Schwangerschaft & Geburt ganzheitlich begleiten – was die Naturheilkunde leisten kann
Von Gudrun Faller, Heilpraktikerin, Praxis für ganzheitliche Medizin Lörrach
Wenn du schwanger bist oder eine Schwangerschaft planst, begegnen dir viele körperliche und emotionale Veränderungen – von der frühen Übelkeit bis zur Frage, wie du dich optimal auf die Geburt vorbereiten kannst. In meiner Praxis in Lörrach begleite ich Schwangere seit über 25 Jahren mit naturheilkundlichen Verfahren, die die schulmedizinische Betreuung sinnvoll ergänzen. In diesem Beitrag erfährst du, welche Methoden in welcher Phase der Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung sinnvoll sein können.
In der frühen Schwangerschaft: Übelkeit, Erschöpfung, Angst
Die ersten drei Monate sind für viele Frauen die intensivsten – körperlich und emotional. Die hormonelle Umstellung ist enorm, der Körper verändert sich, und gleichzeitig soll oft noch niemand davon wissen.
In der mittleren Schwangerschaft: Rückenschmerzen, Schlaf, Vorbereitung
Mit wachsendem Bauch kommen neue Beschwerden – und neue Möglichkeiten zur Begleitung:
- Massagen im Rücken-, Becken- und Oberschenkelbereich – fördern die Durchblutung, lindern Muskelverspannungen und können den Schlaf verbessern
- Schröpfkopfmassagen mit feinem Öl – sanft angewendet, zur Linderung von Rückenbeschwerden und zur Förderung der Gewebsdurchblutung
- Fußreflexzonentherapie – gezielt auf hormonelle Regulation und Beckenentspannung ausgerichtet
- Homöopathie und Spagyrik – bei Schlafschwierigkeiten, emotionaler Belastung oder körperlichen Beschwerden individuell eingesetzt
- Mikronährstoffe – Kontrolle des Eisen- und Ferritinstatus (besonders in der zweiten Hälfte), Vitamin D, Omega-3, Magnesium
Geburtsvorbereitung: Körper und Kind in Position bringen
Ab der 36.–37. Schwangerschaftswoche kann eine gezielte Geburtsvorbereitung beginnen:
Nach der Geburt: Wochenbett und Regeneration
Auch das Wochenbett und die Zeit danach kann naturheilkundlich begleitet werden:
- Homöopathie und Spagyrik zur Regeneration, bei Erschöpfung oder emotionaler Belastung
- Mikronährstoffausgleich – nach der Geburt sind Eisenverluste und Nährstoffreserven oft deutlich vermindert; Ferritin, Vitamin D und B12 sollten kontrolliert werden
- Massagen – zur Rückbildungsunterstützung und Beckenbodenentspannung
- Fußreflexzonentherapie – zur Unterstützung der Milchproduktion, Regulation des Hormonhaushalts nach der Geburt
Weiterführende Beiträge
Von der Schwangerschaftsvorbereitung bis zur Geburt – individuell, ergänzend zur gynäkologischen Betreuung, in meiner Praxis in Lörrach.
📅 Termin online buchen – Praxis Gudrun Faller LörrachHäufige Fragen zur ganzheitlichen Schwangerschaftsbegleitung
Bei erfahrener Anwendung gilt Akupunktur in der Schwangerschaft als sicher. Bestimmte Punkte werden bewusst gemieden (da sie uterusstimulierend wirken können), andere gezielt eingesetzt. Wichtig ist, eine erfahrene Fachperson aufzusuchen und die behandelnde Gynäkologin oder den Gynäkologen zu informieren.
Die Evidenz ist nicht eindeutig, aber klinische Studien zeigen Hinweise darauf, dass Moxibustion am Punkt BL67 die Häufigkeit von Spontandrehungen bei Beckenendlage erhöhen kann – besonders zwischen der 33. und 36. SSW angewendet. Eine schonende Option, bevor invasivere Massnahmen erwogen werden.
Ab etwa der 36.–37. Schwangerschaftswoche kann eine gezielte Geburtsvorbereitung beginnen. Moxibustion bei Beckenendlage wird idealerweise etwas früher eingesetzt (ab ca. der 33. SSW) – immer in Absprache mit der begleitenden Hebamme und Gynäkologin.
Ja – und das ist ausdrücklich der empfohlene Weg. Naturheilkundliche Verfahren ergänzen die reguläre Schwangerschaftsvorsorge, ersetzen sie aber nicht. Ich arbeite immer mit dem Wissen über die parallel laufende schulmedizinische Betreuung und stimme meine Massnahmen entsprechend ab.
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