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Was Zähne mit dem restlichen Körper zu tun haben

Was Zähne mit dem restlichen Körper zu tun haben – Zusammenhänge, die oft übersehen werden

Von Gudrun Faller, Heilpraktikerin in Lörrach  |  Autoimmun & Entzündung  ·  Stille Entzündungen

Kurzantwort Zähne sind kein isoliertes Organsystem. Entzündungen im Kiefer- und Zahnbereich können über Nerven, Blutkreislauf und Immunsystem den gesamten Körper belasten – ohne starke Schmerzen zu verursachen. Chronische Erschöpfung, diffuse Gelenk- oder Muskelschmerzen, wiederkehrende Infekte oder therapieresistente Beschwerden können mit einem dentalen Herd zusammenhängen. Ein systemischer Blick lohnt sich.
Dieses Thema begleitet mich seit meiner Kindheit

Ich bin bei einer Zahnärztin aufgewachsen, die gleichzeitig Heilpraktikerin war. Meine Mutter arbeitete bei ihr als Helferin – und es war diese Frau, die mich auf meinen Berufsweg als Heilpraktikerin gebracht hat. Von ihr habe ich früh gelernt, dass Zähne und Kiefer kein vom Körper abgetrenntes System sind. Dass ein Herd im Kiefer sich in der Schulter zeigen kann. Dass ein wurzelbehandelter Zahn das Immunsystem jahrelang still belasten kann, ohne dass jemand diesen Zusammenhang sucht.

Dieses Wissen ist für mich keine Theorie – es ist Prägung. Und ich arbeite bis heute mit ganzheitlich denkenden Zahnärztinnen und Zahnärzten zusammen, weil ich weiß, wie viel dieser Blick im richtigen Moment verändern kann.

Zähne sind kein isoliertes Organsystem

Der Mund ist anatomisch außergewöhnlich nah an allem, was im Körper wichtig ist: Gehirn, Nervensystem, Lymphsystem, Nebenhöhlen, große Blutgefäße. Kein anderer Bereich des Körpers hat eine vergleichbar dichte nervliche und vaskuläre Vernetzung auf so kleinem Raum. Oder wie es ein Zahnarzt sagte:" An jedem zahn hängt immer auch ein ganzer Mensch" (Dirk Schreckenbach)

Was das bedeutet: Entzündungen bleiben hier selten lokal. Was im Zahnfleisch, im Kiefer oder an der Wurzel eines Zahns geschieht, ist über direkte Nervenbahnen, über den Blutkreislauf und über das Lymphsystem mit dem Rest des Körpers verbunden. Entzündungsbotenstoffe, Bakterienbestandteile und immunologische Signale können von einem dentalen Herd aus systemisch wirken – lange bevor klassische Symptome wie Schmerz oder Schwellung auftreten.

„Im Mund beginnt mehr als die Verdauung. Hier beginnen auch manche Entzündungen, die der Körper jahrelang still mit sich trägt."

Was mit „energetischen Zusammenhängen" eigentlich gemeint ist

In der ganzheitlichen Medizin wird oft von „energetischen" Verbindungen zwischen Zähnen und Organen gesprochen. Das klingt esoterisch – ist es aber nicht zwingend, wenn man es anatomisch und neurophysiologisch übersetzt.

Was tatsächlich dahintersteckt:

Neuroreflexive Verschaltungen
Zähne und Kiefer sind über den Trigeminusnerv – einem der größten Hirnnerven – eng mit dem Nervensystem verbunden. Chronische Reize aus diesem Bereich können reflexartig entfernte Körperregionen beeinflussen, etwa Muskeln, Gelenke oder die Organfunktion.
Vegetative Belastung
Das autonome Nervensystem, das alle unbewussten Körperfunktionen steuert, reagiert auf chronische Entzündungsreize. Ein persistierender Zahnherd hält das System in einer dauerhaften Alarmbereitschaft – ähnlich wie chronischer Stress.
Systemische Immunbelastung
Das Immunsystem reagiert auf bakterielle Toxine und Entzündungsprodukte aus dentalen Herden wie auf jeden anderen chronischen Entzündungsherd – mit anhaltender Aktivierung, erhöhten Entzündungsmarkern und verminderter Kapazität für andere Aufgaben.
Lymphatische Verbindungen
Kiefernah liegende Lymphknoten sind Teil des Kopf-Hals-Lymphsystems. Chronisch belastete Lymphknoten im Kieferbereich können die gesamte Immunregulation in dieser Region beeinflussen.

