Tantra für Frauen II: Wechseljahre
Tantra in den Wechseljahren: Deine Kraft neu entdecken
(Dies ist der zweite Teil eine Tantra Serie: Tantra für Frauen I & II, Tantra für Männer, Tantra für Paare, Tantra & Traumen, Tantra für Singles)
Wie du mit tantrischen Übungen durch die Wandlung gehst – mit mehr Lebendigkeit, Selbstannahme und weiblicher Weisheit
Auch hier vorneweg:
Was ist Tantra eigentlich?
Vielleicht denkst du bei Tantra sofort an Sexualität – das ist nur ein kleiner Teil eines viel größeren Bildes. Tantra ist eine jahrtausendealte spirituelle Praxis, die aus Indien stammt und wörtlich übersetzt "Ausdehnung" oder "etwas was die Ausdehnung fördert" bedeutet. ("Tan": ausdehnen. "Tra": Instrument)
Im Kern geht es darum:
___
Vielleicht kennst du das: Dein Körper fühlt sich plötzlich fremd an. Die Hitzewellen kommen unerwartet, dein Beckenboden ist nicht mehr so, wie er war, und manchmal fragst du dich, wo deine Lebensfreude geblieben ist. Dein Unterleib fühlt sich trocken an, die Lust hat sich zurückgezogen, und du spürst eine Leere, wo früher Lebendigkeit war.
Die Wechseljahre werden oft als Verlust beschrieben – Verlust der Fruchtbarkeit, der Jugend, der Weiblichkeit. Doch in meiner Praxis erlebe ich immer wieder, wie Frauen in dieser Phase etwas ganz anderes entdecken: eine tiefere Verbindung zu sich selbst, eine neue Form von Kraft und eine Freiheit, die vorher nicht da war.
Tantrische Körperarbeit kann dich sanft durch diese Wandlung begleiten. Sie hilft dir, deinen veränderten Körper nicht als Feind zu sehen, sondern als Tor zu einer neuen Dimension deiner Weiblichkeit.
Die Wechseljahre aus tantrischer Sicht: Ein Übergang, kein Ende
Im Tantra wird der weibliche Körper in verschiedene Lebensphasen eingeteilt, die jeweils eigene Qualitäten haben:
Die Wechseljahre sind der heilige Übergang von der Mutter zur Weisen. Deine Lebensenergie muss nicht mehr jeden Monat einen Zyklus durchlaufen, nicht mehr für andere verfügbar sein. Sie gehört jetzt dir. Das ist keine Verarmung – das ist Reichtum.
Doch dieser Übergang braucht Begleitung. Dein Körper muss neu lernen, mit der Energie umzugehen. Tantrische Übungen helfen dir dabei.
Was sich verändert – und was tantrische Praxis für dich tun kann
Trockenheit und verminderte Durchblutung
Viele Frauen erleben, dass ihr Unterleib sich trocken, taub oder weniger lebendig anfühlt. Das liegt am veränderten Hormonhaushalt, der die Durchblutung und die Lubrikation (Befeuchtung der Schleimhäute im Intimbereich) beeinflusst.
Wie Tantra hilft: Durch bewusste Atmung, sanfte Bewegung und achtsame Berührung bringst du Energie und Blut zurück in deinen Beckenboden. Du aktivierst die Durchblutung auf natürliche Weise – ohne Hormone von außen.
Verlust der Sensibilität
Wo früher Gefühl war, spürst du jetzt vielleicht Leere. Das kann sich auf deine Sexualität auswirken, aber auch auf dein allgemeines Lebensgefühl.
Wie Tantra hilft: Tantrische Übungen schulen deine Körperwahrnehmung. Du lernst, auch subtile Empfindungen wieder wahrzunehmen. Es geht nicht um große, dramatische Gefühle, sondern um eine verfeinerte Sensibilität.
Emotionale Achterbahn
Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen – dein Nervensystem ist im Umbau. Das kann dich aus der Balance bringen.
