Ganzheitliche Kinderheilkunde – wenn Kinder mehr brauchen als ein Rezept
Von Gudrun Faller, Heilpraktikerin in Lörrach | Kinderheilkunde
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – ihr Immunsystem, ihr Stoffwechsel und ihre Verdauung befinden sich noch in der Entwicklung. Das macht sie einerseits anfälliger für bestimmte Beschwerden, andererseits aber auch besonders gut behandelbar: Ein kindlicher Organismus reagiert oft schnell und deutlich auf die richtige Unterstützung.
Neurodermitis ist eines der eindrücklichsten Beispiele dafür, wie schnell sich etwas verändern kann, wenn man an der richtigen Stelle ansetzt. Viele Kinder mit Neurodermitis lassen sich sehr gut über den Darm und die Ernährung behandeln – und oft sehe ich innerhalb weniger Tage eine deutliche Verbesserung oder sogar ein vollständiges Abheilen der Haut. Das ist für die betroffenen Familien, die oft schon viel ausprobiert haben, jedes Mal ein bewegender Moment.
Auch die Eigenbluttherapie nach Imhäuser setze ich bei Kindern mit Allergien oder wiederkehrenden Infekten regelmäßig ein – eine sanfte, gut verträgliche Methode, die viele Eltern und Kinder gut annehmen.
Diagnostik bei Kindern – sanft und gezielt
Diagnostik bei Kindern erfordert besondere Sorgfalt – sowohl in der Methodenwahl als auch im Umgang mit dem Kind selbst. Ich nehme auch Kindern Blut ab, wenn das sinnvoll und notwendig ist – behutsam, mit Erfahrung im Umgang mit kleinen Patientinnen und Patienten, die verständlicherweise Respekt vor der Nadel haben.
Sanft, kindgerecht und gezielt – von der Blutabnahme bis zur Stuhluntersuchung.
Neurodermitis & Hautprobleme
Neurodermitis (atopische Dermatitis) ist eine der häufigsten chronischen Hauterkrankungen im Kindesalter – und gleichzeitig eine, bei der ein ganzheitlicher Blick oft erstaunlich schnell wirkt.
Die Haut ist ein Spiegelorgan: Was im Darm und im Immunsystem passiert, zeigt sich häufig zuerst auf der Haut. Bei vielen Kindern mit Neurodermitis finden sich:
- Eine gestörte Darmflora oder Dysbiose
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die nicht immer eine klassische Allergie im engeren Sinne sind
- Ein Mikronährstoffmangel – besonders Zink und Omega-3-Fettsäuren, die für die Hautbarriere wichtig sind
- Eine erhöhte Histaminbelastung, die den Juckreiz verstärkt
Eine gezielte Ernährungsanpassung, kombiniert mit einer Stabilisierung der Darmflora, kann hier in vielen Fällen sehr schnell zu sichtbaren Verbesserungen führen – manchmal innerhalb weniger Tage. Das ist keine Garantie für jeden Fall, aber eine Erfahrung, die ich in meiner Praxis immer wieder mache.
Bauchweh, Blähungen & Verdauung
„Mein Kind hat ständig Bauchweh" ist einer der häufigsten Sätze, die ich in der Kinderheilkunde höre. Viele Kinder leiden unter Blähungen, wiederkehrenden Bauchschmerzen oder unregelmäßigem Stuhlgang – Beschwerden, die oft als „das geht schon vorbei" abgetan werden, aber durchaus eine Ursache haben können.
Wiederkehrende Infekte – Ohren, Nebenhöhlen, Bronchien
Rezidivierende Mittelohrentzündungen, wiederkehrende Nebenhöhlenentzündungen und häufige Bronchitiden gehören zu den klassischen Themen in der Kinderheilkunde – besonders bei Kindern, die viel Kontakt zu anderen Kindern haben (Kita, Schule).
