Einladung: Spaziergang für Menschen, die unter einem malignen Narzissten gelitten haben, oder noch leiden
Von Gudrun Faller – nicht als Therapeutin, sondern als langjährig Betroffene
Wenn du selbst unter einem malignen Narzissten gelitten hast oder noch leidest – ob als (Ex-)Partnerin oder Partner, als Kind, als Angehörige oder Angehöriger – bist du herzlich eingeladen. Es geht nicht darum, deine Geschichte im Detail erzählen zu müssen. Es geht darum, gemeinsam an der frischen Luft zu sein, sich auszutauschen, wenn man möchte, und zu erleben, dass andere verstehen, wovon man spricht – ohne dass man es lange erklären muss.
Was ist maligner Narzissmus? Symptome und Verhalten erkennen
Der Begriff „maligner Narzissmus“ geht auf den Psychoanalytiker Otto Kernberg zurück und beschreibt eine besonders schwere Ausprägung narzisstischer Persönlichkeitszüge – kombiniert mit aggressivem, teils sadistischem und antisozialem Verhalten. Betroffene Angehörige und Partner erleben häufig ein Muster, das von außen schwer zu erkennen ist, weil sich maligne Narzisstinnen und Narzissten nach außen oft charmant, erfolgreich oder fürsorglich zeigen – während im privaten Umfeld ein ganz anderes Bild herrscht.
Anders als bei „klassischem“ Narzissmus kommt beim malignen Narzissmus eine deutliche Bereitschaft zu Feindseligkeit, Misstrauen und gezielter Verletzung hinzu – oft über Jahre, in kleinen, schwer greifbaren Schritten. Viele Betroffene merken erst im Nachhinein, oft mit professioneller Unterstützung, wie stark sie geprägt wurden.
Wenn Hilfe von außen ausbleibt
Viele Betroffene suchen sich irgendwann Hilfe im Außen – bei der Polizei, bei Anwältinnen und Anwälten, im familiären oder sozialen Umfeld. So wie ich auch. Die Erfahrung, die viele dabei machen, ist leider oft eine andere, als man sich erhofft hat: Man wird nicht ernst genommen, teilweise abgelehnt, mit dem Gefühl allein gelassen, dass niemand wirklich versteht oder helfen kann oder will. Das kann in eine tiefe Hoffnungslosigkeit führen, in ein Gefühl von Ausgeliefertsein und völliger Einsamkeit.
Genau dieses niederschmetternde Gefühl, allein zu sein, möchte der gemeinsame Spaziergang ein Stück weit auffangen. Er ersetzt keine rechtliche, polizeiliche oder therapeutische Unterstützung – aber er kann zeigen, dass du mit diesem Gefühl nicht allein bist, und dass andere verstehen, wovon du sprichst.
Was diese Erfahrung mit Körper und Seele macht
Eine langjährige Beziehung zu einem malignen Narzissten hinterlässt häufig mehr als nur schwierige Erinnerungen. Viele Betroffene berichten von andauernder innerer Anspannung, Schlafproblemen, Selbstzweifeln und einem Gefühl ständiger Alarmbereitschaft – Anzeichen, die auch körperlich spürbar werden können. Manche Patientinnen und Patienten kommen deshalb auch in meine Praxis mit Erschöpfung, einer belasteten Stressachse, chronischen Entzündungen oder Autoimmunerkrankungen, ohne dass ihnen der Zusammenhang zur eigenen Vorgeschichte sofort bewusst ist.
Der Spaziergang: Was dich erwartet
Du musst nichts erzählen, wenn du nicht möchtest. Es reicht, einfach da zu sein. Manchmal hilft allein das Gefühl, unter Menschen zu sein, die nicht erst lange erklärt bekommen müssen, was ein maligner Narzisst eigentlich ist, weil sie es selbst erlebt haben.
Fragen vorab? Schreib mir gerne formlos eine E-Mail – eine Anmeldung ist nicht nötig, du kannst einfach zum Treffpunkt kommen.
✉ gudrun-faller@posteo.deHäufige Fragen
Nein, du kannst einfach zum Treffpunkt kommen. Eine kurze Nachricht vorab ist aber willkommen, falls du magst.
Nein. Du kannst zuhören, mitgehen und dich einbringen, so viel oder so wenig du möchtest.
Nein. Ich bin Heilpraktikerin, keine Psychotherapeutin, und veranstalte diesen Spaziergang als privat Betroffene, nicht in therapeutischer Funktion. Bei akutem Bedarf an professioneller Unterstützung wende dich bitte an eine Psychotherapeutin, einen Psychotherapeuten oder deine Hausarztpraxis.
Ja, sehr gerne. Du musst dir nicht sicher sein oder eine Diagnose mitbringen – ein ungutes Gefühl reicht.
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