Wie Tantra hilft: Der bewusste Atem beruhigt dein Nervensystem. Die Übungen erden dich. Du lernst, mit den Wellen zu fließen, statt gegen sie anzukämpfen.
Das Gefühl, nicht mehr "richtig" weiblich zu sein
Ohne Menstruation, vielleicht mit verändertem Körper oder verminderter Libido – viele Frauen fühlen sich in ihrer Weiblichkeit verunsichert.
Wie Tantra hilft: Tantra zeigt dir, dass Weiblichkeit nicht an Fruchtbarkeit oder ein bestimmtes Aussehen gebunden ist. Deine Essenz ist unveränderlich. Du darfst sie jetzt neu definieren – für dich.
Sanfte tantrische Übungen für die Wechseljahre
Übung 1: Atembrücke für Hitzewallungen
Diese Übung kannst du sofort anwenden, wenn eine Hitzewallung kommt – oder präventiv mehrmals am Tag.
So geht's:
Warum das wirkt: Das verlängerte Ausatmen aktiviert deinen Parasympathikus – den Teil deines Nervensystems, der für Beruhigung zuständig ist. Die Visualisierung erdet dich.
Übung 2: Beckenraum erwecken – sanfte Durchblutung
Diese Übung bringt Lebendigkeit zurück in deinen Beckenboden und hilft bei Trockenheit.
So geht's:
Wichtig: Lass dir Zeit. Es kann sein, dass du am Anfang noch nicht viel spürst. Das ist normal. Dein Körper erinnert sich langsam.
Übung 3: Die heilende Umarmung – Selbstliebe für deinen veränderten Körper
Diese Übung ist tief heilsam, wenn du Schwierigkeiten hast, deinen veränderten Körper anzunehmen.
So geht's:
Warum das wirkt: Dein Körper hört auf deine Gedanken und Gefühle. Wenn du ihm mit Liebe begegnest statt mit Ablehnung, entspannt er sich. Heilung kann beginnen.
Übung 4: Wurzelkraft – Erdung und Stabilität
In den Wechseljahren fühlen sich viele Frauen entwurzelt, als würden sie den Boden unter den Füßen verlieren. Diese Übung gibt dir Stabilität zurück.
So geht's:
Für den Alltag: Du kannst diese Wurzel-Visualisierung jederzeit nutzen – in stressigen Momenten, vor wichtigen Gesprächen, wenn du dich verloren fühlst.
Tantra als Begleiterin durch die Wandlung: So integrierst du es
Morgenritual: Deine Energie begrüßen
Bevor du aufstehst:
Im Alltag: Wenn Symptome kommen
Wöchentliche Selbstfürsorge
Nimm dir einmal pro Woche bewusst Zeit für eine längere Praxis:
Du darfst beides fühlen: Trauer und Vorfreude
Die Wechseljahre sind eine Schwelle. Es ist in Ordnung, wenn du trauerst – um deine Fruchtbarkeit, um deine Jugend, um das, was war. Tantra lädt dich nicht ein, diese Gefühle zu überspringen.
Gleichzeitig darfst du neugierig sein: Wer wirst du sein als die Weise? Was wird möglich, wenn deine Energie nicht mehr nach außen, sondern nach innen fließt? Welche Freiheiten warten auf dich?
In meiner Praxis begleite ich Frauen durch diesen Übergang (und nicht zuletzt auch mich selbst). Ich erlebe immer wieder, wie aus anfänglicher Resignation eine tiefe Zufriedenheit wird. Wie Frauen ihre Sexualität neu entdecken – nicht so wie mit 30, sondern tiefer, bewusster. Wie sie Kraft finden, für die sie vorher keine Zeit hatten.
Tantrische Praxis kann dir helfen, dich wieder mit dir selbst zu verbinden – und daraus entsteht oft auch die Kraft, dich mit anderen Frauen zu verbinden. Vielleicht magst du eine Freundin fragen, ob sie mit dir übt? Gemeinsam ist es oft leichter.
