Vitamin D & Immunsystem – mehr als nur Knochen
Von Gudrun Faller, Heilpraktikerin, Praxis für ganzheitliche Medizin Lörrach
Wenn du an chronische Müdigkeit, häufige Infekte, Stimmungstiefs im Winter oder eine Autoimmunerkrankung denkst, lohnt sich ein genauer Blick auf deinen Vitamin-D-Status. Die meisten Menschen kennen Vitamin D nur als „Knochenvitamin“ – dabei ist seine Rolle im Immunsystem mindestens genauso bedeutsam. In diesem Beitrag erkläre ich dir den Zusammenhang zwischen Vitamin D und Immunregulation, wie ein Mangel sich äußern kann, und stelle dir mit dem Coimbra-Protokoll einen in Deutschland noch wenig bekannten Hochdosis-Ansatz vor.
Warum Vitamin D weit mehr ist als ein Knochenvitamin
Vitamin D ist streng genommen kein klassisches Vitamin, sondern ein Prohormon – der Körper wandelt es über Leber und Niere in seine aktive Form, Calcitriol, um. Nahezu jede Zelle des Immunsystems – T-Zellen, B-Zellen, Makrophagen – trägt einen Vitamin-D-Rezeptor (VDR). Über diesen Rezeptor beeinflusst Vitamin D direkt, wie das Immunsystem reguliert, moduliert und im Gleichgewicht gehalten wird.
Wie sich ein Vitamin-D-Mangel äußern kann
Das Coimbra-Protokoll – ein wenig bekannter Hochdosis-Ansatz
Neben der üblichen Basissupplementierung (meist im Bereich einigen Hundert- Tausend I.E. täglich) gibt es einen deutlich intensiveren Ansatz, der in Deutschland noch kaum bekannt ist: das Coimbra-Protokoll, benannt nach dem brasilianischen Neurologen Cicero Coimbra. Es wird vor allem bei Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose eingesetzt und arbeitet mit deutlich höheren Vitamin-D-Dosen, als sie in der Basisversorgung üblich sind.
Was diesen Ansatz interessant macht: Er basiert auf der Beobachtung, dass manche Menschen eine genetisch bedingte, verminderte Empfindlichkeit ihrer Vitamin-D-Rezeptoren haben – sie benötigen daher deutlich höhere Spiegel, um dieselbe immunregulierende Wirkung zu erzielen wie andere bei normalen Werten. Die bislang vorliegenden Erfahrungsberichte, auch aus meiner eigenen Praxis- ich arbeite selbst auch seit langem mit 100,000 i.e. über mehrere Tage- sind bemerkenswert – eine breite wissenschaftliche Anerkennung als Standardtherapie steht in Deutschland aber noch aus.
Die übliche Basisversorgung – für die meisten der richtige erste Schritt
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Ob Basisversorgung oder Fragen zu spezielleren Ansätzen – lass uns gemeinsam schauen, was für dich sinnvoll ist. In meiner Praxis in Lörrach begleite ich dich individuell.
📅 Termin online buchen – Praxis Gudrun Faller LörrachHäufige Fragen zu Vitamin D & Immunsystem
Nur eine Blutuntersuchung (25-OH-Vitamin-D) gibt sichere Auskunft. Hinweise können häufige Infekte, chronische Müdigkeit, Muskelschmerzen oder Stimmungstiefs sein – diese Symptome sind aber unspezifisch und können viele Ursachen haben.
Ein ärztlich überwachtes Hochdosis-Vitamin-D-Protokoll, das vor allem bei Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose eingesetzt wird. Es erfordert engmaschige Kontrollen von Calcium- und Nierenwerten sowie eine calciumarme Ernährung und ist ausschließlich unter fachkundiger, ärztlicher Begleitung durchzuführen.
Nein. Hochdosierte Einnahmen ohne ärztliche Überwachung können zu gefährlicher Hyperkalzämie und Nierenschäden führen. Jede Supplementierung sollte auf einer Blutuntersuchung basieren und individuell angepasst werden.
Vitamin K2 unterstützt den Körper dabei, Calcium korrekt in die Knochen statt in die Gefäßwände einzulagern. Die Kombination gilt daher als sinnvoller als Vitamin D allein, besonders bei längerer Supplementierung.
Es gibt Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und psychischer Symptomatik, und ich habe das in Einzelfällen in meiner Praxis erlebt. Das ist aber eine individuelle Beobachtung, keine allgemeingültige Diagnose oder Therapieempfehlung – bei Panikattacken empfehle ich immer eine breitere Abklärung.
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