Ein ganzheitlicher Blick fragt hier nicht nur „Welches Antibiotikum jetzt", sondern auch: Warum wird dieses Kind so häufig krank? Häufige Mitursachen:
- Mikronährstoffmängel (besonders Vitamin D und Zink), die die Immunabwehr schwächen
- Eine gestörte Darmflora – gerade nach mehreren Antibiotikagaben besonders relevant
- Unentdeckte Allergien, die die Schleimhäute chronisch reizen und anfälliger für Infekte machen
- Vergrößerte Polypen oder Mandeln, die als „Bakterienreservoir" wirken können
Hier setze ich häufig auf eine Kombination aus Mikronährstoffausgleich, Immunstärkung über Phytotherapie und – bei entsprechender Indikation – die Eigenbluttherapie nach Imhäuser.
Allergien – Diagnostik & Therapie
Allergien nehmen im Kindesalter stetig zu – Heuschnupfen, Hausstaubmilbenallergie, Tierhaarallergien, Nahrungsmittelallergien. Neben der klassischen Diagnostik setze ich bei Kindern ergänzend auf:
Eigenbluttherapie nach Imhäuser
Eine sanfte, seit Jahrzehnten bewährte Methode, bei der kindgerecht kleinste Mengen Eigenblut potenziert und oral verabreicht werden – häufig eingesetzt bei Allergien und wiederkehrenden Infekten. Viele Kinder vertragen diese Methode sehr gut, da sie ohne Injektion auskommt.
Bioresonanz an Akupunkturpunkten
Eine Methode, die bei manchen Kindern unterstützend bei Allergiebehandlungen eingesetzt werden kann – schmerzfrei und gut verträglich, was sie besonders für jüngere Kinder geeignet macht.
ADHS, ADS & Konzentrationsprobleme
Konzentrationsprobleme, Unruhe und Impulsivität haben bei Kindern vielfältige Ursachen – und nicht jedes Kind mit diesen Symptomen braucht dieselbe Herangehensweise. Eine ganzheitliche Betrachtung schließt aus, was ausschließbar ist, und schaut gezielt auf:
- Mikronährstoffstatus: Eisen, Zink, Magnesium, Omega-3-Fettsäuren und B-Vitamine spielen für Konzentration und Impulskontrolle eine nachgewiesene Rolle
- Neurotransmitterstatus: Urin-Tests können Hinweise auf das Gleichgewicht von Dopamin, Serotonin und anderen Botenstoffen geben – als ein Baustein im Gesamtbild
- Blutzuckerregulation: Stark schwankender Blutzucker durch zuckerreiche Ernährung kann Konzentration und Stimmung beeinflussen
- Schlafqualität: Schlafmangel verstärkt ADHS-Symptome erheblich – ein oft unterschätzter Faktor
- Darmgesundheit: Die Darm-Hirn-Achse spielt auch bei Kindern eine Rolle für Stimmung und Konzentration
Stoffwechsel & Autoimmunität im Kindesalter
Zwei Entwicklungen, die ich in den letzten Jahren in der Kinderheilkunde zunehmend beobachte:
Insulinresistenz im Kindesalter
Was früher fast ausschließlich Erwachsene betraf, zeigt sich heute zunehmend auch bei Kindern und Jugendlichen – begünstigt durch Ernährungsgewohnheiten, Bewegungsmangel und manchmal auch durch eine familiäre Veranlagung. Frühzeitige Diagnostik (Nüchterninsulin, HOMA-Index) und Ernährungsanpassung können hier viel bewirken, bevor sich ein chronisches Muster verfestigt.
Autoimmunität nimmt zu
Auch Autoimmunerkrankungen – einschließlich Hashimoto-Thyreoiditis – treten zunehmend schon im Kindes- und Jugendalter auf. Eine frühzeitige, ganzheitliche Mitbetrachtung von Darm, Mikronährstoffen und Immunregulation kann hier präventiv und begleitend wertvoll sein.