Vielleicht magst du auch deinen Partner mit einbinden? Tantrische Massagen wie Yoni- und Lingam Massagen lassen Partner sich wieder näher kommen. Ein neuer Umgang mit sich finden, sich neu entdecken. Lass dich überraschen! (auch hierzu gibt es bald einen extra Beitrag!)
Deine Einladung: Der neue Anfang
Die Wechseljahre sind nicht das Ende deiner Weiblichkeit. Sie sind der Beginn einer Phase, in der du dich selbst in den Mittelpunkt stellen darfst – vielleicht zum ersten Mal in deinem Leben.
Beginne heute mit einer einzigen Übung. Nur fünf Minuten. Spüre, was sich verändert, wenn du deinem Körper mit Neugier statt mit Resignation begegnest.
Du trägst eine tiefe Weisheit in dir – in deinem Bauch, in deinem Becken, in jeder Zelle deines Körpers. Die tantrischen Übungen helfen dir, diese Weisheit freizulegen.
Dein Körper wandelt sich. Das ist nicht dein Ende. Es ist deine Verwandlung.
Du möchtest persönliche Begleitung durch die Wechseljahre? In meiner Naturheilpraxis in Lörrach biete ich individuelle Unterstützung mit naturidentischer Hormontherapie und naturheilkundlichen Methoden. Lass uns gemeinsam schauen, was dich jetzt unterstützen kann. Ich freue mich auf deine Nachricht.
Hier findest du schon einen Blog-Beitrag zu Tantra & Stoizismus
(Dies ist der zweite Teil eine Tantra Serie: Tantra für Frauen I & II, Tantra für Männer, Tantra für Paare, Tantra & Traumen, Tantra für Singles)
Wie du mit tantrischen Übungen durch die Wandlung gehst – mit mehr Lebendigkeit, Selbstannahme und weiblicher Weisheit
Auch hier vorneweg:
Was ist Tantra eigentlich?
Vielleicht denkst du bei Tantra sofort an Sexualität – das ist nur ein kleiner Teil eines viel größeren Bildes. Tantra ist eine jahrtausendealte spirituelle Praxis, die aus Indien stammt und wörtlich übersetzt "Ausdehnung" oder "etwas was die Ausdehnung fördert" bedeutet. ("Tan": ausdehnen. "Tra": Instrument)
Im Kern geht es darum:
- Lebensenergie bewusst zu spüren und fließen zu lassen – diese Energie nennt man auch "Prana" oder Qi
- Deinen Körper als heiligen Tempel zu erfahren, nicht als etwas, das kontrolliert oder perfektioniert werden muss
- Präsenz im gegenwärtigen Moment – raus aus dem Kopf, rein ins Fühlen
- Die Verbindung zwischen Atem, Bewegung und Bewusstsein zu nutzen, um mehr Lebendigkeit zu erfahren
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Vielleicht kennst du das: Dein Körper fühlt sich plötzlich fremd an. Die Hitzewellen kommen unerwartet, dein Beckenboden ist nicht mehr so, wie er war, und manchmal fragst du dich, wo deine Lebensfreude geblieben ist. Dein Unterleib fühlt sich trocken an, die Lust hat sich zurückgezogen, und du spürst eine Leere, wo früher Lebendigkeit war.
Die Wechseljahre werden oft als Verlust beschrieben – Verlust der Fruchtbarkeit, der Jugend, der Weiblichkeit. Doch in meiner Praxis erlebe ich immer wieder, wie Frauen in dieser Phase etwas ganz anderes entdecken: eine tiefere Verbindung zu sich selbst, eine neue Form von Kraft und eine Freiheit, die vorher nicht da war.
Tantrische Körperarbeit kann dich sanft durch diese Wandlung begleiten. Sie hilft dir, deinen veränderten Körper nicht als Feind zu sehen, sondern als Tor zu einer neuen Dimension deiner Weiblichkeit.
