Stress, Trauma & innere Anteile: Warum Verstehen nicht heilt
26/08/26 13:42
Stress, Trauma und innere Anteile: Warum Verstehen allein nicht heilt
Kindheitserfahrungen – auch ohne schwere Traumatisierung – prägen häufig unbewusste Schutzmuster: ein ständiges Wechseln zwischen Sympathikus (Kampf/Flucht) und Parasympathikus (Ruhe oder Erstarren/Freeze). Im Modell der inneren Familie (Internal Family Systems, IFS) nach Richard Schwartz stehen hinter diesen Mustern sogenannte „Wächter“ – Manager- und Feuerwehr-Anteile, die verletzliche, verletzte Anteile seit der Kindheit schützen. Der Verstand kann diese Automatismen oft gut erklären – verändert werden sie dadurch aber selten. Wirksamer ist die Kombination aus Arbeit mit den inneren Anteilen und körperorientierten Methoden wie Metamorphose am Fuß, achtsamer Berührung und Atemarbeit, die den Parasympathikus direkt ansprechen. Read More…
Kindheitserfahrungen – auch ohne schwere Traumatisierung – prägen häufig unbewusste Schutzmuster: ein ständiges Wechseln zwischen Sympathikus (Kampf/Flucht) und Parasympathikus (Ruhe oder Erstarren/Freeze). Im Modell der inneren Familie (Internal Family Systems, IFS) nach Richard Schwartz stehen hinter diesen Mustern sogenannte „Wächter“ – Manager- und Feuerwehr-Anteile, die verletzliche, verletzte Anteile seit der Kindheit schützen. Der Verstand kann diese Automatismen oft gut erklären – verändert werden sie dadurch aber selten. Wirksamer ist die Kombination aus Arbeit mit den inneren Anteilen und körperorientierten Methoden wie Metamorphose am Fuß, achtsamer Berührung und Atemarbeit, die den Parasympathikus direkt ansprechen. Read More…
Polyvagal-Theorie einfach erklärt – was sie klinisch bedeutet
24/08/26 06:58
Polyvagal-Theorie einfach erklärt – und was sie klinisch bedeutet
Die Polyvagal-Theorie beschreibt drei Zustände des autonomen Nervensystems: den ruhigen, sozial verbundenen „ventralen Vagus“-Zustand, den aktivierten Kampf-oder-Flucht-Zustand des Sympathikus, und den erstarrten „Freeze“-Zustand des „dorsalen Vagus“ bei Überforderung. Klinisch hilft dieses Modell zu verstehen, warum Symptome wie Herzrasen, kalte Extremitäten, Verdauungsprobleme oder chronische Erschöpfung oft nicht organisch, sondern nervensystembedingt sind – und warum unterschiedliche Zustände auch unterschiedliche Regulationsansätze brauchen.
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Die Polyvagal-Theorie beschreibt drei Zustände des autonomen Nervensystems: den ruhigen, sozial verbundenen „ventralen Vagus“-Zustand, den aktivierten Kampf-oder-Flucht-Zustand des Sympathikus, und den erstarrten „Freeze“-Zustand des „dorsalen Vagus“ bei Überforderung. Klinisch hilft dieses Modell zu verstehen, warum Symptome wie Herzrasen, kalte Extremitäten, Verdauungsprobleme oder chronische Erschöpfung oft nicht organisch, sondern nervensystembedingt sind – und warum unterschiedliche Zustände auch unterschiedliche Regulationsansätze brauchen.
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Kalte Hände & Füße – wenn das Nervensystem die Ursache ist |
14/07/26 10:28
Kalte Hände & Füße – wenn das Nervensystem die Ursache ist
Ständig kalte Hände und Füße sind selten nur ein "Zeichen der Jugend", wie ein altes Sprichwort behauptet – häufig steckt eine Überaktivierung des Sympathikus dahinter, die die kleinen Blutgefäße in den Extremitäten verengt. Auch Eisenmangel, Schilddrüsenunterfunktion und hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren können eine Rolle spielen. In der Naturheilkunde gelten die Füße traditionell als "Hilfsnieren" – ein ansteigendes Kneipp-Fußbad kann die Durchblutung sanft anregen und das vegetative Nervensystem beruhigen.
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Ständig kalte Hände und Füße sind selten nur ein "Zeichen der Jugend", wie ein altes Sprichwort behauptet – häufig steckt eine Überaktivierung des Sympathikus dahinter, die die kleinen Blutgefäße in den Extremitäten verengt. Auch Eisenmangel, Schilddrüsenunterfunktion und hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren können eine Rolle spielen. In der Naturheilkunde gelten die Füße traditionell als "Hilfsnieren" – ein ansteigendes Kneipp-Fußbad kann die Durchblutung sanft anregen und das vegetative Nervensystem beruhigen.