„Energetisch" ist in diesem Kontext ein vereinfachter Begriff für etwas, das neurophysiologisch, immunologisch und reflektorisch gut erklärbar ist. Die Wirkung ist real – die Sprache drum herum manchmal missverständlich.

Zahnherde & stille Entzündung – was steckt dahinter?

Ein Zahnherd ist eine chronische, meist niedriggradige Entzündung im Zahn- oder Kieferbereich, die keine oder kaum akute Schmerzen verursacht. Genau das macht sie so tückisch: Sie bleibt lange unbemerkt, während sie das Immunsystem kontinuierlich belastet.

Typische Ursachen:

  • Wurzelbehandelte Zähne: Im Wurzelkanal verbleiben oft Bakterien, die sich unter Ausschluss von Sauerstoff ansiedeln und chronische Entzündungsprozesse im umliegenden Knochen unterhalten können – ohne sichtbare Symptome
  • Chronische Kieferentzündungen (FDOK/NICO): Schlecht heilende Knochenbereiche im Kiefer, oft nach Zahnextraktionen, können über Jahre stille Herde bilden – im normalen Röntgenbild häufig kaum sichtbar
  • Unverträgliche Zahnmaterialien: Amalgam, bestimmte Metalle in Kronen oder Implantaten können bei entsprechender Disposition das Immunsystem belasten und Entzündungsprozesse fördern
  • Paradontitis: Chronische Zahnfleischentzündung ist gut erforscht als systemischer Risikofaktor – Verbindungen zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Frühgeburten sind wissenschaftlich belegt
Warum Standarddiagnostik oft nichts zeigt Ein konventionelles Röntgenbild zeigt Strukturen – aber keine Entzündungsaktivität. Chronische, niedriggradige Prozesse im Kiefer sind gut kompensiert, lange symptomarm und auf einem Standardröntgen häufig nicht zu erkennen. Spezialisierte Verfahren wie DVT (digitale Volumentomographie) oder die Thermographie können hier mehr zeigen – werden aber nicht routinemäßig eingesetzt.

Zahnmaterialien verträglich? – Austesten bevor es eingebracht wird

Ein Aspekt, der in der ganzheitlichen Zahnmedizin zunehmend an Bedeutung gewinnt und der mir besonders am Herzen liegt: die individuelle Materialverträglichkeit – bevor ein Implantat, eine Krone, ein Zahnersatz oder ein Klebekomposit im Mund verankert wird.

Denn was für die meisten Menschen unproblematisch ist, kann bei manchen eine chronische Immunbelastung auslösen. Metalle, Legierungen, Keramikmaterialien, Kleber und Komposite werden vom Körper individuell bewertet – und das Immunsystem spricht manchmal eine andere Sprache als das Herstellerzertifikat.

Was in meiner Praxis möglich ist

Viele ganzheitliche Zahnärztinnen und Zahnärzte können Proben der geplanten Materialien – Implantatmetall, Keramik, Klebematerial, Füllungskomposit – mitgeben, bevor die Behandlung beginnt. Einige Materialien habe ich auch in der Praxis vorliegen. Diese Proben kann ich in meiner Praxis kinesiologisch oder mittels EAV (Elektroakupunktur nach Voll) / Bioresonanz austesten.

Das gibt einen individuellen Hinweis, wie der Körper auf das jeweilige Material reagiert – und ermöglicht eine gezieltere Materialauswahl, die zur Person passt. Nicht jede Unverträglichkeit zeigt sich im klassischen Allergietest. Manche Reaktionen sind subtil, energetisch oder immunologisch – und zeigen sich besser in funktionellen Testverfahren.