Die Wechseljahre aus tantrischer Sicht: Ein Übergang, kein Ende
Im Tantra wird der weibliche Körper in verschiedene Lebensphasen eingeteilt, die jeweils eigene Qualitäten haben:
- Die Jungfrau (vor der ersten Menstruation): reine Potenzialität
- Die Mutter (fruchtbare Jahre): Schöpferkraft, die nach außen gerichtet ist
- Die Weise (nach der Menopause): Kraft, die nach innen fließt, Weisheit, Tiefe
Die Wechseljahre sind der heilige Übergang von der Mutter zur Weisen. Deine Lebensenergie muss nicht mehr jeden Monat einen Zyklus durchlaufen, nicht mehr für andere verfügbar sein. Sie gehört jetzt dir. Das ist keine Verarmung – das ist Reichtum.
Doch dieser Übergang braucht Begleitung. Dein Körper muss neu lernen, mit der Energie umzugehen. Tantrische Übungen helfen dir dabei.
Was sich verändert – und was tantrische Praxis für dich tun kann
Trockenheit und verminderte Durchblutung
Viele Frauen erleben, dass ihr Unterleib sich trocken, taub oder weniger lebendig anfühlt. Das liegt am veränderten Hormonhaushalt, der die Durchblutung und die Lubrikation (Befeuchtung der Schleimhäute im Intimbereich) beeinflusst.
Wie Tantra hilft: Durch bewusste Atmung, sanfte Bewegung und achtsame Berührung bringst du Energie und Blut zurück in deinen Beckenboden. Du aktivierst die Durchblutung auf natürliche Weise – ohne Hormone von außen.
Verlust der Sensibilität
Wo früher Gefühl war, spürst du jetzt vielleicht Leere. Das kann sich auf deine Sexualität auswirken, aber auch auf dein allgemeines Lebensgefühl.
Wie Tantra hilft: Tantrische Übungen schulen deine Körperwahrnehmung. Du lernst, auch subtile Empfindungen wieder wahrzunehmen. Es geht nicht um große, dramatische Gefühle, sondern um eine verfeinerte Sensibilität.
Emotionale Achterbahn
Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen – dein Nervensystem ist im Umbau. Das kann dich aus der Balance bringen.
Wie Tantra hilft: Der bewusste Atem beruhigt dein Nervensystem. Die Übungen erden dich. Du lernst, mit den Wellen zu fließen, statt gegen sie anzukämpfen.
Das Gefühl, nicht mehr "richtig" weiblich zu sein
Ohne Menstruation, vielleicht mit verändertem Körper oder verminderter Libido – viele Frauen fühlen sich in ihrer Weiblichkeit verunsichert.
Wie Tantra hilft: Tantra zeigt dir, dass Weiblichkeit nicht an Fruchtbarkeit oder ein bestimmtes Aussehen gebunden ist. Deine Essenz ist unveränderlich. Du darfst sie jetzt neu definieren – für dich.
Sanfte tantrische Übungen für die Wechseljahre
Übung 1: Atembrücke für Hitzewallungen
Diese Übung kannst du sofort anwenden, wenn eine Hitzewallung kommt – oder präventiv mehrmals am Tag.
So geht's:
- Setze oder lege dich bequem hin. Wenn eine Hitzewallung da ist, versuche nicht, sie wegzuatmen. Nimm sie an.
- Lege eine Hand auf dein Herz, eine auf deinen Unterbauch.
- Atme durch die Nase ein und zähle dabei bis 4.
- Halte den Atem für 4 Zählzeiten.
- Atme durch den Mund aus und zähle bis 6 oder 8 – die Ausatmung darf länger sein.
- Stelle dir beim Ausatmen vor, wie die Hitze sanft durch deine Fußsohlen in die Erde abfließt.
Warum das wirkt: Das verlängerte Ausatmen aktiviert deinen Parasympathikus – den Teil deines Nervensystems, der für Beruhigung zuständig ist. Die Visualisierung erdet dich.