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Allostase – wenn Anpassung an Stress selbst zur Last wird
10/07/26 12:12
Allostase – wenn Anpassung an Stress selbst zur Last wird
Allostase beschreibt die Fähigkeit des Körpers, durch ständige Anpassung ein inneres Gleichgewicht herzustellen – im Unterschied zur Homöostase, die einen starren Sollwert anstrebt. Diese Anpassungsfähigkeit ist überlebenswichtig, hat aber ihren Preis: Wird sie dauerhaft gefordert, etwa durch chronischen Stress oder unverarbeitete emotionale Belastung, entsteht eine sogenannte allostatische Last. Symptome wie Erschöpfung, Schlafstörungen oder unerklärliche Verspannungen sind dann keine Fehlfunktion, sondern das Ergebnis eines Systems, das seit zu langer Zeit im Anpassungsmodus feststeckt.
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Allostase beschreibt die Fähigkeit des Körpers, durch ständige Anpassung ein inneres Gleichgewicht herzustellen – im Unterschied zur Homöostase, die einen starren Sollwert anstrebt. Diese Anpassungsfähigkeit ist überlebenswichtig, hat aber ihren Preis: Wird sie dauerhaft gefordert, etwa durch chronischen Stress oder unverarbeitete emotionale Belastung, entsteht eine sogenannte allostatische Last. Symptome wie Erschöpfung, Schlafstörungen oder unerklärliche Verspannungen sind dann keine Fehlfunktion, sondern das Ergebnis eines Systems, das seit zu langer Zeit im Anpassungsmodus feststeckt.
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Herzrasen ohne Befund – wenn das Nervensystem die Ursache ist
07/07/26 21:08
Herzrasen ohne Befund – wenn das Nervensystem die Ursache ist
Herzrasen bei unauffälligem EKG und kardiologischem Befund ist häufiger als viele denken – und oft liegt die Ursache nicht am Herzen selbst, sondern im vegetativen Nervensystem. Histamin, hormonelle Schwankungen, Neurotransmitter-Ungleichgewichte und mechanische Blockierungen im Bereich des Atlas (oberster Halswirbel) können den Vagusnerv und damit die Herzfrequenz beeinflussen. In meiner Praxis in Lörrach sehe ich dieses Beschwerdebild sehr häufig – überwiegend bei Frauen, und aus eigener Erfahrung kenne ich es auch persönlich. Read More…
Herzrasen bei unauffälligem EKG und kardiologischem Befund ist häufiger als viele denken – und oft liegt die Ursache nicht am Herzen selbst, sondern im vegetativen Nervensystem. Histamin, hormonelle Schwankungen, Neurotransmitter-Ungleichgewichte und mechanische Blockierungen im Bereich des Atlas (oberster Halswirbel) können den Vagusnerv und damit die Herzfrequenz beeinflussen. In meiner Praxis in Lörrach sehe ich dieses Beschwerdebild sehr häufig – überwiegend bei Frauen, und aus eigener Erfahrung kenne ich es auch persönlich. Read More…
Essanfälle am Abend – warum wir essen, wenn niemand mehr da ist
30/06/26 07:11
Essanfälle am Abend – warum wir essen, wenn niemand mehr da ist
Abendliche Essanfälle – wahlloses Essen ohne echten Hunger, oft zu einer bestimmten Uhrzeit – sind selten ein Ernährungsproblem. Sie sind ein Regulationsversuch des Nervensystems: der Körper sucht über Kauen und Essen aktiv die Beruhigung des Parasympathikus, die er anderweitig nicht findet. Wenn der Essanfall regelmäßig zur selben Uhrzeit auftritt, lohnt sich ein zweiter Blick: Manchmal markiert diese Zeit einen Moment, der früher mit Gemeinschaft gefüllt war – und heute eine Lücke ist. Read More…
Abendliche Essanfälle – wahlloses Essen ohne echten Hunger, oft zu einer bestimmten Uhrzeit – sind selten ein Ernährungsproblem. Sie sind ein Regulationsversuch des Nervensystems: der Körper sucht über Kauen und Essen aktiv die Beruhigung des Parasympathikus, die er anderweitig nicht findet. Wenn der Essanfall regelmäßig zur selben Uhrzeit auftritt, lohnt sich ein zweiter Blick: Manchmal markiert diese Zeit einen Moment, der früher mit Gemeinschaft gefüllt war – und heute eine Lücke ist. Read More…