Das gilt auch für bestehende Versorgungen: Wenn der Verdacht besteht, dass vorhandenes Amalgam, alte Metallkronen oder andere Materialien eine Rolle bei chronischen Beschwerden spielen könnten, lässt sich das ebenfalls austesten – als Orientierung für das weitere Vorgehen.

Wichtig: Austesten ≠ sichere Diagnose

Kinesiologische Tests und EAV/Bioresonanz sind keine schulmedizinisch anerkannten Diagnoseverfahren. Sie geben funktionelle Hinweise – keine Gewissheit. Aber als ergänzende Orientierung, bevor eine irreversible zahntechnische Entscheidung getroffen wird, können sie sehr wertvoll sein. Im Zweifelsfall immer in Abstimmung mit dem behandelnden Zahnarzt vorgehen.

Mögliche körperliche Zusammenhänge – Beispiele, keine Kausalitäten

Ich möchte hier sehr klar sein: Wenn ich von Zusammenhängen spreche, meine ich mögliche Mitfaktoren – keine einfachen Ursache-Wirkung-Ketten. Ein Zahnherd ist selten die alleinige Ursache einer Erkrankung. Aber er kann ein Faktor sein, der das System zusätzlich belastet und eine Genesung erschwert oder verhindert.

😴 Chronische Erschöpfung – Dauerbelastung des Immunsystems kostet Energie
🦴 Gelenk- und Muskelschmerzen – neuroreflexive Verbindungen über Trigeminusnerv
❤️ Herz-Kreislauf-Belastung – für Parodontitis wissenschaftlich belegt
🦠 Autoimmunaktivierung – chronische Immunbelastung als möglicher Trigger
🤧 Wiederkehrende Infekte – geschwächte Immunkapazität durch Dauerbelastung
🧠 Brain Fog, Konzentrationsprobleme – systemische Entzündungslast beeinflusst Gehirnfunktion
😤 Schlafstörungen, vegetative Überreizung – chronische Nervensystembelastung
🔥 Diffuse Entzündungszeichen – erhöhte hsCRP, ohne klare Ursache im Standardlabor

Wann ein systemischer Blick sinnvoll ist

Nicht jeder Zahn ist ein Herd, und nicht jede Erschöpfung hat eine dentale Ursache. Aber es gibt Situationen, in denen es sich lohnt, den Mund- und Kieferbereich als möglichen Mitfaktor in Betracht zu ziehen:

  • Beschwerden bleiben trotz konsequenter Therapie therapieresistent
  • Chronische Erschöpfung oder stille Entzündung ohne klare Ursache
  • Bekannte Zahnprobleme in der Vorgeschichte – Wurzelbehandlungen, Extraktionen, Implantate
  • Immer wiederkehrende Infekte oder Entzündungen ohne erklärbaren Auslöser
  • Autoimmunerkrankungen, bei denen trotz optimierter Therapie kein stabiler Verlauf erreicht wird
  • Diffuse Gelenk- oder Muskelschmerzen, die wandern oder ohne Trauma aufgetreten sind
Wie ich in meiner Praxis vorgehde Wenn ich bei einer Patientin das Muster einer therapieresistenten Entzündung, einer chronischen Erschöpfung oder eines unstabilen Autoimmunverlaufs sehe, gehört die Frage nach der Zahngeschichte für mich zur Anamnese – genauso wie die Frage nach Stress, Darm oder Hormonen. Ich verweise dann gezielt an ganzheitlich arbeitende Zahnärztinnen und Zahnärzte, mit denen ich zusammenarbeite, wenn eine vertiefte dentale Abklärung sinnvoll erscheint.

Was Eltern wissen sollten – auch Milchzähne sind nicht unwichtig

Ein Aspekt, der in der Elternberatung fast nie vorkommt: Auch Milchzähne können Herde bilden. Chronische Entzündungen an Milchzähnen belasten das kindliche Immunsystem – in einer Phase, in der es sich noch entwickelt und für andere Aufgaben benötigt wird. Frühe Kariesprobleme oder schlecht abheilende Extraktionen bei Kindern sind keine Kleinigkeit, die sich „von selbst ergibt".