Übung 2: Beckenraum erwecken – sanfte Durchblutung
Diese Übung bringt Lebendigkeit zurück in deinen Beckenboden und hilft bei Trockenheit.
So geht's:
- Lege dich auf den Rücken, die Beine aufgestellt, eine zusammengerollte Decke oder ein Kissen unter deinem Becken (das Becken liegt etwas höher als dein Herz).
- Lege beide Hände auf deinen Unterbauch und beginne, tief in deine Hände hinein zu atmen.
- Mit jedem Einatmen stellst du dir vor, wie warmes, goldenes Licht in deinen Beckenraum fließt – es füllt deine Gebärmutter, deine Eierstöcke, deinen gesamten Unterleib.
- Mit jedem Ausatmen lässt du los, was nicht mehr gebraucht wird – alte Spannung, Trauer, Widerstand.
- Nach einigen Atemzügen: Beginne sanft, dein Becken minimal zu bewegen – ganz kleine, kreisende Bewegungen. Als würdest du das Licht verteilen.
- Spüre die Wärme, das Pulsieren, die Lebendigkeit, die entsteht.
Wichtig: Lass dir Zeit. Es kann sein, dass du am Anfang noch nicht viel spürst. Das ist normal. Dein Körper erinnert sich langsam.
Übung 3: Die heilende Umarmung – Selbstliebe für deinen veränderten Körper
Diese Übung ist tief heilsam, wenn du Schwierigkeiten hast, deinen veränderten Körper anzunehmen.
So geht's:
- Setze dich bequem hin, vielleicht mit Kissen im Rücken, sodass du ganz entspannt bist.
- Lege deine rechte Hand auf dein Herz, die linke Hand auf deinen Unterbauch – genau über deiner Gebärmutter.
- Schließe die Augen und atme einige Male tief ein und aus.
- Beginne nun, innerlich mit deinem Unterleib zu sprechen. Sage ihm zum Beispiel:
- "Danke für all die Jahre, in denen du Leben geschenkt hast."
- "Danke, dass du mich durch so viele Zyklen getragen hast."
- "Ich sehe dich. Ich ehre deine Veränderung."
- "Du darfst jetzt ruhen. Du darfst jetzt deine Kraft für mich selbst behalten."
- Vielleicht kommen Tränen, vielleicht Wut, vielleicht Erleichterung. Alles darf da sein.
- Zum Abschluss: Umarme dich selbst. Wickle deine Arme um deinen Oberkörper und gib dir die Umarmung, die du brauchst.
Warum das wirkt: Dein Körper hört auf deine Gedanken und Gefühle. Wenn du ihm mit Liebe begegnest statt mit Ablehnung, entspannt er sich. Heilung kann beginnen.
Übung 4: Wurzelkraft – Erdung und Stabilität
In den Wechseljahren fühlen sich viele Frauen entwurzelt, als würden sie den Boden unter den Füßen verlieren. Diese Übung gibt dir Stabilität zurück.
So geht's:
- Setze dich auf einen Stuhl oder auf den Boden. Deine Füße haben festen Kontakt zum Boden, dein Sitzbeinhöcker spürt die Unterlage.
- Atme tief ein und stelle dir vor, wie aus deinem Beckenboden Wurzeln wachsen – durch den Stuhl, durch den Boden, tief in die Erde hinein.
- Mit jedem Ausatmen wachsen diese Wurzeln tiefer. Sie verankern dich.
- Nun beginnst du, dein Becken ganz sanft zu bewegen: vor und zurück, links und rechts, in kleinen Kreisen. Ganz langsam, als würdest du testen, wie fest deine Wurzeln sind.
- Spüre: Je tiefer deine Wurzeln, desto freier kannst du dich oben bewegen. Du bist geerdet und gleichzeitig frei.
- Sage innerlich zu dir: "Ich bin verbunden. Ich bin gehalten. Ich bin sicher."
Für den Alltag: Du kannst diese Wurzel-Visualisierung jederzeit nutzen – in stressigen Momenten, vor wichtigen Gesprächen, wenn du dich verloren fühlst.
