Stunde achtsame Berührung kann euch näher bringen als hundert Gespräche. Ein gemeinsamer Atem kann euch zeigen: Wir sind immer noch eins.
Beginnt heute. Schafft einen heiligen Raum. Schaut euch in die Augen. Atmet zusammen.
Eure Liebe ist nicht vorbei. Sie wartet darauf, neu entdeckt zu werden. :)


Buchempfehlungen für vertiefende Anleitungen: "Das Tao der Sexualität" von Stephen T. Chang, "Tantra – Die Kunst der sexuellen Ekstase" von Margot Anand, oder "Lingam Massage" von Michaela Riedl.

Buchempfehlungen für die Frau: "Yoni-Massage" von Michaela Riedl, "Weibliche Ejakulation und der G-Punkt" von Deborah Sundahl, "Das Tao der Frau" von Maitreyi D. Piontek


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