Darüber hinaus hat die Kieferentwicklung in der Kindheit direkten Einfluss auf das vegetative Nervensystem, die Atemfunktion und die Körperhaltung. Ein zu enger Kiefer, eine Fehlfunktion im Kiefergelenk oder eine ungünstige Zahnstellung können sich über Muskeln und Nerven auf den gesamten Bewegungsapparat und das Nervensystem auswirken – und das weit über die Kindheit hinaus.

Zähne, Psyche und Lebensthemen – eine andere Betrachtungsebene

In der ganzheitlichen Zahnmedizin gibt es ein Konzept, das über die rein körperliche Betrachtung hinausgeht: die Idee, dass hinter jedem Zahn nicht nur eine anatomische Struktur, sondern auch ein Lebensthema, eine Entwicklungsebene oder eine emotionale Qualität stehen kann.

Ich möchte klar einordnen, was das bedeutet und was nicht: Es handelt sich nicht um ein wissenschaftlich belegtes Konzept im medizinischen Sinn. Es ist eine Betrachtungsebene aus der ganzheitlichen, psychosomatisch orientierten Zahnmedizin – ein Rahmen, der manchmal erstaunlich treffend beschreibt, was Menschen erleben. Ich begegne ihm mit Interesse und Offenheit, nicht mit dem Anspruch auf Vollständigkeit oder Beweisbarkeit.

Meine persönliche Einordnung Ich kenne dieses Konzept seit meiner Kindheit – durch die Zahnärztin und Heilpraktikerin, bei der ich aufgewachsen bin. Es hat mich damals fasziniert und tut es bis heute. Nicht weil ich es für eine Diagnose halte, sondern weil es manchmal einen Spiegel hält, der hilfreich sein kann – wenn man bereit ist hinzuschauen.

Vier Zahngruppen – vier Lebensthemen

Zahngruppe Anatomische Funktion Symbolische Ebene
Schneidezähne Abbeißen, erste Kontaktaufnahme mit der Nahrung Beziehungen, Partnerschaft, der Umgang mit Emotionen und den eigenen Eltern – das Verhältnis zur Herkunft und zu nahestehenden Menschen
Eckzähne Zerreißen, Festhalten Eigene Lebenskraft, Durchsetzungsvermögen, das „Zubeißen" im Leben – die Fähigkeit, Ideen umzusetzen und den eigenen Platz zu behaupten
Backenzähne (Prämolaren & Molaren) Mahlen, zerkleinern, verdauen vorbereiten Das Verdauen von Lebenssituationen, tiefe emotionale Verwurzelung, die Auseinandersetzung mit der Umwelt und das Gesehen-Werden nach außen
Weisheitszähne Erscheinen oft erst im Erwachsenenalter, manchmal gar nicht Spirituelle Entwicklung, inneres Wachstum, Reife und der Zugang zu eigener Weisheit

Oberkiefer und Unterkiefer – ein weiterer Aspekt

In manchen Konzepten wird zusätzlich zwischen Ober- und Unterkiefer unterschieden: Der rechte Oberkiefer wird mit dem männlichen Prinzip, Vitalität und Aktivität in Verbindung gebracht, der linke Oberkiefer mit dem weiblichen Prinzip, Empfangen, Sicherheit und innerer Stabilität. Der Unterkiefer repräsentiert in dieser Lesart die aktive Umsetzung im Leben, die Verankerung im Alltag.

Diese Zuordnungen sind nicht starr zu lesen – sie sind Einladungen zur Reflexion, keine Diagnosen.

Eine Beobachtung, die mir besonders auffällt

Karies beginnt bei Kindern fast immer zuerst an den Backenzähnen – den Zähnen, die in diesem Konzept für die Auseinandersetzung mit der Umwelt stehen. Das ist der Zeitpunkt, an dem ein Kind beginnt, sich von der Familie zu lösen, Schule, Gleichaltrige und soziale Anforderungen zu navigieren. Ob das ein Zufall ist oder nicht – ich finde es bemerkenswert. Und ich frage mich das schon seit meiner Kindheit, als ich zum ersten Mal davon hörte.