Tantra als Begleiterin durch die Wandlung: So integrierst du es
Morgenritual: Deine Energie begrüßen
Bevor du aufstehst:
- Lege beide Hände auf deinen Unterbauch
- Atme dreimal bewusst in deine Hände
- Frage dich: "Was brauche ich heute?" und höre auf die Antwort deines Körpers
- Setze eine Intention: "Heute gehe ich liebevoll mit meinen Veränderungen um."
Im Alltag: Wenn Symptome kommen
- Bei Hitzewallungen: Nutze die Atembrücke (Übung 1)
- Bei Unruhe oder Angst: Erdung durch Wurzelkraft (Übung 4)
- Bei Traurigkeit: Die heilende Umarmung (Übung 3) – auch nur für 2 Minuten
Wöchentliche Selbstfürsorge
Nimm dir einmal pro Woche bewusst Zeit für eine längere Praxis:
- Schaffe dir einen schönen, warmen Raum
- Vielleicht ein Körnerkissen auf deinem Unterleib
- Kerzen, Musik, die dich berührt
- Gehe durch alle vier Übungen nacheinander
- Schreibe danach auf, was du gespürt hast
Du darfst beides fühlen: Trauer und Vorfreude
Die Wechseljahre sind eine Schwelle. Es ist in Ordnung, wenn du trauerst – um deine Fruchtbarkeit, um deine Jugend, um das, was war. Tantra lädt dich nicht ein, diese Gefühle zu überspringen.
Gleichzeitig darfst du neugierig sein: Wer wirst du sein als die Weise? Was wird möglich, wenn deine Energie nicht mehr nach außen, sondern nach innen fließt? Welche Freiheiten warten auf dich?
In meiner Praxis begleite ich Frauen durch diesen Übergang (und nicht zuletzt auch mich selbst). Ich erlebe immer wieder, wie aus anfänglicher Resignation eine tiefe Zufriedenheit wird. Wie Frauen ihre Sexualität neu entdecken – nicht so wie mit 30, sondern tiefer, bewusster. Wie sie Kraft finden, für die sie vorher keine Zeit hatten.
Tantrische Praxis kann dir helfen, dich wieder mit dir selbst zu verbinden – und daraus entsteht oft auch die Kraft, dich mit anderen Frauen zu verbinden. Vielleicht magst du eine Freundin fragen, ob sie mit dir übt? Gemeinsam ist es oft leichter.
Vielleicht magst du auch deinen Partner mit einbinden? Tantrische Massagen wie Yoni- und Lingam Massagen lassen Partner sich wieder näher kommen. Ein neuer Umgang mit sich finden, sich neu entdecken. Lass dich überraschen! (auch hierzu gibt es bald einen extra Beitrag!)
Deine Einladung: Der neue Anfang
Die Wechseljahre sind nicht das Ende deiner Weiblichkeit. Sie sind der Beginn einer Phase, in der du dich selbst in den Mittelpunkt stellen darfst – vielleicht zum ersten Mal in deinem Leben.
Beginne heute mit einer einzigen Übung. Nur fünf Minuten. Spüre, was sich verändert, wenn du deinem Körper mit Neugier statt mit Resignation begegnest.
Du trägst eine tiefe Weisheit in dir – in deinem Bauch, in deinem Becken, in jeder Zelle deines Körpers. Die tantrischen Übungen helfen dir, diese Weisheit freizulegen.
Dein Körper wandelt sich. Das ist nicht dein Ende. Es ist deine Verwandlung.
Du möchtest persönliche Begleitung durch die Wechseljahre? In meiner Naturheilpraxis in Lörrach biete ich individuelle Unterstützung mit naturidentischer Hormontherapie und naturheilkundlichen Methoden. Lass uns gemeinsam schauen, was dich jetzt unterstützen kann. Ich freue mich auf deine Nachricht.
Hier findest du schon einen Blog-Beitrag zu Tantra & Stoizismus