Therapieformen für Kinder – sanft und altersgerecht
Kinder reagieren oft sehr gut auf sanfte, gut verträgliche Therapieformen:
Fazit
Kinder zeigen oft sehr klar und schnell, ob eine Behandlung greift – ihr Körper reagiert direkt, unverstellt. Das macht die Arbeit in der Kinderheilkunde für mich besonders erfüllend: Wenn die Haut eines Kindes innerhalb weniger Tage abheilt, wenn das Bauchweh verschwindet, wenn ein unruhiges Kind ruhiger wird – das sind Momente, die zeigen, wie viel ganzheitliche Betrachtung bewirken kann.
Wichtig bleibt dabei immer: Eine ganzheitliche Kinderheilkunde ergänzt die kinderärztliche Versorgung – sie ersetzt sie nicht. Bei akuten, schweren oder unklaren Symptomen gehört die kinderärztliche Abklärung immer an erste Stelle.
Dein Kind hat wiederkehrende Beschwerden, die du gerne ganzheitlich abklären lassen möchtest?
Termin online buchenHäufige Fragen zur Kinderheilkunde
Kann man Neurodermitis bei Kindern wirklich über die Ernährung behandeln?
In vielen Fällen ja – besonders wenn eine gestörte Darmflora oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten mitbeteiligt sind. Eine gezielte Ernährungsanpassung kombiniert mit Darmsanierung kann zu deutlichen, manchmal sehr schnellen Verbesserungen führen. Wie ausgeprägt der Effekt ist, hängt vom individuellen Fall ab – eine pauschale Garantie gibt es nicht, aber die Erfahrung zeigt häufig positive Verläufe.
Ist eine Blutabnahme bei Kindern schmerzhaft oder belastend?
Mit Erfahrung und der richtigen Herangehensweise ist eine Blutabnahme bei Kindern in der Regel gut durchführbar. Ich nehme mir Zeit, erkläre kindgerecht, was passiert, und gehe behutsam vor – das nimmt vielen Kindern die Angst.
Was ist die Eigenbluttherapie nach Imhäuser?
Eine sanfte Methode, bei der eine kleine Menge Eigenblut entnommen, potenziert und anschließend oral (als Tropfen) verabreicht wird. Sie wird häufig bei Allergien und wiederkehrenden Infekten eingesetzt und ist auch für Kinder gut geeignet, da keine Injektion nötig ist.
Ersetzt eine ganzheitliche Behandlung den Kinderarzt?
Nein. Eine ganzheitliche Kinderheilkunde versteht sich als Ergänzung zur kinderärztlichen Betreuung, nicht als Ersatz. Bei akuten, schweren oder unklaren Symptomen gehört die kinderärztliche Abklärung immer an erste Stelle. Ganzheitliche Maßnahmen setzen oft dort an, wo die Standardversorgung an ihre Grenzen stößt oder wo ergänzende, ursachenorientierte Ansätze sinnvoll sind.
Ab welchem Alter ist eine ganzheitliche Behandlung bei Kindern sinnvoll?
Das hängt vom Beschwerdebild ab. Viele Verfahren – Phytotherapie, Komplexmittel, Mikronährstoffausgleich – sind altersgerecht dosierbar und auch bei kleinen Kindern gut einsetzbar. Diagnostische Schritte wie Blutabnahmen oder Stuhluntersuchungen sind ab praktisch jedem Alter möglich, wenn sie medizinisch sinnvoll sind.
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Termin online buchenGudrun Faller führt seit über 25 Jahren eine Praxis für ganzheitliche Medizin in Lörrach. Ihr Schwerpunkt liegt auf hormonellen Regelkreisen, chronischen Entzündungen, Stress- und Immunregulation sowie Mikronährstofftherapie. Alle Inhalte basieren auf langjähriger Praxiserfahrung und aktueller naturheilkundlicher Diagnostik.