Zahn-Organ-Tafel zum Ausdrucken (PDF) Meridianbezüge: Zahn-Organ-Tafel (Web)

Meridianbezüge: Zahn-Organ-Tafel

HERZ DÜNNDARM PANKREAS MAGEN LUNGE DICKDARM LEBER GALLENBL. NIERE BLASE NIERE BLASE LEBER GALLENBL. LUNGE DICKDARM MILZ MAGEN Duodenum Mittelohr Schulter/Ellbgn Oropharynx Sinus max. Larynx Nase/Nebenhöhl. Sinus ethn. Bronchien Auge Sinus front. Tonsillen, Hüfte Auge Sinus front. Tonsillen, Knie Urogenital- system, Ohr Tonsillen phar. Urogenital- system, Ohr Sinus sphen. Urogenital- system, Ohr Sinus front. Urogenital- system, Ohr Sinus front. Urogenital- system, Ohr Sinus sphen. Urogenital- system, Ohr Tonsillen phar. Auge Sinus front. Tonsillen, Knie Auge Sinus front. Tonsillen, Hüfte Nase/Nebenhöhl. Sinus ethn. Bronchien Oropharynx Sinus max. Larynx Ileum/Jejunum Mittelohr Schulter/Ellbgn Spirituelle Selbstverwirklichung Umwelt- interaktion Selbst- verständnis Lebenspläne Schöpferkraft Atem und Ausdruck Wandel innere Stärke Psych. Ausgewogenheit Vitalität Stabilität Stabilität weibl. Prinzip Weibl. Prinzip Beziehungen Innere Haltung Wandel Loslassen Wandlung Umsetzung Anlagen Identität Stabilität Harmonie Gleichgewicht Selbst- verwirklichung 18 17 16 15 14 13 12 11 21 22 23 24 25 26 27 28 OBERKIEFER — UNTERKIEFER 48 47 46 45 44 43 42 41 31 32 33 34 35 36 37 38 Schulter/Ellbgn Ileum/Jejunum Periph. Nerven Nasopharynx Sinus max. Knie Bronchien Larynx Knie, Patella Mammae Knie, Patella Mammae Auge Urogenital- system Urogenital- system Sinus sphen. Urogenital- system Sinus sphen. Urogenital- system Sinus sphen. Auge Urogenital- system Auge Urogenital- system Hüfte Lymphgefäße Hüfte Lymphgefäße Nase/Nebenhöhl. Bronchien Nasopharynx Sinus max. Knie Schulter/Ellbgn Ileum/Jejunum Periph. Nerven Spirituelle Ausdruckskraft Konflikte Versöhnung Wandlung Freiheit Berufliche Verwirklichung Persönliche Verwirklichung Mut, Wandel Ausdruck Innere Sicherheit Stabilität männl. Archetyp Gleichgewicht weibl. Energie Innere Stabilität Wandel innere Stärke Wünsche innere Balance Schaffenskraft Verbindung Selbst- behauptung Enttäuschungen verarbeiten Spirituelle Selbstverwirklichung HERZ DÜNNDARM PANKREAS MAGEN LUNGE DICKDARM LEBER GALLENBL. NIERE BLASE NIERE BLASE LEBER GALLENBL. LUNGE DICKDARM MILZ MAGEN © Gudrun Faller, Lörrach Meridianbezüge nach Zahnherddiagnostik · FDI-Schema · Seelenbezüge nach psychosomatischer Zahnmedizin · Angaben ohne Gewähr kursiv: Seele · Zahn anklicken für Details

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Paradontitis – wenn die Wurzeln locker werden

Ein weiterer Zusammenhang, der in der psychosomatischen Zahnmedizin diskutiert wird: Parodontitis – die chronische Entzündung des Zahnhalteapparats, die buchstäblich die Wurzeln des Zahns lockert – und das Gefühl, im eigenen Leben nicht ausreichend verwurzelt zu sein. Zu wenig Halt. Zu wenig Boden unter den Füßen.

Parodontitis ist eine der häufigsten chronischen Entzündungserkrankungen überhaupt – und sie hat nachweisbar systemische Folgen. Ob der psychosomatische Zusammenhang zutrifft, lässt sich nicht beweisen. Aber die Frage, ob jemand mit chronischer Parodontitis auch an anderen Stellen seines Lebens gerade nach Halt sucht, ist vielleicht nicht ganz falsch gestellt.

Wie ich damit in der Praxis umgehe Ich nutze diese Bilder nicht als Diagnosewerkzeug. Ich nutze sie manchmal als Gesprächsöffner – als einen Spiegel, den eine Patientin annehmen kann oder auch nicht. Wer darin etwas Treffendes erkennt, hat einen Denkansatz mehr. Wer es als nicht passend empfindet, lässt es beiseite. Beides ist richtig.

Wenn dich dieses Thema interessiert und du tiefer einsteigen möchtest, empfehle ich dir einen Blick in die Arbeit ganzheitlich orientierter Zahnärztinnen und Zahnärzte, die mit diesem Konzept vertraut sind – etwa unter dem Stichwort biologische Zahnmedizin oder psychosomatische Zahnheilkunde.

Kann ein wurzelbehandelter Zahn wirklich den ganzen Körper belasten?

Es ist möglich – nicht zwingend, aber möglich. Im Wurzelkanal verbleiben trotz Behandlung oft Bakterien in feinen Seitenkanälchen, die anaerob (ohne Sauerstoff) leben und chronisch Toxine produzieren können. Ob und in welchem Ausmaß das systemisch wirkt, ist individuell sehr verschieden – hängt von der Immunlage, der Qualität der Behandlung und der individuellen Gewebsreaktion ab. Bei therapieresistenten Beschwerden lohnt eine gezielte Abklärung.

Wie erkenne ich, ob meine Beschwerden mit einem Zahnherd zusammenhängen?

Das lässt sich selten sicher aus der Ferne beurteilen. Hinweise können sein: bekannte Zahnprobleme in der Vorgeschichte, Beschwerden, die sich nach Zahneingriffen verändert haben (besser oder schlechter), und ein Muster chronischer, therapieresistenter Entzündung ohne klare andere Ursache. Eine Abklärung bei einem ganzheitlich arbeitenden Zahnarzt – idealerweise mit DVT – kann Klarheit bringen.

Muss ich alle Amalgamfüllungen entfernen lassen?

Nein – das ist keine pauschale Empfehlung, die ich ausspreche. Amalgam kann bei entsprechender Disposition das Immunsystem belasten, muss es aber nicht. Wer beschwerdefrei ist und keine Hinweise auf eine Unverträglichkeit hat, sollte nicht vorschnell und ohne fachliche Begleitung handeln. Die Entfernung von Amalgam ist ein Eingriff, der bei unsachgemäßer Durchführung mehr Belastung erzeugen kann als das Amalgam selbst. Wenn ein Austausch sinnvoll erscheint, dann unter Schutzmaßnahmen durch einen erfahrenen Zahnarzt.

Wie finde ich einen ganzheitlichen Zahnarzt?

Ganzheitliche Zahnärzte arbeiten oft mit Konzepten wie biologischer Zahnmedizin, Vollkeramik statt Metall und beziehen systemische Zusammenhänge in ihre Diagnostik ein. Ich verweise in meiner Praxis gerne an Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich zusammenarbeite – komm gerne auf mich zu, wenn du eine Empfehlung in der Region brauchst.

Du hast therapieresistente Beschwerden und fragst dich, ob ein dentaler Zusammenhang möglich ist? Ich schaue gemeinsam mit dir auf das Gesamtbild.

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Gudrun Faller führt seit über 25 Jahren eine Praxis für ganzheitliche Medizin in Lörrach. Ihr Schwerpunkt liegt auf hormonellen Regelkreisen, chronischen Entzündungen, Stress- und Immunregulation sowie Mikronährstofftherapie. Alle Inhalte basieren auf langjähriger Praxiserfahrung und aktueller naturheilkundlicher Diagnostik.

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